Jahresgespräch der Arbeitsgemeinschaft Sport mit der Oberbürgermeisterin

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Freitag, 4. November 2011 - 12:45

Bruchsal (pa.). Die schwierige Haushaltssituation der Stadt Bruchsal bestimmte das Jahresgespräch der Arbeitsgemeinschaft Sport mit der Oberbürgermeisterin vor wenigen Tagen im Nebenzimmer des „Ratskeller“.

Vorsitzender Hendrik Kugler kam in seinem Rückblick auf die aktuellen Themen des Sports zu sprechen und erwähnte dabei insbesondere die Sportstätten und die Sportförderrichtlinien. Er war dankbar für die bisherigen Signale aus der Politik zum Haushalt 2012, wonach die Zuschüsse für die Sportvereine, vor allem hinsichtlich der Jugendförderung, nicht reduziert werden sollen. Es sei sogar denkbar, dass bestimmte, noch näher zu definierende Projekte in der Jugendarbeit, eine zusätzliche Förderung erfahren könnten.

Eine angemessene und vertretbare Erhöhung der Hallengebühren für den Erwachsenensport trägt die Arbeitsgemeinschaft Sport mit, so Vorsitzender Hendrik Kugler in seinen weiteren Ausführungen. Ebenso könne man sich vorstellen, dass von den Vereinen zur Entlastung der Stadtkasse die Pflegemaßnahmen der Randflächen von Außenanlagen übernommen werden, welche bislang durch die Stadt Bruchsal wahrgenommen wurden.

Breiten Raum nahm beim Jahresgespräch der Bau einer weiteren Sporthalle sowie die dringend notwendige Sanierung der jetzigen Sporthalle beim Freibad ein. In den zurückliegenden Jahren wurden hinsichtlich eines Neubaus verschiedene Standorte bzw. Investorenmodelle diskutiert und untersucht.

Hendrik Kugler erwähnte hierbei beispielsweise ein denkbares Grundstück im Bereich der geplanten „Bahnstadt“ entlang der Prinz Wilhelm Straße. Dieser Platz hätte den Vorteil, dass sich in unmittelbarer Nähe mit dem Justus Knecht Gymnasium, der Realschule, der Stirumschule und der Handelslehranstalt mehrere Bildungseinrichtungen befinden, die hier ihren Schulsport konzentrieren und dann auf Schülerbeförderungen, zum Teil in Nachbargemeinden, verzichten könnten.

Unumgänglich sei nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft Sport aber auch eine Generalsanierung der mittlerweile in die Jahre gekommenen Sporthalle beim Freibad. Im Zusammenhang mit der Sanierung ist auch eine Vergrößerung dieser Halle denkbar, wodurch dann Großsportveranstaltungen dort möglich wären.

Erfreut zeigten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft über die neue „Interessensgemeinschaft Sportzentrum“, der die im Sportzentrum ansässigen Sportvereine angehören. Die dortigen Vereine wollen in Zukunft mit einer Stimme für das Sportzentrum werben und auftreten, hierfür ist die Vernetzung untereinander eine wichtige Voraussetzung. Im Sportzentrum sind über 5000 Mitglieder in den dortigen Vereinen registriert.

Insgesamt sieht die Arbeitsgemeinschaft Sport die Sportentwicklung in unserer Stadt auf einem richtigen Weg, die Kommunikation und Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung sei konstruktiv.

Oberbürgermeisterin Petzold–Schick dankte in ihrer Stellungnahme dem Gremium für den offenen Meinungsaustausch und lobte vor allem das Bekenntnis der Arbeitsgemeinschaft zu einem nachhaltigen Haushalt für nachfolgende Generationen. Sie versprach den Gesprächsteilnehmern weiterhin Respekt und Anerkennung gegenüber dem Ehrenamt in den Vereinen.

Ihr ist bei der Fortschreibung der Sportförderung die Gerechtigkeit und Transparenz unter den Vereinen ein großes und wichtiges Anliegen. Die Jugendarbeit muss bei der kommunalen Bezuschussung den aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen angepasst werden. Sie sei bereit, dem Gemeinderat bei entsprechenden Projekten im Jugendbereich vorzuschlagen, hierfür einen Teil der Mehreinnahmen aus den Hallenentgelten gezielt zu verwenden.

Der Neubau einer Sporthalle sei aus ihrer Sicht finanziell für die Stadt nicht darstellbar. Selbstverständlich stehe man jedoch für Angebote und Gespräche Dritter ergebnisoffen zur Verfügung. Hinsichtlich einer angedachten Sanierung der Sporthalle beim Freibad haben Maßnahmen, die der Sicherheit dienen, oberste Priorität. Darüber hinaus gehende Investitionen müssen kommunalpolitisch aufgearbeitet werden.

Den schwimmsporttreibenden Vereinen versprach die Oberbürgermeisterin, sich bei den Stadtwerken dafür einzusetzen, dass es zu keinen Reduzierungen im Trainings – und Wettkampfbetrieb kommen darf.

Abschließend kam Oberbürgermeisterin Petzold–Schick auf das kommende Jahr zu sprechen. Die Technologieregion richtet 2012 mit ihren Mitgliedsstädten und Gemeinden in unserer Region das „Sportreich“ aus. Am 23. September haben die Kommunen zusammen mit den Vereinen die große Chance, den Medien und der Bevölkerung zu zeigen, welche wichtige Rolle der Sport in unserer Gesellschaft einnimmt.

Die Stadt Bruchsal bittet schon jetzt die Vereine um ihre Mitwirkung an diesem Tag.

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Kommentare

Neue Sporthalle?

... der Herr Kugler hat vielleicht Sorgen! Griechenland ist überall.

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