Man sollte sich angewöhnen, allumfassend hochdeutsch zu reden ...

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... ansonsten sind Missverständnisse nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen.
Montag, 28. Juni 2010 - 17:23

Baden

 

Kürzlich saß ich mit meinem Freund Günther und anderen mir nahe stehenden Personen bei einer kleinen Runde zusammen. Gesprochen wurde über dieses, manchmal auch über jenes, gewälzt wurden kleine und große Probleme sowie Problematiken, die teilweise gar keine waren. Irgendwann kam das Thema SEPA auf den Tisch, zu dem was aufgeschrieben sein wollte. Ich hatte als einziger Schreibutensilien dabei. Der Herr mir gegenüber diktierte mir in den Notizblock einige Sätze. Dann machte er eine Pause. Ich schaute ihn erwartungsvoll an, er blickte verständnislos zurück. So stellte ich ihm die mir auf der Zunge liegende Frage in bruslerischer Kürze: „Hammas?"

Die mir schräg gegenüber sitzende Dame, gebürtige Norddeutsche, gerne im Hamburger Platt parlierend, schaute mich daraufhin entgeistert an: „Hamas? Was soll das? Rolf, was soll denn jetzt die Terrororganisation Hamas mit dem Thema SEPA zu tun haben?" Nun war es an mir, verständnislos zu gucken.

Eine ähnliche Geschichte erzählte eine Bekannte, die in der Sozialarbeit tätig ist. Sie leitet in Bruchsal einen Kreis türkischer Frauen, in dem diesen die Geheimnisse der deutschen Sprache beigebracht werden. Zum Ende der Unterrichtsstunde schaute sie in die Runde und bemerkte auf gut bruslerisch „alla gut!" Die ihr gegenüber sitzende Türkin muslimischen Glaubens strahlte sie darauf hin an: „Ja, Allah gut!"

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