Ja was denn nun? Killerspiele als Ursache für Amokläufe?
Nach dem schlimmen Amoklauf in Winnenden waren sie wieder allüberall zu hören: Die Forderungen nach einem Verbot von sogenannten Killerspielen und die Forderungen der Schusswaffenlobby, auf keinen Fall Schusswaffen zu verbieten, da dadurch das deutsche Vereinsleben schwer geschädigt würde und es überhaupt nicht feststünde, dass es irgendeinen ursächlichen Zusammenhang zwischen Schusswaffengebrauch und Amokläufen gäbe.
Nun denn, die Schusswaffenlobby hat sich durchgesetzt, es gibt eine Verschärfung des Waffengesetzes insbesondere hinsichtlich der Aufbewahrung von Schusswaffen. Allerdings mit Bestimmungen, deren Durchsetzung allein schon aufgrund Personalmangels der Behörden nicht überprüft werden kann.
Bleibt also noch Diskussion um die sogenannten Killerspiele (wie bespielsweise Counter Strike) als Einstieg in eine Karriere als Amokläufer.
Zur Debatte um die Gefährlichkeit von Computerspielen steuert die Texas A & M International University nun ganz neue Antworten bei und zeigt, dass die Diskussion und die "Problemlösung" doch nicht ganz so einfach sind, wie es unsere Politiker immer gerne darstellen.
Nach Professor Christopher Ferguson von der A & M University ist es Spielern von „Gewalt"spielen und Ego-Shootern leichter möglich, Stress zu bewältigen oder gar abzubauen. Angeblich senken Ego-Shooter die Gewaltbereitschaft und Depressionen seien seltener. So sollen Konsumenten solcher Programme entspannter und sogar weniger feindselig gegenüber ihren Mitmenschen sein. Hier der Artikel bei PC-Welt: Gewaltgames sind gut gegen Stress.
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Kommentare
Schießstände auf dem Schulgelände
Werden dort Counter Strike-Spieler oder Amokläufer ausgebildet?
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/politik/olching-be...
Unsachliche Hetze
Ach, wie schön und hilfreich wäre es, wenn all die vermeintlichen Gutmenschen, die immer wieder gegen Waffenbesitz, Waffenbesitzer, Schützenverein usw. polemisieren über ein Mindestmaß an Toleranz und Sachkunde verfügen würden - also über genau die Eigenschaften, die sie immer wieder von den Waffenbesitzern und Sportschützen einfordern.
Dann käme es nämlich nicht vor, dass in solchen Artikeln - wie hier wieder geschehen - ganz absichtlich völlig verschiedene Dinge in einen Topf geworfen werden.
Bei dem hier geschilderten Bauvorhaben handelt es sich offensichtlich um Schießstände für (waffenbesitzkartenfreie) Druckluftwaffen. Warum der mit der Abbildung einer Revolvermündung samt Waffenbesitzkarte aufgemotzt wird, bleibt das Geheimnis des Verfassers. Oder doch nicht?
Dummheit? Nein - Stimmungsmache. Keine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema selbst, die wahrhaftig notwendig gewesen wäre. Auch ich halte den Bau eines Druckluftwaffen-Schießstandes auf einem oder in der unmittelbaren Nähe eines Schulgeländes für, vorsichtig ausgedrückt, höchst bemerkenswert.
Aber dann muss man sich eben mit den offensichtlich besonderen Verhältnissen in dieser Gemeinde und der Haltung der Mehrzahl ihrer Bürger zu Schußwaffen und Schützenwesen auseinandersetzen und nicht so platt und tendenziell daherschreiben.
Damit werden wieder nur die ebenso abzulehnenden Reaktionen gewisser Schützen und Waffenbesitzer provoziert (will man das???), die ihrerseits nicht bereit sind, anzuerkennen, dass sich die Zeiten gewandelt haben und dass es dem SchießSPORT heute weniger denn jeh dient, mit möglichst großkalibrigen Schußwaffen Löcher in Scheiben zu stanzen.
Den letzten Teil des Artikels
Den letzten Teil des Artikels hätte man auch in den 1990'er Jahren die "Doom"-Spieler fragen können, die als erstes ihre Rechner vernetzten um miteinander oder gegeneinander zu spielen - damals noch über ein Token Ring - Netzwerk.
Nur wäre bei uns damals niemand zur Pressekonferenz erschienen.
Oder mal jemand, der wirklich weiß,und Ahnung davon hat, was manche Menschen zum Killer macht:
http://www.daddeldepot.com/news.php?id=3330
Sehr lesenswert und eine völlig andere Sicht der Dinge, wie sie die ultrakonservative Presse lieber geheim hält. Denn dann hätte die Liste "Generic Problemlösungen, die unser Wählerklientel nicht betreffen" einen Punkt weniger.
"Man wird nicht Amokläufer, weil man ein brutales Computerspiel
"Man wird nicht Amokläufer, weil man ein brutales Computerspiel gespielt hat". SPIEGEL-ONLINE:
http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,739509,00.html