Korruptionsverdacht beim Bruchsaler Schlossherrn?

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Schlösser und Gärten
Donnerstag, 22. März 2012 - 19:00

Wie aus der jüngsten Vorlage zur Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag, 27.3. 2012 hervorgeht, plant Bruchsal eine Bewerbung um die Ausrichtung der Baden-Württembergischen Heimattage 2015.

Soweit so gut! 450 Jahre Spargel in Deutschland und in Baden-Württemberg sollten ja gebührend gefeiert werden.

Mit von der Partie ist die Staatliche Schlösser und Gärten (SSG).

Laut GR-Vorlage hat „[d]er Geschäftsführer der Staatl. Schlösser und Gärten, Herr Hörrmann…bereits seine Unterstützung angekündigt.“

Man freut sich darüber, denn die SSG koordiniert ihre Tätigkeiten ja von Bruchsal aus.

Wann genau Herr Hörrmann diese Unterstützung aber zusagte und ob er überhaupt 2015 mit MP Kretschmann gemeinsam Spargel verzehren darf, steht eher in den Sternen.

Die St.Z.-online berichtete schon von einer Ausgabenexplosion bei der SSG mit Reisen nach Japan. Daneben schien laut St.Z. - wie auf bruchsal.org angedeutet - Herr Hörrmann dem Verdacht des „wulffens“ ausgesetzt (die BNN schwiegen m.W. auch heute dazu und es blühte dort buchstäblich auf S. 6 der Barock in Ludwigsburg).

Ein Bericht der Südwestpresse von heute gibt weiteren Anlass zur Sorge, Herr Hörrmann könnte 2015 verhindert sein:

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Korruptionsverdacht-truebt-Bilanz;art4319,1388932

Herr Hörrmann ist derzeit im Dienst, jedoch bestenfalls virtuell. Daneben hat er sich offensichtlich ein Schweigegelübde auferlegt.

All dies wegen Ausgabensteigerungen?

Eher nicht.

Denn ausgerechnet ein Kurzurlaub beim notorischen Party-Löwen Manfred Schmidt steht u.a. im Raum (ob die Anreise nach Spanien ökologisch nachhaltig per SSG-Carsharing erfolgte, ist nicht überliefert).

Prost Mahlzeit!

 

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Kommentare

Gefährlicher Kontakt?

Ist´jetzt jeder, der mit M.S. zu tun hatte, potentiell korrupt? Ehrlich gesagt, mein Freundes- und Bekanntenkreis ist nicht sonderlich klein; nach Studium der Presse muss ich mich allmählich auch als verdächtig einstufen, zumal es leider noch keine Zertifizierung von Privatbeziehungen gibt. Denn ohne ein ordentlichen bürokratischen Akt, der Privatbeziehungen als unbedenklich einstuft, sind diese - wahlweise - unzulässig oder bloss verdächtig.

Ich will damit sagen, man soll aufpassen nicht jedweden Privat-Kontakt (auch unter V.I.P.s) als Vorbereitung korrupter Handlungen zu definieren. Das geht entschieden zu weit. Auch Urlaube in fremden Häusern finden zunächst einmal in grundgesetzlich geschützter Privatsphäre statt.

Das Aufspüren von Korruption muß auf pauschale Verdächtigung privater Beziehungen verzichten sonst landen wir im bürokratischen Überwachungsstaat.

Das allerdings wäre das Schlimmste was uns passieren kann.

 

 

 

Es kommt eben...

immer darauf an, zu wem private Kontakte gepflegt werden. Sind diese Personen einschlägig bekannt, dann haftet dem zumindest ein "Gerüchlein" an, das die Medien verfolgen werden, denn leider hat sich nur all zu oft erwiesen, daß es irgendwann einmal anfängt zu stinken.

Ein Bürger...

... einer nordbadischen Großen Kreisstadt - der Name wird aus datenschutzrechtlichen Gründen hier natürlich nicht veröffentlicht - pflegte auch gelegentlich Urlaub im Hause eines "alten Bekannten" in Spanien zu machen.
Das war unverdächtig.
Leider war der "alte Bekannte" dann nicht so plötzlich ein großer "Inveschtor" in eben dieser Großen Kreisstadt, deren Oberbürgermeister sein "alter Bekannter" war und erfreute sich der offensichtlichen Zuneigung nicht nur dieses Oberbürgermeisters sondern auch wesentlicher Teile seiner Verwaltung (natürlich völlig ohne Zutun dieses altbekannten Oberbürgermeisters) und darin sah ein gewisser Stadtrat J. S. dann ein gewisses Problem.
Völlig zu Recht.
Die Mehrheit des Gemeinderates sowie alle zur Fach- und Dienstaufsicht sowie zur strafrechtlichen Überprüfung be- und angerufenen Behörden, Organe, Parteifreunde usw. sahen dies ebenfalls als unproblematisch an.
Das war unser "Wulff" und lange vor diesem.
Heute ginge die Sache vielleicht etwas anders aus.
Ein Mitarbeiter dieses Oberbürgermeisters, gar ein beamteter, der sich ähnliches erlaubt hätte, wäre wohl nicht so glimpflich davongekommen.
Und deswegen kommt es sehr wohl darauf an, wer mit wem wann und wie zusammensitzt.
Das sollte sich übrigens auch J. S. immer vor Augen halten.

Richtig ist natürlich, ....

... dass "Urlaube in fremden Häusern" - so wie andere auch - zunächst in "grundgesetzlich geschützter Privatsphäre" stattfinden - doch scheint mir das mal wieder eine der im Werkzeugkasten von Jürgen Schmitt nicht unbekannten Nebelkerzen zu sein - ähnlich der Wulff'schen Bemerkung, dass er "nicht in einem Land leben wolle, in dem es nicht möglich sei, bei einem Freund zu Gast zu sein" (oder sinngemäß ähnlich): Es geht nämlich am Kern der Sache ebenso vorbei wie der Rundblick im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis des örtlichen Steuerberaters, der - jedenfalls als solcher - mangels Amtsträgerschaft zunächst unverdächtig bleiben darf.

Ich wünschte, es wäre mir - dies war auch schon anders - noch immer möglich, ohne Argwohn auf Wohltaten geneigter Gönner gegenüber öffentlichen Entscheidungsträgern zu blicken. Dies indes gelingt mir aufgrund einer nicht mehr übersehbaren - wenn auch dennoch hoffentlich in Minderheit befindlichen - Anzahl von "Grenzgängern", deren lediglich prominentester und kürzlichster Vertreter für den Betriff des "Wulffen" Pate gestanden hat, nur noch schwer. Herr Schmitt mag sich für das verdorbene Klima bei den Personen bedanken, die die verbrannte Erde hinterlassen haben, ob das nun mit Bordellbesuchen verwöhnte Gewerkschafter, Bundespräsidenten oder aktuell auch kassenärztliche Bundesfunktionäre sind. Nicht zu vergessen auch "g'schmackige" Brusler Verbandelungen jüngerer kommunaler Vergangenheit, über die man den Schmitt Jürgen in kleiner Runde selbst schon wortreich schwadronieren hören konnte.

Bemerkenswert daneben der Hinweis auf die "V.I.P."s, von dem ich mir noch nicht ganz erklären kann, wie ich ihn verstehen soll: als selbsterklärende Rechtfertigung dafür, dass all denen, die sich im Zweifel wohl meist selbst nur hierfür halten, aufgrund dieses Status anderes gestattet sein muss, als uns restlichen O.P.s sollte es doch sicher nicht gemeint sein.

Oder?

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