Der "Garten der Nationen" im Bruchsaler Siemens-Technopark

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Eine grüne Oase mitten in Bruchsal. Schattige Bäume und Bänke, die zum Verweilen einladen.
Dienstag, 10. August 2010 - 20:40

Wohl noch nicht jeder Bruchsaler kennt den kleinen Park beim Bruchsaler Siemens-Technopark. Er befindet sich gleich hinter der Siemens-Kantine. Dieser Park wurde in den Jahren 1990 bis 1992 angelegt, als alte Siemens-Gebäude abgerissen wurden, die nicht mehr gebraucht wurden. Der Eingang zum "Garten der Nationen" ist links vom Zugang zu den Konferenzräumen des Siemens-Technoparks.

Die Exponate sind allesamt Geschenke von Siemens-Niederlassungen - jeweils mit landestypischen Motiven.

 

Minar-E-Pakistan (Turm von Pakistan)

Minar-E-Pakistan

 

Am 23. März 1940 wurde das Ziel der Gründung eines unabhängigen Staates im später "Lahore-Resolution" genannten Text festgehalten und damit die offizielle Politik der von Ali Jinnah geleiteten Muslim-Liga. An diese Resolution soll das Modell des Turmes erinnern, das im Skulpturenpark steht.

 

 

 

 

 

Pharao's Nadel / Obelisk (Ägypten)

Pharaos Nadel

 

Geschenk einer ägyptischen Niederlassung. Der Obelisk stellte im alten Ägypten wie die Pyramide die steingewordenen Strahlen des  Sonnengottes dar und ist die Verbindung zwischen der hiesigen und der Götterwelt. Obelisken standen in der Regel paarweise vor Pyramiden oder Tempeln. Den größten Obelisken ließ die Pharaonin Hatschepsut herstellen und aufrichten. Er steht bis heute im Amun-Tempel in  Karnak bei Luxor und ist 32 m hoch. Seine Spitze war vergoldet.

 

 

Der Brunnen

Brunnen

 

Der Brunnen wurde von Siemens-Auszubildenden in 200 Arbeitsstunden gebaut. Er besteht aus einer messingverchromten Kugel, aus der 73 Stahlrohre herausragen. Das Wasser tritt tellerförmig aus den Röhren heraus. Bei Nacht wird der Brunnen mit in die Steine herum eingelassenen Strahlern illuminiert.

 

Manneken Pis (Belgien)

Manneken Pis

 

Ein Geschenk von Siemens ATEA in Belgien. Das Original ist seit 1619 Wahrzeichen der Stadt Brüssel und bis heute eine vielbesuchte und fotografierte Sehenswürdigkeit. Die Original Manneken Pis-Statue in Belgien wird von Zeit zu Zeit eingekleidet. So posiert sie beispielsweise bei Länderspielen im Trikot der belgischen Nationalmannschaft oder wird an den Geburtstagen von Elvis Presley oder Mozart als diese verkleidet. Am Welt-Aids-Tag wird sie mit Kondomen bestückt.

 

 

Balkonstützen (Griechenland)

Balkonstützen

 

Die weißen Balkonstützen sind Teile eines Athener Hauses, in dem der Troja-Entdecker, -Ausgräber und Archäologe Heinrich Schliemann gelebt hat. Ein Geschenk des Siemens-Werkes in Thessaloniki, Griechenland.

 

Die Hethiter-Sonne (Türkei)

Hethiter-Sonne

 

Diese bronzene Hethiter-Sonne stammt von einem Siemens-Partner aus der Türkei. Die Hethiter sind die Ureinwohner von Mittelanatolien und lebten östlich von Ankara in der Zeit von 2300 bis 2100 v. Chr. Die Hethiter-Sonne wurde bei religiösen Zeremonien als Kultgegenstand, insbesondere bei Bestattungsfeiern, benutzt.

 

 

 

 

Der Teich im Garten der Nationen

Teich

 

Besonders idyllisch ist der künstlich angelegte Teich, der inzwischen Heimat zahlreicher Tiere ist: Libellen, Fische, Bienen, Schmetterlinge ...

 

 

 

 

Galoppierendes Bronze-Pferd (China)

Pferd

 

Das bronzene Pferd stammt von der Niederlassung in Peking. Das Original-Bronzepferd stammt aus der Han-Dynastie (ca. 200 n. Chr.) und wurde in einem Grabmal nahe der Seidenstraße gefunden. Es handelt sich dabei um ein Abbild des "himmlischen Rosses" der chinesischen Legende.

 

Brasilianische Sagen

Brasilianische Sagen

 

Aus dem Teich im Garten der Nationen ragt ein bronzener Baum, Geschenk einer brasilianischen Niederlasssung. Dieser Bronzebaum vereint mehrere brasilianische Sagen in sich. Die Seerosenblätter symbolisieren eine Indianerin, die sich in den Mond verliebte und in eine Blume verwandelt wurde, die nur bei Vollmond blüht. Die Schlange stellt die Iguacuwasserfälle dar. Die Iguacuwasserfälle sind die größten (im Sinne von die breitesten) Wasserfälle der Welt (die Victoriafälle sind höher, aber schmaler; allerdings ist ihre Absturzkante ununterbrochen). Die Wasserfälle sind nach der Sage entstanden, als der Gott des Wassers eine Indianerin zur Frau nehmen wollte, diese jedoch in einen jungen Krieger verliebt war. Die beiden Liebenden flüchteten auf dem Fluss, wobei der Wassergott sie in einen Felsen und einen Baum verwandelte. Das Wasser, das nun über diesen Felsen fließt, bildet die Wasserfälle. Der auf einem Ast des Baumes sitzende Reiher stammt aus dem Sumpfgebiet "Pantanal", eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde.

 

Drache (China)

Drachen

 

Ein Geschäftspartner aus Hong Kong überreichte diesen chinesischen Drachen. Von den Chinesen werden die Drachen mit Ehrfurcht und Zuneigung betrachtet. Drachen gelten als unerreicht in Weisheit und der Macht, Segnungen zu erteilen.

 

Löwen (China)

Löwen

 

Diese chinesischen Löwen sind aus Stein und von einem Geschäftspartner aus China. Die Originale sind aus Bronze, 3 m hoch, 1,5 m breit und stehen seit Anfang des 15. Jahrhunderts in Peking im Kaiserpalast "Purpurne verbotene Stadt". Sie symbolisieren Macht und Wohlstand. Das Löwenmännchen steht für Autorität, das Löwenweibchen für Mutterliebe und Menschlichkeit. Wenn man die Löwen von nahem anschaut, bemerkt man die Kugeln in ihrem Maul. Diese wurden eingearbeitet, um die Löwen nicht so gefährlich erscheinen zu lassen, da sie so nicht zubeißen können. Heute sagt man, es bringe Glück, die Kugel im Maul eines Löwen dreimal am Tag zu bewegen.

 

Nautisches Astrolabium (Portugal)

Astrolabium

 

Bei dem Astrolabium handelt es sich um ein Instrument zur Bestimmung der Zenitdistanz der Sonne, ohne mathematische Berechnungen durchführen zu müssen. Das von portugiesischen Seefahrern entwickelte nautische Astrolabium diente zur Standortbestimmung durch die Berechnung des Breitengrades. So verwendete auch der Seefahrer Vasco Da Gama auf seiner Entdeckungsfahrt nach Indien ein Astrolabium wie dieses.

 

 

 

"Alles im Griff" - Skulptur von Henry Richter

Alles im Griff

 

Diese Skulptur wurde den Mitarbeitern des Siemens-Werkes Bruchsal 1995 übergeben. Die Skulptur steht für die "top"-Bewegung am Standort Bruchsal und sollte für jeden ein Ansporn sein, sich aktiv für die Erreichun g der "top"-Ziele einzusetzen.

 

 

 

 

 

Cheetah (Südafrika)

Cheetah

 

Der südafrikanische Cheetah (Gepard) ist aus Bronze und ein Geschenk einer Niederlassung in Südafrika. Geparden gelten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h als die schnellsten Landtiere der Welt. Geparden sind vom Aussterben bedroht und stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten.

 

Kondor (Argentinien)

Kondor

 

Kondor ist ein Lehnwort des Quechua: kuntur. Der Kondor ist nicht nur der größte Raubvogel, sondern auch der größte fliegende Vogel überhaupt auf der Welt. Seine Flügelspannweite kann bis zu 3,70 m erreichen. Mit seinen großen Schwingen ist er in der Lage, einige hundert Kilometer zu gleiten, ohne dafür einen Flügelschlag zu benötigen. Die peruanischen Inkas glaubten, dass der Kondor jeden Morgen die Sonne in den Himmel trägt und sie hielten ihn für einen Boten der Götter.

 

 

"Ganesha" (Indien)

Ganesha

 

Die bronzene Statue zeigt den elefantenköpfigen Gott "Ganesha". Dieser ist der Gott der Weisheit und des Erfolges. In Indien wird er vor allem von Geschäftsleuten angebetet, die ihn bei wichtigen Vorhaben um gutes Gelingen bitten. Ein Geschenk der Siemens-Niederlassung in Kalkutta, Indien.

 

 

 

 

 

"Garuda" (Indonesien)

Garuda

 

Der "Garuda", das symbolträchtige Sagen- und Wappentier Indonesiens, symbolisiert Dynamik, Weitblick und Zusammenhalt, da nach der Sage der "Garuda" seine Schwingen ausbreitet, um die 17.000 kleinen Inseln Indonesiens zusammenzuhalten.

© Texte und Bilder: Rolf Schmitt

 

Die Bilder von oben sowie noch einige mehr als Diaschau in wesentlich besserer Auflösung (durch Klicken rechts unten Vollbildmodus):

 

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