Greenpeace: Vier deutsche AKW gefährlicher als Fukushima

Greenpeace projiziert ein Grossbild-Dia auf einen Kuehlturm des Atomkraftwerks Philippsburg. Im Firmensymbol des Billigstromanbieters Yello steht:"Billigstrom ist Atomstrom". Greenpeace will mit dieser Aktion auf den Zusammenhang zwischen Billigstromanbietern und den 15 bis 20 Jahre alten Reaktorbloecken von Philippsburg und Speyer aufmerksam machen. Aufgenommen am: 19.11.1999 Copyright: © Andreas Varnhorn / Greenpeace
"Kanzlerin Merkel lügt, wenn sie behauptet, die deutschen AKW seien die sichersten der Welt"
, sagt Heinz Smital, Kernphysiker und Atomexperte von Greenpeace. "Seit Jahrzehnten werden Sicherheitskriterien so hingebogen, dass selbst die ältesten deutschen AKW sie erfüllen. Teure Nachrüstungen wurden verschleppt. Alle Schwachstellen der Reaktoren müssen nun schonungslos offen gelegt werden. Die AKW, die sich nicht nachrüsten lassen, müssen sofort stillgelegt werden."
Deutsche Sicherheitsbehälter und Abklingbecken sind Schwachpunkte
Die alten Siedewasserreaktoren Philippsburg 1, Isar 1, Brunsbüttel und Krümmel der so genannten Baulinie 69 (Planungsjahr 1969) leiden unter einem folgenschweren Konstruktionsfehler: Die Sicherheitsbehälter, die den inneren Reaktordruckbehälter mit den Brennstäben umschließen, bestehen nicht aus einer mehrere Meter starken Betonhülle wie im AKW Fukushima. Sie verfügen lediglich über eine leicht schmelzende Stahlhülle mit einer Wandstärke von wenigen Zentimetern. So könnte es bei einem Unfall schneller zu radioaktiven Freisetzungen kommen und die Freisetzungsmengen wären größer. Diese Sicherheitslücke der Siedewasserreaktoren ist nicht nachrüstbar.
Die Abklingbecken mit stark strahlenden, abgebrannten Brennelementen liegen bei den vier Siedewasserreaktoren der Baulinie 69 und bei den beiden neueren Siedewasserreaktoren Gundremmingen B und C außerhalb des Sicherheitsbehälters, im oberen Stockwerk des Reaktorgebäudes. Wie in Fukushima lagern hier sogar mehr radioaktive Brennelemente als im Reaktorkern. Im AKW Gundremmingen B und C liegen normalerweise pro Block über 200 Tonnen an Brennelementen. Bei einem Wasserverlust in den Abklingbecken wäre auch bei den deutschen Reaktoren die Strahlung derart hoch, dass sie Not- und Rettungsmaßnahmen unmöglich machen könnte.
Greenpeace ist heute zu Gast bei der Ethikkommission. Atomexperte Heinz Smital wird hier über die Risiken der Atomkraft sprechen.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Schwachstellenanalyse-dt-AKW-Fukushima.pdf | 82.53 KB |
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Kommentare
Notfallvorsorge?
Und immer wieder stelle ich mit Erstaunen fest, dass die Frage nach den angeblich so umfangreichen Vorsorgemaßnahmen für den, ach, so unwahrscheinlichen Fall des Falles von buchstäblich Niemandem gestellt wird
Angst vor der Wahrheit?