Kreis geht neue Wege bei Energieeinsparung für Gebäude

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Potenzialstudie zeigt Möglichkeiten einer CO²-freien Energieversorgung im Landkreis auf
Freitag, 13. Mai 2011 - 13:48

Kreis Karlsruhe. „Zeozweifrei" heisst das Konzept, dass die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe erarbeitet und dem Kreistag in seiner jüngsten Sitzung am 12. Mai vorgelegt hat. Es verfolgt zwei Ansätze: zum einen den Energieverbrauch durch Einsparungen langfristig zu senken und zum anderen den dann noch verbleibenden Energiebedarf komplett mit erneuerbaren Energien zu decken. Geschäftsführerin Birgit Schwegle erläuterte das Konzept und machte deutlich, dass der Energiebedarf durch gezielte Sanierungsmaßnahmen, Bestandsänderungen und effizienterem Betrieb von Gebäuden spürbar gesenkt werden kann. Anschließend zeigte sie auf, dass mit nachhaltigen Ressourcen in einem Mix aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft, Biomasse sowie Erd- und Abwärme der Energiebedarf aller 32 Kreiskommunen erzeugt werden kann - und zwar komplett „zeozweifrei". Das komplette Konzept kann unter www.energieagentur-kreiska.de gelesen bzw. heruntergeladen werden. Gesellschafter der Energieagentur sind neben dem Landkreis Karlsruhe die Stadtwerke Bretten, Bruchsal und Ettlingen sowie die Regionalgesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Aufbauend auf der Potenzialanalyse beschloss der Kreistag, an dem bundesweiten 100%-Erneuerbare Energie-Regionen-Projekt teilzunehmen mit dem Ziel, das aufgezeigte Potenzial regenerativer Energien auch tatsächlich zu aktivieren und die Energieversorgung langfristig auf erneuerbare Energien umzustellen. Des weiteren beschloss der Kreistag die Teilnahme am European Energy Award, einem Qualitätsmanagementsystem, das den Landkreis administrativ bei seinen Energieeinsparbemühungen unterstützt.

Und schließlich stimmte der Kreistag dem Einstieg in ein Energieeinsparcontracting zu. Dieses neue Instrument beinhaltet, dass zur Energieversorgung des Gewerblichen Bildungszentrums, der Handelslehranstalt und der Landratsamtsaußenstelle in Bruchsal sowie der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee jeweils eine Energiepartnerschaft mit einem „Contractor" geschlossen wird. Dieser übernimmt alle erforderlichen Investitionen, um den CO²-Ausstoß bis 2020 um 35% zu verringern. „Bezahlt" wird der Contractor über eingesparte Energie-, Wartungs- und Instandhaltungskosten, die vorher anhand einer „Basislinie" über die letzten drei Jahre ermittelt werden. Der Landkreis erhält somit ohne zusätzliche Investitionen eine zeitgemäße Wärmeversorgung mit weniger Emissionen. Der Kreistag beauftragte die Verwaltung mit einer entsprechenden Ausschreibung, um einen geeigneten Partner zu finden.

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