Landrat Dr. Christoph Schnaudigel: Projekt S21 bringt Vorteile für den gesamten Landkreis
„Das Bahnprojekt Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm werden für den gesamten Landkreis Karlsruhe Verbesserungen bringen, dies gelte insbesondere auch für den Raum Bruchsal“, so Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Er tritt damit den auch in jüngster Zeit immer wieder vorgetragenen Behauptungen entgegen, die davon ausgehen, dass in Folge des Projekts S21 mit einer Verschlechterung der Verkehrsanbindung von Bruchsal zu rechnen sei.
Der Landkreis Karlsruhe habe den Sachverhalt eingehend geprüft, nachdem im Zusammenhang mit dem Ausbau der S-Bahn Bruchsal-Germersheim an die Landkreisverwaltung die Frage herangetragen wurde, wie die S-Bahn und Berufspendler zukünftig an den Schienenfernverkehr angebunden werden können. Insbesondere die Nachsimulation des Stresstests zum Projekt S21 vom Oktober 2011 habe ergeben, dass zukünftig alle derzeitigen Verbindungen des Nah- und Fernverkehrs nach und von Bruchsal über den neuen Durchgangsbahnhof mit aufgenommen werden können. „Ob aber das Schienennahverkehrsangebot zukünftig in ausreichendem Maß angeboten wird, hängt vom Willen der jeweiligen Landesregierung ab“, betont der Landrat. Er weist darauf hin, dass das Land Baden-Württemberg für den Nahverkehr zuständig ist und dass der Bedarf für die Strecke Bruchsal-Stuttgart sowohl für die Vergangenheit als auch für die Zukunft unzweifelhaft gegeben sei. Deshalb könne er sich nicht vorstellen, dass die neue Landesregierung nicht die notwendigen Züge bei der Deutschen Bahn bestelle und finanziere, wie das bereits heute der Fall ist. Nachdem die Leistungsfähigkeit des Durchgangsbahnhofes nachgewiesen ist, werde das Zugangebot aus Bruchsal auf jeden Fall nicht am Tiefbahnhof scheitern. Da überdies das zwischen dem Land und der Deutschen Bahn AG abgestimmte zukünftige Angebotskonzept zwischen Karlsruhe und Stuttgart über Bruchsal eine zweistündliche Verbindung im Fernverkehr vorsieht und zusätzlich die Reisezeit des Nahverkehrs zwischen Bruchsal und Stuttgart so optimiert wird, dass sie genauso schnell wie im Fernverkehr ist, bedeute insbesondere für die Pendler gerade in der Hauptverkehrszeit zwischen 7 und 9 Uhr eine weitere Flexibilisierung. Und weil der Landkreis über die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm, die ebenfalls im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 erfolgen wird, besser an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angebunden werde, sehe er beim Projekt Stuttgart 21 Vorteile für den Landkreis Karlsruhe, weshalb er sich in den folgenden Tagen bis zur Volksabstimmung dafür einsetzen werde, auf diese Vorteile aufmerksam zu machen. Dies entspräche im übrigen auch der Zielsetzung einer von allen Fraktionen des Kreistags getragenen Resolution, die schon vor einem Jahr in Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit ein vitales Interesse des Landkreises und der TechnologieRegion Karlsruhe an der Einbindung der Region in das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn und die möglichst zügige Realisierung dieser Maßnahme bekundete.
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Kommentare
Nach Stuttgart 21 – noch Geld vorhanden?
Zitat: „…Ob aber das Schienennahverkehrsangebot zukünftig in ausreichendem Maß angeboten wird, hängt vom Willen der jeweiligen Landesregierung ab….“
Ja, es ist genauso wie LR Schnaudigel ausführt.
Nur stellt sich die Frage, ob das nach Stuttgart 21 noch ausreichend Geld vorhanden ist, um die derzeit nicht eingeplanten, morgendlichen Verbindungen zu bezahlen. Denn berücksichtigt ist nur eine zweitstündige Anbindung im Fernverkehr.
Zitat aus der Tischvorlage Nr46/2011 des Landkreis Karlsruhes:
„… Auch das zwischen dem Land Baden- Württemberg und der Deutschen Bahn AG abgestimmte zukünftige Angebotskonzept sieht zwischen Karlsruhe und Stuttgart über Bruchsal eine 2-stündliche Verbindung im Fernverkehr vor.“
Link des kompletten Textes:
http://landkreis-karlsruhe.de/media/custom/1863_455_1.PDF?1319692691
Hurra,
bald können wir auf die störanfälligen ICs verzichten. Wir optimieren einfach alle Reisezeiten im Nahverkehr um 50%.
Zitat aus obiger Meldung: „……zwischen Karlsruhe und Stuttgart über Bruchsal eine zweistündliche Verbindung im Fernverkehr und zusätzlich die Reisezeit des Nahverkehrs zwischen Bruchsal und Stuttgart so optimiert wird, dass sie genauso schnell wie im Fernverkehr ist, bedeute insbesondere für die Pendler gerade in der Hauptverkehrszeit zwischen 7 und 9 Uhr eine weitere Flexibilisierung….“
Heute benötigt der IC für die Strecke Bruchsal –Stuttgart ca. 30 min der RE (Nahverkehr) dagegen noch 1.06 h !!!
Richtig rechnen!
Haben Sie heute oder gestern
auch den Folder der CDU Landtagsfraktion zu S21 im Briefkasten vorgefunden? Haben Sie ihn durchgelesen? Das ist schon erstaunlich was da drin steht!
"Ein Ausstieg würde das Land dreimal so viel kosten wie der Bau von S21!"
"Neubaustrecke Stuttgart - Ulm in Gefahr" usw. usf. - Ach und alternativlos ist der S21 natürlich auch. Es ist zum Kotzen - ich glaube, dem Ruf "Lügenpack" der S21 Gegner auf den Montagsdemonstrationen ist nichts hinzuzufügen. Habe selten so unverfrorene Lügen gelesen, wie in diesem CDU Pamphlet. Schämt euch, ihr "Christen"!
Für S 21
müsste es doch wenigstens 1 Argument geben, das belastbar ist und sich nicht widerlegen lässt, oder doch nicht?
Gibt es doch, lieber Filou
Es lautet:
Durch die Verwirklichung des Projekts, insbesondere die damit geschaffene Nutzbarkeit des Gleisvorfelds für die Immobiliennutzung, fällt für hinreichend wichtige Persönlichkeiten hinreichend Geld vom Himmel.
Es erfüllt die genannten Voraussetzungen, denn es ist ebenso belastbar wie Widerspruch hiergegen unmöglich.
Dass damit die Balance zwischen Gemein- und Eigennutz verloren geht - nicht wirklich verkaufstauglich zwar, aber im Ergebnis eine hinzunehmende Petitesse.
"die damit geschaffene
"die damit geschaffene Nutzbarkeit des Gleisvorfelds für die Immobiliennutzung, fällt für hinreichend wichtige Persönlichkeiten hinreichend Geld vom Himmel"
und genau, daß ist es!
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Der Bär ist zwar noch nicht erlegt, aber das Fell wurde schon aufgeteilt.
"die damit geschaffene
"die damit geschaffene Nutzbarkeit des Gleisvorfelds für die Immobiliennutzung, fällt für hinreichend wichtige Persönlichkeiten hinreichend Geld vom Himmel"
und genau, daß ist es!
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Der Bär ist zwar noch nicht erlegt, aber das Fell wurde schon aufgeteilt.
Namen nennen!
Nicht so viel schwätzen.
Namen her.
Ich sage nur mal Tanja Gönner
Alles weitere findet sich im Netz
http://de.wikipedia.org/wiki/Tanja_G%C3%B6nner
Namen?
Beispielhaft: hier oder hier.
Der Fall S21 erstaunt
immer wieder. Wahrheiten und Kenntnisse machen an den Parteigrenzen halt. Man muss vermuten, es geht nicht mehr darum, ob S21 richtig oder falsch, gut oder schlecht ist. Es geht nur noch darum, welche Partei recht behält, Schwarz oder grün - das ist hier die Frage.
Ich war immer der Meinung, dass es zu unterschiedlichen Themen auch unterschiedliche Meinungen geben kann. Aber dass allein die Parteizugehörigkeit die Birne vernebelt und Scheuklappen aufsetzt, das war bei einem kommerziellen Thema noch nie so deutlich wie bei S21.
Ach ja, und die SPD in BW, was macht die? Sie regiert mit in BW, aber mit wem? Ob die Grünen nochmal so ein gutes Ergebnis erreichen werden, wenn das Problem S21 nicht ansteht? Also muss man vorausschauend schon an die nächste Wahl denken und darf es sich mit der CDU nicht verderben. Eine andere Erklärung für das Verhalten der SPD habe ich nicht gefunden.
Sollten die Gegener von S21 am Sonntag scheitern, wird S21 realisiert. Wenn dann am Ende 6 oder 8 Milliarden Baukosten stehen (vergl. auch Elbharmonie), dann muss man eben durch - wie üblich, hat es keinen Sinn, rückwärts zu blicken.
Und wenn vielleicht der vergrabene Bahnhof ein Nadelöhr wird, dann muss man eben das beste daraus machen. 4 Gleise mehr, eine Milliarde mehr. Es ist dann zwingend, man hat keine Wahl, oder soll Stuttgart vom europäischen Verkehr abgehängt werden?
Das Problem ist das Quorum
Selbst Optimisten unter den Gegner halten es kaum mehr für möglich, dieses Projekt per Volksentscheid zu stoppen.
Erstens dürfte das erforderliche Quorum nicht zu schaffen sein (und dann ist es ziemlich wurscht, wofür die Leute gestimmt haben) und zweitens haben die meisten von dem Thema die Schnauze voll.
Für jemanden, der sich nicht tiefer mit Politik auseinandersetzen will, klingen auch alle Argumente gleich glaubwürdig und man kann es ihnen nicht verdenken, dass viele deshalb den "Sand in den Kopf stecken". ;-)
Die Grünen im Landtag werden froh sein, dank verfehltem Quorum elegant aus der Nummer rausgekommen zu sein, sich mit dem Koalitionspartner anlegen zu müssen.
Ich als Pirat hoffe aber, dass so viele Gegner wie möglich am Sonntag ihre Stimme abgeben und das schier Unmögliche noch wahr wird.
S21-Abstimmung. Was, wenn das Ergebnis nicht passen sollte?
Dann eben einfach ignorieren, scheint bei manchen S21-Gegnern die Devise!
Das gilt offensichtlich für diese Zeitgenossen selbst bei hoher Wahlbeteiligung und einem Erreichen des Quorums, falls die S21-Gegner unterliegen sollten!
Über die Links der Grünen kommt man zu:
www.aus-sitzen.de
Dort findet sich:
"Solidarisiert euch und kommt zur ersten bundesweiten Frauenblockade gegen Stuttgart 21. Am 5. Dezember 2011 protestieren wir gewaltfrei und ungehorsam ab 5.30 Uhr vor der Baustelle...Am 27. November 2011 findet die Volksabstimmung zum Finanzierungsausstieg des Landes Baden-Württemberg statt. Wir sagen ja zum Ausstieg aus Stuttgart 21. Doch die Volksabstimmung kann nicht ungeschehen machen, dass die Bahn die Abgeordneten im Landtag von Baden-Württemberg arglistig getäuscht hat...Wenn die Bahn nach der Abstimmung weiterbaut, sind wir da und setzen uns, gewaltfrei und ungehorsam."
Ein vorbildliches Demokratieverständnis!
Ich bin überzeugt, dass MP Kretschmann seinen Herrgott in Fürbitten inständig bittet:
- die S21-Gegner nur dann Siegen zu lassen, falls das Quorum erreicht wird
- unterhalb des Quorums den Befürwortern einen deutlichen Sieg zu schenken
Jetzt reicht's auch mir
Die (erneuten) Erkenntnisse aus den Kommentaren von Gastritis und Olaf Bühler haben mir letztlich dazu verholfen, doch noch eine Entscheidung treffen zu können...
Stimmt
Da stimme ich vollumfänglich zu.
Mich tröstet nur, dass nie wieder mit einer solchen Arroganz regiert und über die Köpfe der Bevölkerung hinweg Politik gemacht werden kann, wie Mappus und Konsorten es versucht haben.
Bei mir war heute trotz
Bei mir war heute trotz großem roten „KEINE WERBUNG“ Aufklebers am Briefkasten das CDU-Werbe-Pamphlet im Briefkasten.
Deshalb schireb ich eine e-Mail.
Text meiner heutigen e-Mail an die CDU / Herrn Peter Mauk MdL,
auf das CDU-S21 Werbepamphlet in meinem Briefkasten
---
Sehr geehrte Damen und Herren,
warum glauben Sie wohl, daß ich einen Aufkleber „KEINE WERBUNG“ an meinen Briefklasten geklebt habe???
Sollte ich nochmals einen Flyer der CDU in meinem Briefkasten vorfinden, übergebe ich die Sache an einen Anwalt.
Verschonen Sie mich zukünftig mit Ihrem teuren Werbemüll zu S21, den letztlich wieder der Steuerzahler bezahlt, vielen Dank.
Die CDU ist für mich nach dem Eurodestaster sowieso unwählbar geworden, das gleiche gilt für alle etablierten „Volksparteien“ im Deutschen Bundestag.
Politik gegen den mehrheitlichen Willen des Souveräns zu betreiben ist das Allerletzte.
Erst dem deutschen Bürger den Euro undemokratisch unterjubeln, dann die Währung mit Vollgas gegen die Wand fahren und dann mit großen Schritten alternativlos in die Fiskal- und Transferunion, widerlich sowas.
Ich fühle mich mittlerweile als deutscher Staatsbürger von Politik und Wirtschaft verraten und verkauft.
Ihr neoliberalen Euromantiker seid die „Helden des 20. und 21. Jahrhunderts“.
Ihr wisst immer zu genau, was man uns noch so an Grausamkeiten zumuten kann.
Selber fett mit Diäten gestopft und vollversorgt abgesichert, nie selbst betroffen von Leiharbeit, Arbeitslosigkeit und Hartz IV, aber dann darüber entscheiden, was man uns Deutschen alles zumuten kann.
„Ich habe fertig“ mit allen Parteien und allen Politikern!
Meine Stimme am 27.11. ganz klares JA zum Austieg und Kündigung der Verträge.
Hier in diesem nachfolgenden Link steht alles, was ich als Wähler über S21 und die Art und Weise der demokratischen Auseinandersetzung wissen muß:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=11378
Mit freundlichen Grüßen
Es wird höchste Zeit, dass
unsere Provinzfürsten, sprich Landräte, auch in Baden-Württemberg vom Souverän, dem Volk gewählt werden.
Schnaudigel-Direkt?
Da bin ich (überraschenderweise...?) d´accord mit Herrn Wallisch.
In Bayern wird es denen, die im Badischen Kraichgau leben, schon gezeigt.
Der damit verbundene Wahlkampf auf regionaler Ebene?
Warum nicht!
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