Internetportal „zeozweifrei“
Kreis Karlsruhe. Der Landkreis Karlsruhe kommt seinen Klimaschutzzielen Schritt für Schritt näher. Mit dem Internetportal www.zeozweifrei.de bietet die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe GmbH seit dem 1. August 2011 umfassende Informationen darüber, wie Energie eingespart werden kann und welche Potenziale an erneuerbaren Energien im Kreis Karlsruhe vorhanden sind. Basis hierfür ist das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderte Energie- und Klimaschutzkonzept des Landkreises Karlsruhe. Im Solarkataster beispielsweise kann jeder Hausbesitzer im Landkreis nachlesen, ob sein Haus grundsätzlich für Photovoltaik geeignet ist. Hinter dem Schlagwort KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) verbergen sich verschiedene Förderprogramme. Gleichzeitig enthält das Portal umfassendes Kartenmaterial über das Potenzial jeder Stadt und Gemeinde an erneuerbaren Energien – von A wie Abwärme aus Abwasser bis W wie Wind- und Wasserkraft.
Birgit Schwegle, Geschäftsführerin der Energieagentur, sieht darüber hinaus das Portal als Plattform, auf der sich Privatleute, Kommunen und Unternehmen austauschen, eigene Projekte vorstellen und sich über andere Projekte informieren können. Für sie von besonderer Bedeutung ist der regionale Ansatz. „Das Portal verweist auf die Seite www.energieregion-karlsruhe.de .Dort sind auch Energieberater und Handwerker aus dem Landkreis aufgeführt, an die sich interessierte Personen wenden können, wenn sie kompetente Beratung beispielsweise in Sachen moderne Heizungsanlagen oder Wärmedämmung benötigen“. Denn ein großes Potenzial liegt in der Energieeinsparung. ¾ aller Gebäude im Landkreis sind älter als die 1. Wärmeschutzverordnung, also 1977, so Birgit Schwegle.
Der Landkreis hat sich gemeinsam mit der Energieagentur für den Aufbau des Portals entschieden, um allen Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu den erhobenen Daten zu ermöglichen. „Wir haben uns im Landkreis Karlsruhe ehrgeizige Ziele gesetzt, mit der Beteiligung an der 100% Erneuerbare Energie Regionen wollen wir auf lange Sicht die Energieversorgung im Landkreis vollständig auf erneuerbare Energien umstellen“, unterstreicht Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Ambitionen des Kreises. Dies könne jedoch nicht alleine gelingen, sondern nur im Verbund mit anderen. Jeder Einzelne kann seinen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Welche Möglichkeiten es dazu gibt und was andere bereits verwirklicht haben und weiterempfehlen können – dies alles ist unter www.zeozweifrei.de zu finden.
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