Kleine Geschichte der Innenstadtentwicklung von Bruchsal und ein ganz kleiner Ausblick

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Es begann mit C & A und der Neugestaltung des Friedrichsplatzes
Samstag, 2. April 2011 - 16:36

Bruchsal wird wieder attraktiv - das werden wir an diesem Wochenende (morgen ist verkaufsoffener Sonntag) sehen und die mittlerweile geradezu sprichwörtlich gewordene Gleichung "Bruchsal = Trübsal" gehört - demnächst wohl vollständig - der Vergangenheit an.

Sprechen wir nicht mehr von den Gründen des jahrzehntelangen Abstieges unserer Stadt; reden bzw. schreiben wir lieber vom Aufstieg.

Friedrichspalais

Friedrichspalais

Begonnen hat der Aufstieg, vielleicht fast schon vergessen, mit dem Bau des sogenannten „Friedrichspalais" in der Friedrichstraße, gegenüber von dem Sparkassengebäude. Jahrzehntelang ein hässlicher Parkplatz im Herzen der Stadt, war der Bau des Friedrichspalais - und vor allem die damit verbundene Ansiedlung des Bekleidungsunternehmens „C & A", aber auch anderer Einzelhandelsgeschäfte, der Startschuss zum Aufbruch in eine neue, moderne Bruchsaler Innenstadt. Auf Druck von C & A wurden endlich die in der Schublade liegenden stadtplanerischen Vorstellungen zur Neugestaltung des Friedrichsplatzes und des restlichen Teiles der Hohenegger- und Schulstraße verwirklicht.

Diese Neugestaltungen wurden zwar, wie damals (!) in Bruchsal üblich, nur kritisiert, machten aber deutlich, dass das Stadtzentrum von Bruchsal Entwicklungspotential hat und schufen bisher fehlende Aufenthaltsqualität auch "in räumlicher Tiefe".

Lampen vor dem Rathaus

Nach diesem ersten Schritt zur Aufwertung unserer Stadtmitte, wurde im Gemeinderat (unter Beteiligung des Autors dieser Zeilen) die Neubebauung des alten Marktplatzes gefordert. Es wurde rasch klar, dass auch wegen der innerstädtischen Attraktivität des Areals sowie des neuen Umfelds jetzt viele Investoren bauen wollten. Der Gemeinderat konnte sich zwischen sechs Interessenten, darunter das Unternehmen "ECE Projektmanagement", entscheiden.

Das Ergebnis kennt mittlerweile wohl jeder, die Rathausgalerie ist seit dem Spätjahr des letzten Jahres fertig gestellt, die Gestaltung der Plätze um die Galerie nehmen Formen an, so auch der noch namenlose Platz zwischen Ernstings's Family und Sparkasse.

Lausbubenbrunnen

Lausbubenbrunnen auf dem namenlosen Platz

Für dieses noch unbenannte Plätzchen gibt es im übrigen mittlerweile eine neue, wohlklingende Benennungsidee: „Am Königshof". Mit diesem Namen wäre der Bezug hergestellt zu dem Königshof, der an dieser Stelle vermutet wird.

Im Gemeinderat konnte dann auch noch, gegen erhebliche Widerstände, zusätzlich der Umbau des Parkplatzes zwischen Stadtkirche und Betten-Mangei in den Babette-Ihle-Platz durchgesetzt werden. Das Ergebnis kann sich schon jetzt sehen lassen.

Lampen auf dem Babette-Ihle-Platz

Lampen auf dem Babette-Ihle-Platz

Nur mit dieser innerstädtischen Entwicklung konnte es gelingen, den Mode-Jost nach Bruchsal zu holen, wodurch der fast schon beschlossene Umbau der Obergeschosse der Schneider-Ruine in Wohnungen oder gar in ein medizinisches Versorgungszentrum, vermieden wurde. Der „Jost" ist - im Gegensatz zum wesentlichen Teil der Unternehmen der Rathausgalerie - kein Handelsbetrieb für den täglichen Bedarf. Somit erfüllt der Mode-Jost die notwendige „Magnetfunktion" des Mittelzentrums Bruchsal für das Umland.

Wohnzimmerlampe auf dem Babette-Ihle-Platz

Wohnzimmerlampe auf dem Babette-Ihle-Platz

Wie muss es weiter gehen? Was fehlt noch? Noch zu realisieren wäre die Schlosspromenade zwischen Jost und Schloss sowie die Bebauung des Parkplatzes am Bahnhof (Bahnstadt-Ost). Das letztere Projekt dürfte demnächst eingetütet sein und ebenfalls Bruchsal als Einzelhandelsstandort erheblich aufwerten. Es muss nur noch gelingen, die Verbindung zwischen Bahnhof und der eigentlichen Innenstadt aufzuwerten, beispielsweise durch Bau eines Gastronomie-Pavillons im Luisenpark.

Planungen zur Schlosspromenade werde ich in einem anderen Beitrag vorstellen.

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Kommentare

"Am Königshof" also

Also genau das, was nach den geheimen Gebeten aller interessierten Kreise an dieser Stelle im relevanten Zeitraum unter gar keinen Umständen gefunden werden durfte.

Oh heiliger Hypokrit, bitte für uns!

Am Königshof?!

Nein, bitte nicht. Frühestens dann, wenn die Lage des Königshofes an dieser Stelle wirklich eindeutig gesichert ist.

Königshof!

Man hat etwas gefunden, wollte es plötzlich aber nicht mehr genauer wissen!
Zukünftige Generationen sollen auch noch was zum Buddeln haben.

Was fehlt noch? BTMV-Neuausrichtung

Herr Schmitt hatte hier ja vor einiger Zeit gefragt: "Was fehlt noch?" Es fehlt u.a. die lange angekündigte Neuordnung der BTMV. Tut sich auf diesem Felde etwas, hat sich etwas getan oder wird weiter hinter verschlossenen Türen agiert? Täglich werden ja bei der BTMV trotz (oder gerade wegen...) Konzeptionslosigkeit weiter ca. 3000 Euro Miese eingefahren...

Zwar gibt es derzeit keine Pressemitteilungen des Büros, die die sensationellen Erfolge auf Messen etc. beschreiben, aber wie ist dies zu deuten? Kommt die Neuausrichtung nun? Welchen Weg wird man in der Chefetage der BTMV "beschreiten"? Manches erinnert fatal an Vorgänge zu Zeiten der ehemaligen BTMV-Chefin Kurstak (O-Ton- das BÜZ unsere gute Stube...)

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