Landrat bei Dienstbesprechung der Naturschutzbeauftragten
Kreis Karlsruhe. Zur fachlichen Beratung und Unterstützung der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Karlsruhe sind sieben ehrenamtliche Naturschutzbeauftragten bestellt. In regelmäßigen Dienstbesprechungen werden die neuesten rechtlichen Änderungen vorgestellt, aktuelle Informationen gegeben und Erfahrungen ausgetauscht. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel besuchte die jüngste Dienstbesprechung, die in der Weingartener Forsthütte stattfand.
Durchschnittlich 500 schriftliche Vorgänge und ein vielfaches davon im persönlichen Gespräch haben die Naturschutzbeauftragten pro Jahr zu bewältigen. Als wertvolle Hilfe und erhebliche Arbeitserleichterung begrüßt wurde deshalb, dass alle Beauftragten mit einem Laptop ausgerüstet sind, der eine direkte Verbindung zum Landratsamtserver ermöglicht. So können vor Ort Daten wie z.B. Geodaten über Topographie, Schutzgebiete, Fauna-Flora-Habitat-Flächen oder Jagdbezirke online abgerufen werden.
Ein Diskussionspunkt waren Pflegeschnitte beim Straßenbegleitgrün: die Naturschutzbeauftragten erachten auch umfangreiche Maßnahmen wie das Auf-Stock-Setzen für fachlich angemessen, empfahlen jedoch, auch aus optischen Gründen eher punktuelle Rückschnitte. Allerdings wurde auch akzeptiert, dass ein teurer Personal- und Maschineneinsatz wirtschaftlich erfolgen muss.
Ein weiteres Anliegen der Runde war, dass das Landratsamt die Kommunen anhält, ökologische Ausgleichsmaßnahmen rascher umzusetzen. In manchen Fällen dauere dies zu lange. Die Zusammenarbeit mit der Umweltverwaltung wurde insgesamt als sehr gut bezeichnet. Vereinbart wurde, dass die Naturschutzbeauftragten in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Umwelt und Technik dem Kreistag über die Arbeit berichten. Weitere Themen waren die Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen, Neuerungen beim Bundesnaturschutzgesetz sowie Änderungen bei der LBO und der Vogelschutzverordnung.
Landrat Dr. Christoph Schnaudigel betonte, dass der ehrenamtliche Naturschutz hohen Stellenwert genießt und dankte den Naturschutzbeauftragten für ihre Bereitschaft, sich in außergewöhnlichem Maße für die Allgemeinheit zu engagieren.
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Kommentare
Ehrenamtlich...
So so, der ehrenamtliche Naturschutz hält also Verwüstungen wie an der B 35 für "fachlich angemessen". Da braucht man sich über nichts mehr zu wundern.
ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte
Wer wählt diese Fachleute aus und wer bestellt sie?