Fußballfans haften für von ihnen gezündete Bengalos

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FC Bayern unterliegt dennoch vor Gericht
Dienstag, 29. Mai 2012 - 14:57

Die FC Bayern München AG („FC Bayern München“) hat heute vor dem Landgericht Karlsruhe eine juristische Niederlage hinnehmen müssen. Der Club unterlag mit seiner Klage gegen einen seiner Anhänger auf Ersatz einer Geldbuße, die er wegen Bengalischer Feuer beim Auswärtsspiel gegen den FC Zürich im August letzten Jahres zahlen musste. Die Klage des FC Bayern München wurde abgewiesen, weil ihm der Nachweis nicht gelang, dass es der Beklagte war, der Bengalische Feuer gezündet hatte.

Bei dem Spiel des FC Bayern München beim FC Zürich am 23.08.2011 brannten Anhänger des FC Bayern München zahlreiche Bengalische Feuer ab. Die Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA (Union of European Football Associations) bestrafte den FC Bayern München darauf hin mit einer Geldbuße von 15.000 €, die der Club akzeptierte und bezahlte. Mit seiner Klage verlangte der FC Bayern München vom Beklagten, der eine Auswärtsdauerkarte besitzt und auch bei dem Spiel anwesend war, den Ersatz dieses Betrages, weil er bei dem Spiel Bengalische Feuer abgebrannt habe.

Das Landgericht Karlsruhe hat in seinem heute verkündeten Urteil entschieden, dass ein vom Sportgericht bestrafter Verein von einem Zuschauer, der Pyrotechnik abgebrannt hat, zwar unter bestimmten Voraussetzungen den Ersatz gezahlter Geldstrafen verlangen kann. Im konkreten Fall hat es jedoch die Klage abgewiesen, weil dem FC Bayern München der Nachweis für die Täterschaft des Beklagten nicht gelungen ist. Mit ausschlaggebend hierfür war, dass zwei der drei vernommenen Belastungszeugen einen unbeteiligten, im Zuschauerraum sitzenden Rechtsanwalt als vermeintlichen Täter identifizierten.

Landgericht Karlsruhe, Az. 8 O 78/12

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