Gerry Weber und der Datenschutz
Am 16.1. d.J. berichtete die Sendung "markt" über RFID-Chips in Kleidung des Anbieters Gerry Weber, der ja auch in Bruchsal verkauft.
RFID-Chips sind winzige elektronische Einheiten, mit denen man Gegenstände kennzeichnen (taggen) kann, um diese leichter zu finden, beim Transport zu lenken und einfacher wiederzuerkennen. Sie halten sogar Waschgänge in der Waschmaschine aus und benötigen keine eigene Energie-Versorgung und werden von Scannern angefunkt und ausgelesen.
Solche Scanner könnten z.B. an Ladeneingängen angebracht sein und man weiß dann schon beim Betreten eines Kunden, dass da bspw. eine Lederjacke mit dem Tag XYZ den Laden betritt, die seinerzeit mit EC-Karte/Kreditkarte von Herrn Müller gekauft wurde.
Ganz offen wurde von Gerry Weber zugegeben, dass sämtliche Kleidung im Angebot damit versehen wurde und man sich viel Zeit und Arbeit bei Bestandskontrollen erspart. Immerhin befindet sich der CHIP einheitlich im Waschetikett.
Allerdings wird an der Kasse dieser Chip NICHT bzw. nur auf Wunsch entfernt und dr funkt auch längst nach dem Kauf. Damit lassen sich Profile erstellen, die alles andere als unkritisch sind.
Immerhin lassen sich die Waschzettel noch relativ leicht entfernen, aber wie sehr man damit rechnet, dass diese Chips längere Zeit anfunkbar sind, wird an einem Jackenhersteller deutlich, der diese Chips an den unterschiedlichsten Stellen unterbringt und sich darauf beruft, dass die Leute durch einschlägige Berichte ja wüssten, dass diese Chips fröhlich vor sich hin funken würden.
Da kann man nur sagen: Bruchsaler, Augen auf ! Schau dir genau an, wo und was du kaufst! Selbstverständlich haben längst auch andere Branchen und Anbieter diese Chips im Einsatz (z.B. in Reisepässsen, Postbeförderung) und sie können Fluch und Segen sein.
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Kommentare
Nun mal Butter bei die
Nun mal Butter bei die Fische.
Liebe Brusler,
dann geht auch nicht mehr zu C&A, H&M, Müller, Jost, Telekom Vodafone und...
Ja bitte boykottiert deswegen den ganzen Einzelhandel!
Jeder kann Euch verfolgen.
Ach ja, wisst ihr eigentlich wer alles diese Seiten liest? Euer Profil liegt offen und das ohne Chip.
So und nun mal realistisch für alle ohne Verfolgungswahn:
Diese Chips sind heute fast überall verbaut, in Verpackungen, Kleidern und Aufklebern absolut dünn und fast unsichtbar!
Diese fiesen Dinger dienen lediglich zur Warenkontrolle und Disposition. Damit lässt sich nämlich ganz leicht die u.a. die Größe und Farbe sowie Artikelnummer des Kleidungsstückes erfassen und disponieren.
Ihr seit doch hier wirklich nicht so schizophren und glaubt, dass Morgan mit seiner bei Gerry Weber gekauften Jacke bei H&M erfasst wird? Evtl. bekommt er deshalb dort Hausverbot?
Technisch machbar, falls die Chips passen.
Viel leichter (und tatsächlich praktiziert) geht das mit Eurer Bank- oder Kreditkarte. Noch leichter mit Euren "Cookies, die Ihr auf jeder Webseite hinterlässt.
Liebe Brusler, nehmt nicht jede Pressemeldung für bare Münze.
Wenn doch, geht in den Keller, schließt Euch ein und hofft, dass Euch nicht der Himmel auf den Kopf fällt.
Oder nehmt doch einfach mal ein gutes Buch zur Hand...
Aber aufpassen, schaut das Preisschild an: Auch da befindet sich ein RFID drin.
Kleiner Tipp:
Untersucht mal Eure Einkäufe. Fast überall werdet ihr diese Biester im Etikett finden. (Beim Abziehen sieht man im Licht kleine Drähte schimmern. MAn kann das Teil auch schön zerlegen. Von aussen sieht das wirklich wie ein normales Etikett aus.)
Na dann...!
Na wenn das alle machen, dann ist ´s ja halb so schlimm, oder wie muss ich das verstehen?!
Solange die Chips für Warendispo verwendet werden, wird es den meisten wurscht sein, ob man Waren taggt oder nicht.
Aber die Chips sind gefälligst unaufgefordert zu entfernen oder zu deaktivieren, sobald die Ware den Laden verlässt, da gibt es gar keine Ausreden oder Entschuldigungen.
Die Kundschaft braucht nicht darauf vertrauen, dass man freundlicherweise nach Erwerb verbliebene Chips nicht an unberechtigter Stelle ausliest und sie braucht auch nicht darauf vertrauen, dass Chips evtl. nicht mit den Scannern oder anderen Chips harmonieren, sondern das wird einfach verlangt und das ist per Gesetz zu respektieren!
Verfolgungswahn?
Jeder, der heute ein Handy mit sich rumträgt, kann problemlos geortet werden. Damit lassen sich viel interessantere Profile erstellen. Und entgegen landläufiger Meinung ist es z.T. gar nicht so schwer, an diese Daten zu kommen.
Was jetzt? Handy abschaffen?
Vollkonserve
"Jeder, der heute ein Handy mit sich rumträgt, kann problemlos geortet werden. Damit lassen sich viel interessantere Profile erstellen. Und entgegen landläufiger Meinung ist es z.T. gar nicht so schwer, an diese Daten zu kommen.
Was jetzt? Handy abschaffen?"( Verfasst von Detlef Antemann am 23. Januar 2012 - 17:28.)
Wer von uns ist früher mit einer Telefonzelle am Hals rumgelaufen?
Alle tot? Keiner überlebt?
Mir sind eine Menge Leute bekannt, die diese grässliche Zeit überlebt haben.
Also: Telefonzelle in die Tasche. Handy aus und rein in eine Blechschachtel. Ruhe ist -und keiner hat's gemerkt.
(Herr Faraday lässt grüßen ;-)
Tipp für die Skeptiker: Handy eingeschaltet in eine Blechdose legen und vom Festnetz das Teilchen anrufen. Na. klingelt's?
Es steht jedem frei...
...jeden Schritt, den er tut, ins Web zu stellen. Jeder darf sich gerne eine Webcam an die Stirn pappen, damit auch alle wissen, wo man was gerade treibt.
Ihr Handy können Sie ausschalten, dann findet Sie kein Mensch. Wenn ich ganz sicher gehen will, kann ich es zuhause lassen. Aber einen Chip kann ich nicht ohne Weiteres deaktivieren, wenn er sich nicht gerade im Waschetikett befindet und auch da muss ich selbst durch, ja, eigentlich durch Zerstörung des gekauften Artikels für meine Privatsphäre sorgen, die ein anderer bewusst einschränkt.
Ich möchte nicht ungefragt auf dem Präsentierteller stehen, nur weil man im falschen Laden eingekauft hat. Das ist arglistig und ich bin mir eigentlich auch ziemlich sicher, dass das einer rechtlichen Überprüfung nicht standhält.
Das hat mit Verfolgungswahn nichts zu tun. Zurecht erhobene Daten sind nicht zu beanstanden. Es geht wie immer um die Gefahr des Missbrauchs.
Vor dem Trockner...
"....Ihr Handy können Sie ausschalten, ..... Aber einen Chip kann ich nicht ohne Weiteres deaktivieren, wenn er sich nicht gerade im Waschetikett befindet und auch da muss ich selbst durch, ja, eigentlich durch Zerstörung des gekauften Artikels für meine Privatsphäre sorgen, die ein anderer bewusst einschränkt...."
( Verfasst von Morgan le Fay am 23. Januar 2012 - 18:21.)
...erst mal kurz in die Microwelle ;-)
oder wozu hat man denn so ein Ding?
Achtung -ich habs noch nicht probiert!
Kein guter Rat
Solche Ideen drängen sich förmlich auf, aber Sie wissen doch, was mit Metall in der Mikrowelle passiert, oder?
Also lieber bleiben lassen.
Viele hier scheint das Thema nicht zu interessieren oder sie finden sich damit ab, dass man immer mehr zur wandelnden Informationsquelle degradiert wird, aber für diejenigen, die es interessiert..:
Ich habe gestern an den Petitionsausschuss des Bundestages geschrieben und um eine gesetzliche Regelung gebeten, diese Chips bei Besitzübergang einer Sache vom Übergebenden entfernen oder deaktivieren oder eine anderslautende schriftliche Vereinbarung darüber abschließen zu müssen.
Das BVerfG hat zu diesen Dingen klar Stellung bezogen. Bei Wikipedia heißt es zum Thema "Informationelle Selbstbestimmung":
Zitat Anfang:
Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist weit gefasst. Es wird nicht unterschieden, ob mehr oder weniger sensible Daten des Einzelnen betroffen sind. Das Bundesverfassungsgericht stellte fest, dass unter den Verarbeitungs- und Verknüpfungsmöglichkeiten der Informationstechnologie auch ein für sich gesehen belangloses Datum einen neuen Stellenwert bekommen könne und es insoweit keine belanglosen Daten gebe.
Zitat Ende
Auswertung des Einkaufsverhaltens.
Wie der Ladenkunde gläsern wird:
http://www.sueddeutsche.de/digital/auswertung-des-einkaufsverhaltens-wie...
Na toll,
gehe ich auf die Seite der SZ finde ich einen Leserbrief, der besagt, dass die SZ auf ihrer Seite 10 Tracker hat und zwar
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VG Wort
Und ich habe mich immer gewundert, weshalb, wenn ich eine kommerzielle Seite im Internet besucht habe, dann auf anderen Seiten genau die Werbe-popups einblendeten, wo ich mir vorher Produkte angesehen habe. Ach, war ich doch naiv.
Sehen Sie..
.., das ist genau das, was ich/wir meine(n).
Verwenden Sie aber Adblock+ und BetterPrivacy, Sie löschen automatisch Cookies beim Beenden Ihres Firefox, Sie sperren Ports, ActiveX, JavaScript und vermeiden BHOs, deaktivieren "hilfreiche" Dienste, die uns WINZIGWEICH mit ins OS integriert, dann haben Sie sich damit abzufinden, dass das Web-Surfen mitunter recht unkomfortabel wird. Da öffnen sich Seiten erst gar nicht oder werden falsch dargestellt, Links funktionieren nicht usw.
Okay, das Web ist kostenlos und muss dennoch irgendwie bezahlt werden, aber der Schutz der Privatsphäre derer, denen es eben nicht wurscht ist, ob Dritte zu Infos gelangen, die sie nichts angehen, hat unbedingt Vorrang vor irgendwelchen kommerziellen Interessen.
Vielleicht sollte man all jenen, die sich nicht so gut mit PCs auskennen, mal einfach Tipps zur Verfügung stellen, wie sie die Allerneugierigsten fernhalten könnten..., wenn sie das wollen. Ich bin mir sicher, dass 60-70% keine Vorstellung davon haben, was man über sie erfahren hat, noch bevor sie den Rechner ausgeschaltet haben.
Ok - dann los!
Helft uns Armen im digitalen Geiste!
Ist das ernst gemeint?
Wenn Sie das ernst meinen und sich vielleicht noch ein paar finden, die für Tipps dankbar sind, will ich gerne ein bisschen was zusammenstellen.
Todernst!
... nachdem es mir kürzlich - trotz aller Vorkehrungen - ähnlich wie Herrn Zimmermann gegangen ist... (ich weiß jetzt, dass man NIE Anhänge an E-Mails unbekannter Absender öffnen darf...)