Grünes Mäntelchen für die EnBW!

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Was hat das mit Bruchsal zu tun?
Dienstag, 26. Januar 2010 - 15:39

Klimawandel

Die Badischen Neuesten Nachrichten berichteten am 20.1.2010 im Wirtschaftsteil: „Die Atomindustrie muss sich nach Ansicht des Bundesamtes für Strahlenschutz an den Milliarden-Kosten für die Schließung des maroden Atommülllagers Asse beteiligen". Der Karlsruher Energiekonzern EnBW allerdings, aus dessen Atomkraftwerk Obrigheim ein großer Teil des Mülls stammt, weigert sich und verweist im Streit um die Bergungskosten auf Verträge.

„Der Atommüll ist eindeutig in das Eigentum des Asse-Betreibers übergegangen", sagte eine Unternehmenssprecherin in Karlsruhe.

Was hat das nun mit Bruchsal zu tun? Nun, wir haben erst die feierliche Inbetriebnahme des Geothermiekraftwerkes Bruchsal zur Kenntnis genommen - mit Kosten für Bund, Land und Stadt in Höhe von 17 Mio €. Das Projekt ist ein Forschungsprojekt und von daher gesehen zunächst einmal unrentierlich. Die EnBW hat mit ein paar Milliönchen die Fertigstellung ermöglicht und lässt sich als grüner Stromerzeuger feiern. Das war auch der Sinn des Engagements in Bruchsal.

Sandmännchen

Sandmännchen im grünen Mäntelchen

Es fragt sich, warum der EnBW das grüne Mäntelchen so preiswert geliefert wurde, auch noch überwiegend mit dem Geld des Steuerzahlers finanziert. Die EnBW hat nur noch die Mantelknöpfe bezahlt - den Löwenanteil zahlten wir Bruchsaler.

Man sollte der EnBW das ganze Kraftwerk samt Bohrloch feierlich zur Gänze übergeben - gegen angemessene Bezahlung versteht sich.

Ach ja: Die PR-Abteilung der EnBW wird (zu Recht!) darauf hinweisen, dass sich der Konzern als Säule im Kampf für das Weltklima begreift (Atom + Erdwärme). Schöner wäre es, man würde endlich die Energiekosten solide durchrechnen und die bezahlen lassen, die daran verdienen. Die EnBW zum Beispiel.

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