IG Metall Bruchsal-Bretten: Für eine bessere Alterssicherung statt Beitragssenkung

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Montag, 6. August 2012 - 15:26

Sinkt der Rentenbeitrag im nächsten Jahr unter die 19-Prozent-Marke? "Den Beitrag senken und gleichzeitig die Rente mit 67 einführen ist absurd", sagt Eberhard Schneider, 1.Bevollmächtigter der IG Metall Bruchsal-Bretten. Er fordert, das Renteneintrittsalter nicht anzuheben und auf die Beitragssenkung zu verzichten.

"Lohnnebenkosten senken, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu steigern" - das war das Ziel der neoliberal geprägten Rentenpolitik des letzten Jahrzehnts. Den Preis für diese Politik bezahlen die Beschäftigten - mit niedrigeren Renten und schlechteren Ausstiegsmöglichkeiten. Um den Beitragssatz bis zum Jahr 2030 auf maximal 22 Prozent zu begrenzen, wurde auch schon früher mehrfach in die Alterssicherung eingegriffen. Ergebnisse dieser Politik waren die Rente mit 67 und eine Senkung des Rentenniveaus.

Ein weiteres Ergebnis dieser Politik ist: Der Rentenbeitragssatz steigt nicht, wie dies immer wieder prognostiziert wurde, sondern er sinkt zurzeit. Bereits zu Beginn des Jahres von 19,9 auf 19,6 Prozentpunkte. Nun soll er weiter sinken. Grund für die Debatte um eine Herabsetzung des Beitragssatzes ist das Plus bei den Einnahmen der Rentenversicherung. Im Juni verbuchte die Rentenversicherung ein Plus bei den Pflichtbeiträgen gegenüber dem Vorjahr von 3,9 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro.
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Kommentare

Um was geht es denn?

Die Absenkung des Beitragssatzes ist ja nicht dafür da, dass der Rentenversicherungspflichtige mehr Netto vom Brutto bekommt (zwar auch ein Effekt), sondern um die Lohnnebenkosten zu senken.Und das in einer Zeit, wo rund herum in Europa die Wettbewerbsfähigkeit viel schlechter ist, als bei uns.

Aufgrund der besseren Wettbewerbsfähigkeit gehen 60 % unseres Exports in europäische Länder, die sich dadurch immer mehr verschulden, damit wir ihnen mit Rettungsschirmen helfen können.

Also: der Kreislauf stimmt, wir liefern die Waren und schicken das Geld zur Bezahlung hinterher. Die Logik stammt von FDP, CDU, SPD ..............

Die Anhebung des Renteneintrittsalters auf Endstand 67 hat beileibe nichts mit Rentenkürzung zu tun, wie so mancher vermuten möchte. Sie ist erforderlich, damit wir aufgrund der Alterspyramide genügend Arbeitskräfte haben, so argumentiert die Politik.

Es würde mich ja nicht stören, wenn Politiker so argumentieren. Das Schlimme daran ist, dass viele Wähler und Wählerinnen das auch noch glauben! Wäre es nicht so, müßten die Umfrageergebnisse ganz anders aussehen.

Und beim Schreiben des vorletzten Satzes ist mir dieses Innen wieder aufgestoßen. Bei den Reden höre ich meist nur Genossen und Genossen, Wähler und Wähler usw. Dabei wird das Innen beim Sprechen immer so verschluckt, als wäre es peinlich auszusprechen.

Ich bin für Gleichberechtigung und deshalb möchte ich auch noch ein paar Barrikaden brechen. Ich bin für Mitgliederinnen (obwohl, geht das?) und für Zweifrauzelte, Vierfrauzelte .... In diesem Sinne

 

Clever sein!

Wer jetzt clever ist nutzt die Senkung der Beitragssätze um seine Betriebsrente aufzustocken. Netto bleibt das gleiche in der Tasche, aber die Rente aus der Zusatzversorgung ist höher. Damit habe ich nicht nur mehr Rente in der Tasche als bei der Gesetzlichen. Ich schütze mein Geld auch noch vor der Inflation, weil die privaten Versicherer, im Gegensatz zur Gesetzlichen, das Geld ansparen und verzinsen.

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