Kraichtal: Motorradfahrer über 60 Meter weit geschleudert - schwer verletzt

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Montag, 26. März 2012 - 14:10

Schwere Fußverletzungen hat ein 24 Jahre alter Motorradfahrer am Sonntag gegen 15.50 Uhr bei einem Unfall auf der Landesstraße 635 bei Kraichtal erlitten.

Nach den Feststellungen der Bruchsaler Verkehrspolizei hatte eine von Menzingen nach Odenheim fahrende 25 Jahre alte Pkw-Lenkerin auf Höhe des Gemeindeverbindungsweges nach Tiefenbronn wenden wollen und dabei zwei offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit nachfolgende Motorräder übersehen. Während es dem einen Fahrer noch gelang, zwischen Pkw und linker Fahrbahnbegrenzung hindurchzufahren, prallte sein Begleiter gegen das linke Vorderrad des Wagens und wurde in der Folge über 60 Meter weit in den angrenzenden Acker geschleudert. Sein Zweirad blieb von der Anstoßstelle zwölf Meter entfernt liegen.

Die angegurtete Autofahrerin erlitt beim Unfall leichtere Blessuren. Zur Versorgung der beiden waren der mit dem Rettungshubschrauber herbeigeeilte Notarzt und ein von der Wache Menzingen ausgerückter Rettungswagen im Einsatz.

Zur Klärung der von dem Kradfahrer gefahrenen Geschwindigkeit wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe ein Sachverständiger hinzugezogen.

Die Verkehrspolizei gibt in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass dem jungen Mann die schweren Verletzungen womöglich erspart geblieben wären, wenn er zu seiner Schutzbekleidung statt Halbschuhen Stiefel getragen hätte.

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Kommentare

Naja......

"offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit ...."

Sonntag war wieder Monte Carlo was Motorradfahrer angeht.
50 km/h kennen die ja gar nicht. Irgendwie langweilen mich solche Artikel, da ich kein Verständnis für diese Saison-Raserei habe.Sollnse sich doch die Köpfe einrennen..... 

Alle über einen Kamm geschert

Deutsche sind Nazis, Italiener essen nur Spaghetti und Spanier tanzen immer nur Flamenco. Und Motorradfahrer sind eben alles nur Raser.

Schön, wenn das Weltbild an den eigenen intellektuellen Horizont angepasst wird und alles wunderbar in die Schublade der Stereotypen passt.

Ich fahre seit 33 Jahren Motorrad und unter den Bikern gibt es genauso viel oder wenig Raser wie unter den Autofahrer, die ja bekanntermaßen zwischenzeitlich zum einem erklecklichen Teil nicht mal mehr wissen, wozu beispielsweise ein Blinker eingesetzt wird.

Oder einfacher ausgedrückt: selten so einen wenig geistreichen Kommentar gelesen. Aber Hauptsache, alle über einen Kamm geschert.

Danke Detlev

Ich möchte noch zu bedenken geben, dass das Motorradfahren mit angepasster Geschwindigkeit höchst gefährlich wird. Ich fahre auch seit über 20Jahren (Supersportler) und hatte keine nennenswerten Situationen bis ich auf ein "gemütliches" Bike umgestiegen bin. Dieses Dahincruisen und "an die Geschwindigkeit halten" bringt mir fast täglich gefährliche Situationen mit Pkws.

Eine solche Rücksichtslosigkeit ist mir zB im benachbarten Ausland bisher noch nicht untergekommen. Irgendwie steckt man nun jedoch im Zwiespalt...wieder Gas geben und die Gefahr minimieren gleichzeitig den Führerschein riskieren oder anständig fahren und seinen Hals riskieren...

Der Neid der Besitzlosen und der Unwissenden lässt so manche unüberlegten und geistig schwachen Beiträge zu. Wenn die, die nicht wirklich Autofahren können, es sein lassen würden, wären die Strassen allerdings leer...

Die STVO ist nicht mein Feind

Die Straßenverkehrsordnung ist nicht mein Feind. Das wurde mir deutlich, seit ich vor nahezu 10 Jahren auch motorisiert (wieder) auf 2 Rädern unterwegs bin. Weil man weiß, welche unangenehmen Folgen das haben kann, fährt man erheblich aufmerksamer durch die Gegend.
Ich muss leider, da die Sinne so geschärft sind, mit einem gewissen Erschrecken feststellen, was sich Autofahrer in der Regel so leisten.
Schlimm wird es, wenn der Beifahrersitz besetzt ist. Ständig wenden sich die Köpfe der ins Gespräch vertieften Fahrer(rinnen, -besonders extrem-) vom Verkehrsgeschehen ab und den Gesprächspartner(innen -brandgefährlich!) zu. Es geht noch besser: der Handygebrauch ohne Freisprech bei mindestens 50 kmh in der Dreißigerzone ist eher die Regel als Ausnahme. Dass hierbei das Setzen des Blinkers zu einem Handlungskonflikt der Fahrer/in führt,
ist auch für passionierte Fußgänger leicht einsichtig. Der ständige Zwang vieler PKW-Lenker/innen, sich beim Fahren innerorts mit dem Auffüllen des Mageninhalts aus Flaschen beschäftigen zu müssen, ist gesellschaftlich genau so toleriert wie das Anfackeln diverser Tabakwaren.

abankor (Kontakt der Redaktion bekannt) am 27. Juli 2012 - 18:16. ) meint: "Ich möchte noch zu bedenken geben, dass das Motorradfahren mit angepasster Geschwindigkeit höchst gefährlich wird."
Ich halte nur dagegen, dass das vermutlich eine Wahrnehmungstäuschung ist. Wer mit dem Kraftrad schnell unterwegs ist, muss mit engem Blickwinkel seinem Kurs weit voraus sein. Je schneller der Motorradfahrer fährt, um so eingeschränkter ist er bei Ausweichmanövern.
Dummerweise übersieht man beim Schnellfahren, was sich beidseitig der Fahrbahn tut. Grasende Rehe am Fahrbahnrand an der A5 wie an der B500 haben mich schon als Autofahrer etwas beunruhigt, Kaninchen und Wildschweine werden sich mit Verkehrsregeln auch nicht auskennen. Nachmittags kurz nach 17 Uhr standen mir gerade vor zwei Jahren auf der K3579 (zwischen Forschungszentrum und Friedrichstal ) VIER Damhirsche auf der Fahrbahn vor dem Vorderrad. Gut, dass ich die dort angezeigte Höchstgeschwindigkeit von 80 kmh nicht eingehalten habe (mein Hobel geht locker doppelt so schnell), sondern zum Ärger mancher PKW-Fahrer dort erheblich langsamer gefahren bin.
Im Übrigen schadet es nicht, auf die Kreuze und Gedenkstellen an Fahrbahnrändern zu achten und ein paar Gedanken darüber zu verschwenden, weshalb die gerade dort stehen.

Es geht um Sekunden

Gut beobachtet, Gastritis. Zwei km weit in einer 30er Zone mit 30 km/h zu fahren würde würde 4 Minuten dauern. In der gleichen Zone mit 60 km/h durchzubrettern spart effektiv 120 Sekunden. Und auf die kommt es schließlich an.

Dass Automobilisten erst in die Eisen steigen, um anschließend zu blinken - da war wenigstens der gute Wille da. Aber es ist auch so ein Kreuz mit dem Blinken - im Kreisverkehr kommen sie völlig durcheinander.

Beim Anfackeln diverser Tabakwaren bin ich mir der Schädlichkeit nicht so sicher. Da frage ich mich eher, wie würde der wohl fahren, wenn er nicht rauchen dürfte?

Das Auffüllen des Mageninhalts aus Flaschen beim Autofahren ist gewollt, moderne Autos haben dazu extra ausklappbare oder eingebaute Trinkbecher- und Flaschenhalterungen. Vor allem auf kurzen Strecken innerorts ist ein Schluck aus der Pulle unumgänglich.

Eine Unterhaltung, ohne die Person daneben gründlich zu betrachten ist wohl unhöflich und die Straße ist doch eh immer dieselbe, scheinen manche Fahrer zu denken. Aber, das machen auch ganz Große, ich meine Fahrer mit ganz großen Fahrzeugen. Einige Fahrer des MAX-Bus schaffen es von Untergrombach bis Rendezvous mit Blick zurück zur Blondine das Gespräch am Laufen zu halten.

Dass die auf so runden Tafeln stehenden Zahlen die Höchstgeschwindigkeit bedeuten, die keinesfalls überschritten, aber jederzeit unterschritten werden darf, das wissen nicht einmal manche Verkehrsrichter und verdonnern einen Autofahrer, der die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um 20 unterschreitet, wegen Verkehrsbehinderung.

Dass das mobilephone (zu deutsch handy) dazu da ist, um jederzeit erreichbar zu sein, scheint doch außer Frage. Dass dies im Auto verboten ist, wer soll das verstehen? Das handycap mit dem handy ist dasselbe wie mit einer Zigarette. Im Notfall kann man beides fallen lassen, oder nicht? Da könnte man meinen, die STVO wäre inkonsequent. Wo wir endlich Video im Auto haben ....

Aber auch die Motorradfahrer haben schon viel verlernt. Als ich den Führerschein gemacht habe, hieß es, ein Motoradfahrer braucht denselben Raum (in der Breite) wie ein PKW. Die hat sich scheinbar geändert, die müssen alle viel schmaler geworden sein. Wo die überall zwischendurch zischen.....

Dass ein Fußgänger tunlichst aufpasst, nicht mit einem Fahrzeug zu kollidieren, ist wohl klar. Als Schwächerer kann man sich kaum das Recht des Stärkeren herausnehmen. Dass Motorradler auch die Schwächeren sind, scheint mancher zu vergessen.

Dass aber Tiere, die an Autostraßen wohnen, nicht die einfachsten Verkehrsregeln kennen, das wissen wohl die meisten Mobilisten nicht, das Zeichen mit dem Hirsch ist nur der Hinweis auf einen Tierpark.

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