Geführte Wanderung durch den Bannwald bei Untergrombach

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Veranstalter Forstamt Karlsruhe
Sonntag, 24. Juli 2011 - 10:21

Am Samstag, den 23. Juli pünktlich um 15 Uhr führte Forstdirektor Dr. Thomas Eichkorn vom Forstamt des Landratsamtes Karlsruhe eine Gruppe interessierter Naturbegeisterter durch den Bannwald in der Büchenauer Hardt bei Untergrombach. Dieser Wald war im Jahr 2000 nach anfänglichen Bedenken als Bannwald ausgewiesen worden.

Lage des Bannwalds

Dr. Eichkorn mit Lageplan des Waldes

Dies bedeutet, dass keinerlei forstwirtschaftliche Tätigkeit erfolgt, bis auf die Verkehrs­sicherung an den Wegen. Auch nach erst elf Jahren, in denen der Wald sich selbst überlassen ist, sind bereits Anfänge eines entstehenden Urwalds zu erkennen.

Der Bannwald ist relativ klein und als weitere Besonderheit sind die Stadtnähe, und als Begrenzung für die Fauna die nahe Bahnlinie im Südosten und die Autobahn einige hundert Meter nordwestlich. Im Südwesten liegt etwa 100 m entfernt der Untergrombacher Baggersee .

Forstdirektor Eichkorn zeigte die Besonderheit dieses Bannwaldes, der sowohl in der Kinzig-Murg-Rinne liegt und dass dort im Bruchwald überwiegend Erlen wachsen und auf den Kies- und Sandschwemmgebieten unmittelbar daneben, nur einige Meter höher, Eichen und Buchen gedeihen.

Dazwischen gibt es auch einige Bäume aus früheren Anpflanzungen wie Ulme, Esche, Roteiche, Douglasie und Bergahorn.

Abgestorbener Baum als Lebensraum

Abgestorbener Baum als Lebensraum

An abgestorbenen Bäumen zeigte Dr. Eichkorn wie vielfältig Moose und Farne, sowie Käfer und andere Insekten Lebensräume zurückerobern, die ihnen in Nutzwäldern meist verwehrt sind. Der Specht, mit seinem Bruthöhlenbau überlässt seine Höhlen nach der Aufzucht der Jungen anderen Waldbewohnern wie z.B. Fledermäusen.

Eiche

Die Eiche kämpft noch ....

 

Aber nicht nur Positives war zu vernehmen. Die einst als Unterpflanzung in Nutzwäldern aus Amerika eingeführte Traubenkirsche vermehrt sich rasant und verhindert den selbständigen Aufwuchs aus anderen Baumsamen.

Traubenkirsche

Traubenkirsche mit Früchten

Während in den Nutzwäldern die Bekämpfung der Traubenkirsche mit großem Aufwand betrieben wird, darf im Bannwald keine Bekämpfung erfolgen. Welchen Einfluss dieser Neophyt im Bannwald haben wird, konnte auch Dr. Eichkorn nicht beantworten, „die Zukunft wird es zeigen“.

 

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