Ins Weltall mit Ballon und Isolierband

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Robert Harrison und seine Luftbilder
Sonntag, 28. März 2010 - 19:31

The Icarus Project

© Robert Harrison

Eine handelsübliche Digitalkamera, ein GPS-Gerät, ein Ballon und etwas Isolierband waren alles, was Robert Harrison für seine atemberaubenden Bilder aus dem Weltall benötigte, die immerhin so gut sind, dass die NASA ihn telefonisch kontaktierte. An einem Wetterballon ließ er die Kompakt-Kamera, die er mittels im Internet frei verfügbarer Software so programmierte, dass sie in regelmäßigen Abständen selbst Bildreihen auslöste, von Highburton in West Yorkshire auf 35 km Höhe steigen und bekam auf diese Weise Bilder, die so lediglich eben mit einem Wetterballon oder aber aus einer Rakete zu erzielen sind.

The Icarus Project

© Robert Harrison

Harrisons Passion, aus einem Hobby entstanden, verblüfften sogar Spezialisten der NASA, die davon ausgegangen waren, dass die von Harrison im Internet veröffentlichten Bilder mit Hilfe einer Rakete entstanden seien. Noch verblüffter waren sie angesichts der Tatsache, dass Harrison das Projekt mit einem finanziellen Aufwand von gerade mal 700 Euro realisiert hatte. Der GPS-Empfänger diente bei den bisher 5 Starts der Box jeweils dazu, das Gehäuse mit Kamera und Elektronik nach der Landung auf der Erde wiederzufinden.

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Kommentare

Solche Fotos...

sind auch mit Flugzeugen zu erzielen. Z.B. kamen "Starfighter" und "Phantom" bei Steigflug- und Höhenweltrekorden auf ca. 33 km (auf ballistischer Flugbahn), die U-2, die SR-71 "Blackbird" und die Mig 25 operieren in 25 km Höhe, wo der Ausblick ähnlich ist.

Die meisten Militärflugzeuge erreichen eine Dienstgipfelhöhe zw. 15 und 20 km, und mit "Anlauf", unter Ausnutzung eines bestimmten Flugprofils und der Höchstgeschwindigkeit, kommt auch ein "normaler Militärpilot" auf ballistischer Flugbahn (Parabel) auf 25 km und kann somit, schon ab 18 km, "Weltraumsicht" genießen (vorausgesetzt, er bekommt einen Flugauftrag dafür und damit die entsprechende "Sonderbekleidung", nämlich einen Druckanzug wie die Astronauten, nur nicht so sperrig. Zumindest war das zu meiner Zeit so, da wurde der "Starfighter" bei Abfangeinsätzen in großen Höhen mit Druckanzug geflogen. Später, als es hochreichende Luftabwehrraketen gab, war das nicht mehr nötig).

Die Sonne, die zu bestimmten Jahreszeiten um 12 Uhr mittags fast senkrecht über der Erde steht und damit, aus einer Höhe zw. 18 und 35 km betrachtet, nur dünnste Luftschichten unter sich hat, ist dann nur noch faustgroß zu sehen, wenn sie dann gegen Abend wieder in die oberen, dichteren Luftschichten eintaucht, wird sie wieder (aus einer Höhe zw. 18 und 35 km betrachtet), wegen Lichtbeugungs und -brechungseffekten, größer. Von außerhalb der Lufthülle, so wie Astronauten sie sehen, ist sie nur noch ein ziemlich heller Stern wie alle anderen.

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