Jusos Bruchsal zu Gast bei den Jusos Bad Schönborn

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Neue Ideen für eine gute Zusammenarbeit
Dienstag, 17. April 2012 - 22:43

Die Jusos Bruchsal besuchten am 12.04.2012 die Junge Runde der Jusos Bad Schönborn. Auf dem Programm standen vor allem Vorschläge und die Planung verschiedener Veranstaltungen der befreundeten Bad Schönborner Jusos. Es wurden jedoch auch gemeinsame Aktionen geplant. So soll u.a. ein gemeinsamer Workshop zum Thema Jugendsozialarbeit stattfinden. Darüber hinaus möchten die beiden Juso-Arbeitsgemeinschaften sich kritisch mit den Wurzeln der SPD auseinandersetzen. Hierzu wird eine Veranstaltung stattfinden, die sich mit dem Demokratischen Sozialismus und der Sozialdemokratie als ursprüngliche Ideen der SPD befassen wird.

Zur selben Zeit trafen sich Mitglieder und Interessierte der Piratenpartei zum politischen Stammtisch. Natürlich sorgte dies bei uns für ausreichend Gesprächsstoff. Wir fragen uns, wie der aktuelle Zulauf zur Piratenpartei zu erklären ist, einer Partei, die bisher vor allem durch die Abwesenheit echter Inhalte geglänzt hat. Führt man sich vor Augen, dass die Piratenpartei keine Antworten auf die wichtigen Fragen unserer Zeit aus den Bereichen Bildung, Umwelt und soziale Gerechtigkeit parat hat, kann sich der rasante Anstieg dieser Partei nur durch Protestwähler/innen erklären lassen, die mit den aktuellen Strukturen unzufrieden sind. Wir Jusos nehmen dies ernst und setzen uns für mehr Bürgerbeteiligung und ein Gehör seitens der Politik ein. Unsere Landesregierung hat einen ersten Schritt hierzu bereits getan, indem sie über Stuttgart 21 hat abstimmen lassen.

Wir Jusos möchten als Bindeglied zwischen den jungen Menschen und der SPD fungieren. Wer mitmachen und sich für die Jugend im Ort politisch und sozial engagieren möchte, ist daher gerne willkommen. Interessierte können sich direkt mit uns in Kontakt setzen oder einfach zur nächsten monatlichen Ansprechbar – unserem Stammtisch in Bruchsal - vorbeischauen. Termine können auf unserer Homepage www.jusos-bruchsal.de eingesehen werden.

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Kommentare

Kein Programm? Keine Inhalte?

Guten Morgen liebe Jusos,

mit Erstaunen stelle ich fest, dass Ihr knapp die Hälfte Eures Artikels benötigt, um Euch an der Piratenpartei abzuarbeiten. Leider enthält der Artikel einige Unrichtigkeiten, die ich gerne richtigstelle:

  • Ja, wir Piraten haben Inhalte. Ganz viele sogar. Man kann sie unter http://t.co/2J9cWTJt einsehen. Und das politische Konzept unserer Partei hat der bekannte Blogger Michael Seemann (der übrigens meines Wissens selbst nicht Pirat ist) auf seinem Blog sehr schön erläutert: http://t.co/WmzmNP8x
  • Unter den angegebenen Quellen findet man auch unsere Antworten etwa zu Fragen von Bildung und Umwelt. Die übrigens zumindest zum Teil von den Ideen Eurer Mutterpartei nicht so sehr weit entfernt sind. Wie wäre es mit einer Zusammenarbeit in Sachfragen statt uninformiertem Gebashe?
  • Was die Frage der sozialen Gerechtigkeit angeht, sind wir mit unserer Idee der sozialen Teilhabe via bedingungslosem Grundeinkommen auf einem guten Weg. Als Mitmachpartei laden wir alle ein, sich an der Ausarbeitung zu beteiligen.
  • Zugegeben: Unseren Zulauf bei den Wählern haben wir zum Teil bestimmt auch Protestwählern zu verdanken, die mit den herrschenden Verhältnissen unzufrieden sind. Aber wir haben unseren Zustrom den Analysen zufolge ja eben nicht bei den Extremen geholt, sondern praktisch vollständig aus den Reihen der Wähler etablierter Parteien und der Nichtwähler. Und als Demokraten solltet Ihr uns verdammt noch mal dankbar sein, dass wir die Menschen wieder an die Urnen holen. Ich bin darauf extrem stolz. Wenn Ihr möchtet, dass diese Menschen SPD wählen, macht ihnen entsprechende politische Angebote.
  • Wenn die Jusos sich so sehr für "mehr Bürgerbeteiligung und ein Gehör seitens der Politik" einsetzen, finde ich als Pirat das sehr erfreulich. Auch hier können wir zusammenarbeiten. Ich frage mich allerdings: Warum fangt Ihr erst jetzt damit an?
  • Zu guter Letzt: Die Volksabstimmung zu S21 war eine gute Sache. Wir danken den S21-Gegnern, vor allem aber den Landes-Grünen dafür, dass dies durchgesetzt werden konnte. Übrigens gegen massive Widerstände sozialdemokratischer Politiker. Meine Gedanken zur Volksabstimmung habe ich hier niedergelegt: http://bit.ly/IWXtRj

Ich hoffe, dass ich Euren Informationsstand ein wenig verbessern konnte. Für Rückfragen steht der Vorstand des hiesigen Kreisverbandes der PIRATEN sicher gerne zur Verfügung.

Viele Grüße
Christian Alkemper
Pirat

Danke..

..an Christian für dieses Statement.

Ich habe oft genug Kooperationsbereitschaft signalisiert, denn thematisch sind wir ja eigentlich nicht so weit voneinander entfernt.

Umso mehr bin ich enttäuscht vom Auftreten der JuSos.

Trotzdem sollten wir nicht übersehen, dass der eigentliche Gegner woanders sitzt. Ich werde mich vereinbarungsgemäß zurückhalten, auch wenn es mir äußerst schwer fällt.

Die JuSos kann ich "trotz Inhalten" gar nicht so ernst nehmen, als dass ich mich über diese NPD-Frozzelei allzu lange aufrege.

Noch eine Anmerkung zu S21 und Volksentscheide

Wenn die SPD so sehr für Bürgerbegehren und Volksabstimmungen ist, könnten Sie doch mit ihrem Seniorpartner, den Grünen an einer Absenkung des Quorum von derzeit 33% auf beispielsweise 10% oder noch besser 0% arbeiten! Liebe Jusos oder SPD, wie ist hierzu der stand der Dinge?

Die SPD setzt sich schon

Die SPD setzt sich schon lange für mehr Bürgerbeteiligung ein. Nur solange keine verfassungsändernde Mehrheiten (2/3) zustande kommen geht es halt nicht.

Die Piraten haben ein Grundsatzprogramm. Stimmt. Für eine Partei die in den Parlamenten und Regierungen mitbestimmen möchte find ich es aber reichlich dünn und einseitig. Für die heute zu bewältigenden Probleme unzureichend. Merkt man in jeder Talkshow mit Piratenbeteiligung: "Habe ich noch keine Meinung. Müssen wir uns noch abstimmen" etc.

 

Quorum: Null Komma Josef - und über was stimmen wir wohl ab?

Hallo Herr Schwiebert, verehrte Piraten

"Quorum Null": das versetzt selbst Befürworter direkterer Demokratiebestrebungen in Staunen. Verstehe ich Sie richtig?

Also:

Wenn überhaupt, wie bisher 10 000 Unterschriften auf Landesebene für den Antrag auf ein Volksbegehren. Darüber hinaus offensichtlich wohl keine weitere Unterschriftensammlung etc.

Und dann Einfache Mehrheit ohne Quorum...

Selbst bei Änderungen der Landesverfassung...?

Restriktionen, was an der Landesverfassung durch ein derartiges Prozedere unantastbar bleibt? Keine? (bliebe in Streitfällen, wenn überhaupt, der Staatsgerichtshof...)

Wenigsten gäbe es in BW dann öfter mal was abzustimmen...

Wie wäre es, dann auch gleich den Pseudo-Vollzeit-Landtag aufzulösen. Der Bürger hätte das Heft in der Hand, die Verwaltung setzt um. Leute wie Herr Heiler wären dann wenigstens von den Bürden der Ämterfülle und Doppelbelastungen befreit...

Daneben: Wie wäre es, die kommunale Ebene einzubeziehen? (letzteres ist grundsätzlich nicht einmal ironisch gemeint)

Themen für Bruchsal wären:

- Bahnstadt

- kommunale Initiative Erneuerbare Energien Gesellschaft (kIEEG)

MancheR fände es gar nicht so schlecht, wenn die BürgerInnen auf kommunaler Ebene über die Standorte/Standortverbote von Windrädern oder die Frage, ob die Bruchsaler ewb sich an Geschäften und den durch die Zwangsumlage der Stromverbraucher garantierten Profite des Maisanbaus zur Energiegewinnung statt zur Nahrungsmittelerzeugung beteiligen solle (letzteres verbietet sich übrigens lt. Landeswahlprogramm der Piraten 2011 - aber was stört das schon auf Kommunalebene)! 

Die Grüne Frau Birkle, eventuell im Schulterschluss mit Pirat Hartmut Schönherr, hätte(n) sicher nichts gegen derartige Abstimmungen im Sinne der BürgerInnendemokratie und garantiert ihre helle Freude...!

Man darf gespannt sein, wie sich die Grüne/Neue Köpfe/Piraten zur kIEEG in Bruchsal verhalten werden.

Ich tippe mal, Transparenz und Bürgerwillen hin oder her, im Nacken der Albtraum, eine Firma wie die Windreich AG mit ihrem vorbestraften Aufsichtsrat, Ex-Wirtschaftsminister Walter Döring, könne gar im Kraichgau am Ende den Subventions-Rahm privatwirtschaftlich abschöpfen: Augen zu und durch!

 

 

Vielleicht

fällt es auch einigen Leuten schwer die Piraten ernst zu nehmen, nur mal so am Rande....

Was Herr Streib da geschrieben hat, geht natürlich überhaupt nicht, dies ist einfach nur hinterlistige Demagogie; wobei ich einem Vorkommentator in einem anderen Thread zustimmen muss: Bestimmt haben einige wenige auch vorher die NPD gewählt, da gibts überhaupt nichts dran rumzudeuteln. Ich weiss auch gar nicht, wie man drauf kommt so eine Aussage zu tätigen, bzw. wie man im weiteren darauf kommt solch eine Aussage zu einer Headline zu machen, da fehlen einem einfach nur die Worte.

Der Gegner

Der eigentliche Gegner (wenn Morgan le Fay von Gegnern schreibt) sitzt wohl in der Bundesregierung! Wenn die demnächst die Piraten auch auf dem Land mit Soldaten jagen läßt. Flausch :-)

Stellungnahme der JUSOS

Sehr geehrte Damen und Herren, 

nachdem die von Herrn Streib geschriebene Reportage "Manche haben früher NPD gewählt" und insbesondere das Zitat einer Genossin, welches in Teilen zitiert wurde, zu großen Diskussionen und einem Leserbrief seitens eines Piraten in den BNN führte, möchten wir JUSOS Bruchsal und Bad Schönborn uns ebenfalls erklären.

Aus diesem Grund haben wir unsere Stellungnahme, die den BNN zuging, auf der Homepage online gestellt.

Wir gehen davon aus, dass die Missverständnisse nun ausgeräumt sind.

Parteien diie sich

gegenseitig zerfleischen und nur die negativen Punkte und Fehler beim "Gegner" (oder ist mit Gegner das gemeine Staatsvolk gemeint, welches man versucht für dumm zu verkaufen) suchen, machen sich unglaubwürdig und sind für mich nicht wählbar.

@gabe

Sie gehen also gar nicht wählen? Schade drum!

Kennen Sie eine Partei, die den Gegner lobt?

Vielleicht achten Sie mal weniger darauf, OB gestritten wird, sondern darauf, WORUM gestritten wird.

Hier in unserem Falle ging es auch nicht um Diskussionen zu politischen Themen, sondern um Wahrheit und Anstand und die missbrauchte "Freiheit" des Journalismus und sie hat mithin überhaupt nichts mit politischen Inhalten eines "Gegners" zu tun, der politisch nicht wirklich ein Gegner ist.

@Morgan le Fay

Selbsverständlich komme ich meiner Wahlpflicht nach, es gibt ja noch einige Splitterparteien zur Auswahl. Keine Angst, meine Stimme verfällt nicht. Unsere Volksparteien sind jedenfalls nicht dabei. Diese kann man beliebig untereinander austauschen. Hatte ich lange genug im anderen Deutschen Saat. Sie sehen, was daraus geworden ist.
Meine Aussage bezüglich des ganzen "Hick Hacks" zwischen den sogenannten "Volksvertretern" werde ich nicht revidieren. Im Prinzip ist es egal worüber gestritten wird und wer was vom Anderen in die Welt setzt. Wenn dies gerade mal ein "Journalist " war, der eigentlich nur objektiv informieren soll, dann machen Sie das mit dem Betreffenden aus und hängen es nicht noch an die große Glocke. Sie wissen ja: "Getroffene Hunde bellen".
Wer den politischen Gegner in die Tonne klopft, macht sich unglaubwürdig beim Staatsvolk. Bis jetzt sind es noch sehr Wenige, die aufgewacht sind.
Viel wichtiger ist jedoch, dem Volk plausibel und einfach zu erklären, wie der "Karren" aus dem Dreck gezogen werden soll. So jedenfalls nicht. Dann lieber eine "Sonstige".

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