Lungenhochdruck: Plakataktion und Benefizkonzert in Bruchsal

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Aufklärung über atemraubende Krankheit
Mittwoch, 23. Februar 2011 - 9:39

phev

or. Treppensteigen wird zur täglichen Herausforderung, beim schnellen Gehen zum Bus bleibt fast die Luft weg: Atemnot, Müdigkeit und Schwäche gehören zu den Symptomen des Lungenhochdrucks, einer Krankheit, welche die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und sogar tödlich sein kann. Die pulmonale Hypertonie (PH) kann jeden Menschen in jedem Alter treffen. In der Öffentlichkeit ist darüber noch wenig bekannt. Plakate machen derzeit in der Region und in ganz Deutschland auf die „atemraubende" Krankheit aufmerksam. Mit dieser Plakataktion beteiligt sich der Selbsthilfeverein pulmonale hypertonie e.V. aus Rheinstetten an der europäischen Kampagne „Atemraubend", organisiert von der Europäischen Dachorganisation für Lungenhochdruck (PHA Europe) und unterstützt von Bayer Health Care. Am 28. Februar, dem internationalen „Tag der Seltenen Krankheiten", startet dazu eine Reihe von Veranstaltungen in mehreren Ländern. Die Krankheit Lungenhochdruck ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und die medizinische Forschung zu unterstützen, ist auch Ziel eines Benefizkonzerts unter dem Motto „Von Abba bis Zirkus Renz", welches das Polizeimusikkorps Karlsruhe und der Polizeichor Bruchsal am 7. Mai um 20 Uhr im Bruchsaler Bürgerzentrum gestalten.

Der traditionelle Männerchor und der gemischte Pop- und Gospelchor Chorus delicti aus Bruchsal sowie das Polizeimusikkorps aus Karlsruhe präsentieren ein breites Spektrum von Chor- und Instrumentalmusik. Durch das Programm führt Jürgen Essig von SWR4 Baden Radio. Als Schirmherrin fungiert die Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick. Der Erlös des Konzerts kommt der René Baumgart-Stiftung in Rheinstetten zugute. Diese vom Selbsthilfeverein pulmonale hypertonie gegründete Stiftung setzt sich seit zehn Jahren dafür ein, die medizinische Forschung zum Lungenhochdruck zu fördern, damit Diagnostik und Therapie verbessert werden können.

Fünf verschiedene Typen der pulmonalen Hypertonie sind zu unterscheiden; alle können zu Herzversagen und zum Tod führen. Bei der arteriellen pulmonalen Hypertonie (PAH), einem der seltener auftretenden Typen, kann die Sterblichkeitsrate höher sein als bei bestimmten Krebsformen wie Brust- oder Dickdarmkrebs. Es ist wichtig, die Krankheit, die schleichend mit unspezifischen Symptomen beginnt, möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Der Selbsthilfeverein pulmonale hypertonie vermittelt spezialisierte Kliniken und Ärzte, organisiert Patientenseminare und unterstützt seine Mitglieder dabei, medizinische und soziale Hilfeleistungen in Anspruch zu nehmen. Weiteres wichtiges Anliegen ist die Aufklärung der Öffentlichkeit, wie der Vorsitzende Bruno Kopp erklärt. „Wir möchten uns aktiv an den bewusstseinsbildenden Maßnahmen der Kampagne von PHA Europe beteiligen, um die Menschen zum Nachdenken anzuregen und die Schwierigkeiten aufzuzeigen, mit denen PH-Patienten täglich konfrontiert sind."

Karten für das Benefizkonzert am 7. Mai in Bruchsal gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Information Bruchsal, den Buchhandlungen Braunbarth in Bruchsal und Reginbert in Rheinstetten sowie bei pulmonale hypertonie (Telefon 0721/3528381; www.phev.de).

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