Das Jugendwort des Jahres 2011: „Swag“
München, 5. Dezember 2011. „Swag“ ist das Jugendwort des Jahres 2011. Die jugendlichen Jurymitglieder und ihre journalistischen Kollegen beeindruckte die schnelle und riesige Verbreitung des aus dem US-Amerikanischen stammenden Wortes. „Swag“ landete auf Platz 1 knapp vor „Fail/ Epic Fail“ für grober Fehler bzw. Versagen. Den dritten Platz belegt „guttenbergen“ für Abschreiben, „Körperklaus“ – eine Wortneuschöpfung für Tollpatsch und Grobmotoriker – sicherte sich Platz 4 und „googeln“ für suchen, allerdings nicht nur im Internet sondern auch beispielsweise in einem Lexikon, schließt die Top Five ab. Rund 40.000 Interessierte wählten aus den 30 zur Wahl stehenden Begriffen die Top 15 für die Jurysitzung für das Jugendwort des Jahres 2011. Insgesamt wurden circa 3000 neue Begriffe eingereicht.
Die Top Five der Jugendwörter 2011 im Überblick:
1.) Swag
2.) Fail/ Epic Fail
3.) guttenbergen
4.) Körperklaus
5.) googeln
Die Meinung der Jury war in diesem Jahr erstmals deckungsgleich mit der der Internet-Voter. Bei der Internetabstimmung legte „Swag“ quasi einen Start-Ziel-Sieg hin. „Swag“ kommt ursprünglich aus dem Song „Turn my swag on“ des amerikanischen Rappers Soulja Boy. In Deutschland, Österreich und der Schweiz erlangte der Begriff große Bekanntheit durch die Coverversion des österreichischen Rappers Money Boy „Dreh den Swag auf“. Der Begriff steht für eine „beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung“ sowie eine „charismatisch-positive Aura“.
Ende letzten Jahres diskutierte die Musikszene darüber, ob Money Boy der schlechteste Rapper der Welt sei oder die neue Hoffnung des deutschsprachigen Hip Hops. Zumindest hat er mit seinem Cover „Dreh den Swag auf“ rund 14 Mio. Klicks bei YouTube erreicht und das Wort „Swag“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz in aller Munde gebracht. Nun hat es der Begriff sogar zum Jugendwort des Jahres 2011 geschafft, womit einmal mehr deutlich sein dürfte, wie schnell sich ein Begriff über das Internet verbreitet und in die alltägliche Sprache Einzug findet.
Wörtlich übersetzt bedeutet „to swagger“ „stolzieren“ und „swaggerer“ heißt „Aufschneider, Großtuer“.
Besonders interessant war für die diesjährige Jury, dass die beiden Favoriten zum ersten Mal aus dem englischsprachigen Raum stammen. So zeige sich die starke Vernetzung der virtuellen und reellen Kommunikationsebenen.
Im Gegensatz zu „Swag“ fehlte der Jury beim Begriff „Fail/ Epic Fail“ das letzte Quäntchen Originalität. „Fail/ Epic Fail“ wird zwar in der Jugendsprache häufig gebraucht, ist aber der Computerspielsprache entlehnt und dadurch vielen Erwachsenen bekannt.
„Guttenbergen“ konnte aus ähnlichen Gründen nicht zum Gewinner gekürt werden. Zwar empfand die Jury die Aktualität des Begriffs als durchaus gegeben und die Verbalisierung eines Namens sowie den gesellschaftlichen Bezug als sehr originell. Doch der Einwand der jugendlichen Jurymitglieder, das Wort sei doch schon sehr im Sprachgebrauch Erwachsener/Lehrer verankert, ließ den Begriff auf Platz 3 landen.
Platz 4 „Körperklaus“ ist ein Wort aus einem älteren Musiktitel der Gruppe „Seeed“ und erlangte neuen Ruhm durch eine Teilnehmerin der Casting-Show „Germany’s next Topmodel“. Die Häufigkeit der Einreichung des Wortes war groß, konnte allerdings nicht mit der Verbreitung der Besserplatzierten mithalten. Auch „googlen“ als jugendlicher Ausdruck für das Verb „suchen“ konnte zwar in den Top Five landen, da es seinen einstigen modernen Radius Internet verlassen hat und ebenso für das Nachschlagen in einem Lexikon Anwendung findet. Allerdings musste sich dieser Begriff in der Kategorie Originalität geschlagen geben.
Günstig Tanken
Beliebte Inhalte
Heute:
Zuletzt angezeigt:
- Bruchsal-Untergrombach: Zwei verletzte Radfahrer bei Verkehrsunfall
- Jugendgemeinderat wirbt Nachfolger mit Testwahl
- Bretten/Bruchsal: Durchsuchungen bei Mitgliedern einer rockerähnlichen Gruppierung
- Kraichtal/Philippsburg/Waghäusel: Rind ausgebüxt | Unfall auf L602 | Behinderter bestohlen
- Jugendfeuerwehr Bruchsal spendet für hilfebedürftige Kinder
Twitter Updates
Wer ist online
Veranstaltungen: Aktuelle Termine
-
Donnerstag, 24. Mai 2012 - 19:00
-
Donnerstag, 24. Mai 2012 - 20:00 - 21:00
-
Freitag, 25. Mai 2012 - 19:00
-
Freitag, 25. Mai 2012 - 20:00
-
Sonntag, 3. Juni 2012 - 11:00
Neueste Kommentare
- Dampfplauderer Christian Pfeiffer
vor 49 Minuten 38 Sekunden - ein paar Ideen / Wünsche / Hinweise
vor 3 Stunden 44 Minuten - Irreführung der Verbraucher
vor 4 Stunden 45 Minuten - Was nix koscht......
vor 5 Stunden 12 Minuten - Grad recht!
vor 6 Stunden 9 Minuten - "Bruchsaler Spargel" und "Made in Germany"
vor 15 Stunden 20 Minuten - Bruchsaler Spargel
vor 19 Stunden 6 Minuten - Link zum Spargel-FAS-Artikel
vor 20 Stunden 10 Minuten - Ein klassisches Marketing-Disaster
vor 21 Stunden 29 Minuten - Bruchsal "Spargelhochburg"?
vor 22 Stunden 6 Minuten
BRUCHSAL.ORG abonnieren
Benutzeranmeldung
Neue Mitglieder
- Genossenschaftler
- Krambambuli
- HA.NEU
- frosch01
- Schmiady






Kommentare
Auswandern?
Oder was bleibt noch?
Integrationsbambi für Bushido, "swag" ist das "Jugendwort" des Jahres, super, mein Gott, bin ich froh, keine Kinder zu haben... ;-)
Dableiben
Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe. (Keilschrifttext aus Ur, Chaldäa, um 2000 vor Christus)
Über die Jugend, ihr Verhalten, ihre Sprache, ihre Moral wurde schon zu allen Zeiten geklagt. Und es ist zu jeder Zeit richtig und zugleich falsch gewesen. Dass die Worte des Jahres 2011 auf Platz 1 und 2 keine Neuschöpfungen sind, zeugt eher von abnehmender Fantasie. Platz 5 ist m.E. kein Jugendwort, es wird ja schon seit Jahren von Greisen benutzt (z.B. Fernsehmoderatoren). Guttenbergen ist auch nur ein Abwandlung von Xeroxen (früher gab es eben nur einen relevanten Kopierer).
So umwerfend fand ich nun die Wahl der Jugendworte des Jahres nicht, zumal auch zu bezweifeln ist, ob diese repräsentativ war. Also, was bleibt noch? DABLEIBEN !
Übrigens, Peter Maffey hat sich ganz schnell wieder von Bushido distanziert. Und ein Bambi ist nun wirklich keine nennenswerte Auszeichnung.