Google Streetview: So legen Sie Widerspruch ein

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Das Unternehmen Google hat in einem Gespräch mit Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner zugesagt, den neuen Dienst "Street View" in Deutschland erst zu starten, wenn die von Bürgerinnen und Bürgern eingereichten Widersprüche vollständig umgesetzt sind.
Freitag, 13. August 2010 - 19:58

Bevor der Dienst im Internet freigeschaltet wird, müssen die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten vollständig unkenntlich gemacht werden. Auch die Rohdaten der beanstandeten Aufnahmen sind unkenntlich zu machen. Zudem erklärten sich leitende Unternehmensvertreter von Google bei dem Treffen in Berlin bereit, auch Sammelwidersprüche von Städten und Gemeinden mit den Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern zu akzeptieren. Nach Ansicht von Verbraucherministerin Aigner hätten Kommunen damit zum Beispiel die Möglichkeit, in Rathäusern vorformulierte Widerspruchslisten auszulegen und gebündelt weiterzuleiten, in die Eigentümer und Mieter von Immobilien ihre Adresse und Unterschrift eintragen können.

Was ist "Google Streetview"?

Google will detaillierte Bilder von Häusern und Straßenzügen ins Netz stellen. Dazu werden in weiten Teilen Deutschlands Straßenansichten für den Internetdienst "Google Streetview" mit Kamerafahrzeugen aufgenommen. Anschließend will "Google Streetview" die Bilder mit Häusern und Straßenabschnitten im Internet veröffentlichen. Dabei ist "Google Streetview" für Internet-Nutzer nur auf den ersten Blick ein kostenloser Service. Denn letztlich zahlen alle Bürgerinnen und Bürger dafür: mit einem Verlust der Privatsphäre, der durch das millionenfache Abbilden von Häusern und Gärten entsteht.

Bürger können widersprechen

Das Bundesverbraucherschutzministerium empfiehlt daher betroffenen Bürgern, die eine Veröffentlichung ablehnen, vorsorglich von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen, damit die Fotos nicht im Internet publiziert werden können. Im Widerspruch muss das Gebäude zusätzlich zur Adresse näher beschrieben werden (zum Beispiel die Farbe des Hauses, Balkone, markante Gebäude in der Umgebung oder sonstige Auffälligkeiten), damit es auch unabhängig von der genauen Hausnummer identifiziert werden kann.

Google Streetview

Um Verwechslungen oder Missbrauch zu vermeiden, arbeitet Google an einem Verfahren, mit dessen Hilfe Bürger ihrem Widerspruch das korrekte Bildmaterial eindeutig zuordnen können. Das Unternehmen befindet sich eigenen Angaben zufolge in Gesprächen mit den kommunalen Spitzenverbänden, um ein möglichst verbraucherfreundliches und unbürokratisches Verfahren für solche Sammelwidersprüche zu finden. Damit können künftig nicht nur einzelne Objekte, sondern gegebenenfalls auch ganze Straßenzüge bei "Street View" unkenntlich gemacht werden, wenn alle Eigentümer oder Bewohner dies wünschen.

Viele Bürger sind irritiert darüber, dass Google auf Widersprüche per E-Mail mit einer automatischen Antwort-Mail reagiert, in der angekündigt wird, nochmals auf den Absender zuzugehen, damit dieser das betroffene Objekt genauer identifiziert. Der Hintergrund hiervon ist, dass bei den Aufnahmen von Google die Hausnummern der Häuser zum Teil nicht erkennbar sind, was zum Schutz der Daten auch sinnvoll ist. Daher entwickelt Google derzeit noch ein elektronisches Werkzeug, mit dem die Betroffenen das von ihnen bewohnte Haus vor der Veröffentlichung des Dienstes identifizieren können. Auch für die Widersprüche von Personen, die nicht über Internet verfügen, entwickelt Google ein Verfahren zur genauen Identifizierung. Die Musterantwort von Google bedeutet insofern nicht, dass der Widerspruch nicht berücksichtigt wird, sondern nur, dass Google später voraussichtlich noch einmal um die genaue Identifizierung des Grundstücks bitten wird.

Das Unternehmen Google hat darüber hinaus zugesagt, die Öffentlichkeit über geplante Kamerafahrten zu informieren und Widersprüche Betroffener auch schon vor der Veröffentlichung zu berücksichtigten, indem Bilder unkenntlich gemacht werden.

Ein Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Aufnahmen der eigenen Person, von eigenen Kraftfahrzeugen und selbst bewohnten oder genutzten Gebäuden und von Grundstückseigentum kann bei Google formlos unter den folgenden Adressen erhoben werden:

  • Per E-Mail: streetview-deutschland [at] google [dot] com

  • Per Briefpost: Google Germany GmbH, Betr. Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg

Musterwiderspruch zum Herunterladen im Format DOC, RTF, PDF und ODT:

Wo Google in Deutschland Aufnahmen machen will:

Was Google dabei beachten will:

Infoblatt des BITKOM und des BMELV

Handreichung zum Vorab-Widerspruch

  • Ausführliche Informationen insbesondere über den Vorab-Widerspruch gibt der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit:www.hamburg.de/datenschutz

 

Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Kommentare

Online einspruch einlegen

Unter http://www.streetview-einspruch.de gehen aktuell minütlich neue Widersprüche ein. Bin mal gespannt, was Google damit machen wird.

Street View

Ich verstehe den Hype um Google Street View nicht ganz. Ist doch eine prima Sache, in den USA gibt es keine Probleme damit, nur wir Deutschen mäkeln mal wieder wegen der Datensicherheit rum - und auf der anderen Seite ziehen sich Millionen nackt aus, indem sie auf den Social Networks alles, aber auch alles von sich preisgeben. Nur beim Haus, da könnte ja ein Einbrecher kommen oder Kindsentführer könnten es ausspähen! Ich habe über Streetview meine Appartementanlage in Victorville, Californien, (Fairway Manor, Pebble Beach, aber auch meine anderen Locations in Texas und Arizona Jahre zuvor)), in welcher ich 1974 ein Jahr lang gewohnt habe, wiedergefunden. Glasklar kann man sogar den Türgriff der Haustür erkennen! Es hat sich nichts verändert, die Anlage mit Swimmingpool steht genau so gepflegt da wie 1974. Ich bin durch die Stadt und die Umgebung "spaziert", Erinnerungen wurden wach - eine tolle Sache!

Hin- und hergerissen

Kann mich im Moment auch noch nicht so recht entscheiden - dafür oder dagegen...?
Man weiß eben auch nicht, was daraus mal wird.

Was mich auf jeden Fall stört, ist die Höhe der Aufnahmekameras. Warum wird nicht in "Augenhöhe" - also etwa max. 1,80 m - aufgenommen, so, wie ein Spaziergänger oder beliebiger Fotograf das auch abbilden würde?

Street View

ist eine geniale Einrichtung.

Ich habe meine USA-Urlaube noch einmal durchfahren.
Das hat richtig Spaß gemacht.

Da die gezeigten Straßen alle *öffentliche* Straßen
sind, sehe ich kein Problem mit dieser Dienstleistung.

Andreas

Google-Streetview-Wahnsinn am Straßenrand

Link zu stern.de: WAHNSINN! (Manchmal ein bisschen warten, bis sich das Bild aufgebaut hat)

Thema verfehlt!

Mann, es geht doch nicht um die "Straßen" - es geht um die Häuser! Die nichtöffentlichen!
Und um die nichtöffentlichen Menschen auf den öffentlichen Straßen!!

Ob die nichtöffentlichen Menschen vor den "öffentlichen Häusern" sich gerne abbilden lassen, ist eine andere Frage...

Öffentlich

Soviel mir bekannt, ist der Straßenraum samt den dazugehörenden Häusern (von außen natürlich) öffentlich. Jeder darf darin herumlaufen und sich die Häuser anschauen, er muß sich nicht die Augen verbinden, weil diese "nicht öffentlich" sein sollen. Nichts anderes macht doch Google auch, es sieht mit den Augen der Passanten, so daß diese nun nicht mehr vor Ort gehen müssen, um sich ein Gebäude anzuschauen. Übrigens: Bisher war es auch nicht verboten, Gebäude zu photographieren (ansonsten es keine Berichterstattung gäbe, denn überall sieht man Gebäude, garantiert ohne Erlaubnis der Eigentümer) auch Luftaufnahmen sind erlaubt, auf denen man den Gebäude-Eigentümern in den Garten und den Hinterhof sehen kann. Was macht es für einen Unterschied, ob ich real durch die Straßen gehe oder virtuell - beidemale sehe ich das gleiche - nämlich öffentlichen Raum.

Herr Klappleiter

"Was macht es für einen Unterschied, ob ich real durch die Straßen gehe oder virtuell - beidemale sehe ich das gleiche - nämlich öffentlichen Raum.", meint Waldemar Zimmermann.
Nun ja, vermutlich macht es keinen, meint Frau Gastritis, denn er ist offensichtlich blind. Vermutlich würde ein Siebtklässler erkennen, dass auf obigem Bild eines Streetview-Kamerawagens sich die Kamera in rund 3 Meter Höhe befindet. Wenn Herr Zimmermann selbst das nicht erkennen kann (a) oder können will (b), sollte er sich in die Hand eines Augenarztes (Fall a) oder Neurologen (Fall b) begeben. Sollte ich ihn mit dem Fotoapparat auf der Klappleiter vor meinem Anwesen antreffen, tritt der Fall (c) ein. Der hinterlässt garantiert beim luftigen Lichtbildner zumindest ein heftiges "Aua".

Klappleiter - ab ca. 2,50m Höhe oder wie?

Herr oder Frau Gastritis (der Name ist Programm),

will also einem Menschen, der vielleicht eine Größe von 2,35m erreicht hat, das Vorbeilaufen und , man beachte die Augen sind geöffnet, gestatten.

Aber ab einer Größe von 2,36m gibt es "blaue Augen"!

Waldemar, bitte anworte auf diesen hirnrissigen Quatsch nicht.

reinhard spiegler

p. s.: meine Kamera halte ich so hoch, wie ich will!

 

Der winzigkleine Unterschied

Weil es so schön zu lesen ist, noch einmal. (O-Ton Spiegler):

"Herr oder Frau Gastritis (der Name ist Programm),
will also einem Menschen, der vielleicht eine Größe von 2,35m erreicht hat, das Vorbeilaufen und , man beachte die Augen sind geöffnet, gestatten.
Aber ab einer Größe von 2,36m gibt es "blaue Augen"!
Waldemar, bitte anworte auf diesen hirnrissigen Quatsch nicht.

reinhard spiegler

p. s.: meine Kamera halte ich so hoch, wie ich will!"

Sollte der Herr Spiegler wirklich nicht den klitzkleinen Unterschied zwischen "Hingucken" und "Fotografieren und VERÖFFENTLICHEN" erkennen?

Link zur "Panoramafreiheit"

Ein kleiner Lektüre-Tipp an die Herren Zimmermann und Spiegler:

http://www.fotorecht.de/publikationen/panorama-google-v.html

Das sollte vorerst genügen um weiteres Material zur Verfüllung des Sommerlochs zu gestalten.

Panoramafreiheit

Sagte ich's doch: Im öffentlichen Raum kann photographiert und veröffentlicht werden, was von der Straße aus zu sehen ist. Der absolut lächerliche Streit entbrennt um die Perspektive, da Google diese mit einem Mast um ein paar Zentimeter erhöht. Bezüglich dieser Google-Hysterie verweise ich auf den gut recherchierten Beitrag von Edmund Eberle hier auf Bruchsal.org
http://www.bruchsal.org/story/gejammere-%C3%BCber-google-street-view-ist...
"Das Gejammere über Google Streetview ist nicht nur scheinheilig, sondern auch beschämend".
Ich empfehle allen von Gastritis geplagten Google-Hysterikern diesen Beitrag zu lesen insbesondere diesen Link:

http://www.rp-online.de/digitale/internet/Das-falsche-Feindbild_aid_8930...

Einfach mal bei E-Rent reinschauen

http://www.koeln.e-rent.de/videomap.htm

So neu ist das gar nicht, was google streetview vor hat. Unsere Ministerin bohrt da im Sommerloch doch ganz, ganz dünne Löcher.

Alternative Sichtweisen

Google is watching you
Straßenschau für kommerzielle Zwecke: Es gibt keinen Anlass, Google und seiner Datensammlerei mit Street View mehr Vertrauen zu gewähren als Lidl oder der Bahn.
Stellen wir uns vor, der Staat machte so etwas. Stellen wir uns vor, die CIA führe im Einverständnis mit den deutschen Behörden und im Zuge des Anti-Terror- Kampfes mit Kameraautos durch die deutschen Straßen, um “Schläfer” aufzuspüren. Oder: Das Bundesinnenministerium betriebe als Ergänzung zur Volkszählung eine Hauszählung, genannt “optische Hauserfassung”, und zu diesem Zweck führen durch die Straßen diese Autos, auf denen die Kameras montiert sind, die jede Fassade, jeden Bürgersteig und jede Garage abfotografieren.
Es käme zu einem Volksaufstand. Im Internet wäre der Teufel los. Das Verfassungsgericht würde mit Klagen bombardiert. Stellen wir uns weiter vor, es würde bekannt, dass im Zuge der optischen Erfassung (die Behörden bezeichnen das als Panne) im Vorbeifahren Daten aus privaten Wlan-Netzen abgesaugt worden sind. Karlsruhe würde dem Spuk mit einer Eilentscheidung ein Ende machen.
Quelle: SZ
aus
http://www.nachdenkseiten.de/?p=6499#h10

Jetzt sind wir mal paranoid!

Jetzt sind wir mal alle so richtig paranoid!

Als die NASA im Jahre 1977 ihre Voyager-Raumsonden ins All schickte, spendierten die Vereinten Nationen den stellaren Reisenden eine Botschaft, die die Menschheit vertreten sollte. Auf der „Voyager Golden Record" gravierte man Schallrillen, auf denen nicht nur das gemeinsame kulturelle Erbe der abendländischen Hälfte der Menschheit in Gestalt der Werke von Bach, Mozart und Chuck Berry verewigt ist, sondern auch eine Grußansprache des damaligen UN-Generalsekretärs und NS-Kriegsverbrechers Kurt Waldheim. Die Idee hinter der goldenen Schallplatte war einfach und genial: falls die Menschheit den blauen Planeten einmal in die Luft sprengt, sollten ausserirdische Forscher wenigstens einen Beweis dafür bekommen, dass es die Menschheit einmal gegeben hat - die Platte soll noch in 500 Millionen Jahren abspielbar sein.

Was hätte die Menschheit ins All geschickt, wenn Voyager nicht im Jahre 1977, sondern im Jahre 2010 ins All gestartet wäre? Die digitale Wikipedia? Oder vielleicht eine stationäre Version von Google Earth mit der Erweiterung Google Street View? Ausserirdische Forscher hätten sich mittels Street View ein hervorragendes Bild von der Menschheit machen können und sich wahrscheinlich gefragt, was das Datenloch in der Mitte Europas zu bedeuten hat. Fand dort eine schreckliche Katastrophe statt, so dass man dort keine Photos machen konnte? Wohnten dort vielleicht seltsame Eingeborenenstämme, die die Photographen von Google mit Speeren verjagten, weil sie dachten, mit einer Lichtbildaufnahme würden die Google-Datenkraken ihnen ihre Seele rauben? Fast richtig - die Eingeborenen, die Angst haben, dass ihre Häuser photographiert werden, haben zwar keine Angst davor, dass man ihnen die Seele raubt, dafür aber ...

Weiterlesen und Gefunden beim Spiegelfechter von heute

 

Google Home View

Zugegeben nimmer ganz frisch aber immer noch schön:

Bin ich ein Datensteinbruch ?

Bevor hier noch weiterer Schwachsinn ventiliert wird:

Die Aufregung in nicht unwesentlichen Teilen der Bevölkerung dieses Landes, die sich aktuell in den Medien widerspiegelt, gründet doch in einer ernst zu nehmenden persönlichen Verunsicherung der Menschen. Es gibt berechtigten Anlass zu der Annahme, dass diese sich von Bundesregierung und Bundestag im Stich gelassen fühlen.
Während erstere damit beschäftigt ist, die Freiheit in Afghanistan für die Ölbohrer unserer amerkanischen Freunde (Halliburton...) zu verteidigen, unterlässt es der Bundestag seit Jahren in sträflicher Weise, die Entwickungen auf den Gebieten der Datensammlung, Datenverarbeitung und Datenhandel angemessen wahrzunehmen und die gesetzlichen Grundlagen für einen wirksamen Schutz seiner Bürger bereit zu stellen. Auf diese Problematik weisen Fachleute und Datenschützer seit Jahren hin: http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1129157.html, http://www.weka-it.ch/praxisreport_view.cfm?nr_praxisreport=660&s=illegale
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesdatenschuetzer-kritisiert-W...
Wenn sich nun einer der größten Datensammelkraken der Welt anschickt, seine Tentakel unter aller Augen vom Staat unbehelligt durch die Straßen und Gassen unseres Landes zu schieben um diese lückenlos zu fotografieren und mit weiteren Daten verbunden zu veröffentlichen um damit Einnahmen zu erzielen ohne sie angemesesen zu versteueren http://carta.info/21172/spd-ist-gegen-google-steuer-in-deutschland/
, http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/total-unrealistisch-sark... , http://deutschland.germanblogs.de/archive/2010/01/13/google-steuer-auch-... , ist das für den Bürger der beste Beweis für seine Ohnmacht. Ist es nicht merkwürdig, dass in einem Land, in dem bis vor Kurzem noch die Krümmung einer Gurke gesetzlich geregelt wurde,
jeder Mensch schutzlos als Datensteinbruch missbraucht verden darf?

Die Sicht des Innenministers

Der FrankfurterAllgemeinenZeitung möchte man keinen undifferenzierten Umgang mit dem Thema unterstellen.

Man möge sich selbst ein Bild machen, deshalb hier zwei Links zur FAZ:

Thomas de Maizière warnt vor einem zu strengen Umgang mit Google und Street View. Ein Gesetz zum Geodatenschutz könnte im Spätjahr auf den Weg gebracht werden.
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E6569C4600D...

Google ist gefährlicher, als wir wissen wollen
"Street View" scheint dagegen harmlos. Fassaden und Bürgersteige sind öffentlich

Eine Meinung von Claudius Seidl
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EEBB93721B7...

Datensteinbruch

Es gibt ihn längst, dem gläsernen Bürger. Die Datensammelwut, auch die des Staates, ist unermeßlich, der Datenschutz ist eine Farce und zu guter Letzt geben Millionen auch noch ihre intimsten Daten im Internet freiwillig preis. Die Gesetzeslage beim Photographieren im öffentlichen Raum ist so, daß aus der normalen Augenhöhenperspektive alles Sichtbare auf und von der Straße aus photographiert und vermarktet werden darf, auch Hausfassaden. Probleme gibt es nach deutscher Rechtsprechung nur, wenn mit künstlichen Hilfsmitteln dieser Aufnahmestandpunkt verändert wird, und das tut Google mit seinem Kameramast - deshalb wohl auch das Angebot, auf Antrag Häuser zu pixeln. Offensichtlich ist der Kameramast technisch bedingt, ansonsten Google ja wohl auf "Augenhöhe" photographieren würde und somit keine datenschutzrechtliche Probleme hätte und auch keine Rücksicht auf Einsprüche zu nehmen bräuchte. Die Auseinandersetzung darüber beginnt gerade in der BRD, aber ich glaube, daß Google sich mit dem Mast durchsetzen wird.

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