Expert AG-Media-Markt-(Un-)Soziale Stadt
GR Jürgen Schmitt mag recht haben, wenn er die Niederlassung eines Expert-Marktes einem Saturn-Markt (wie Media-Markt Teil der Metro) östlich der Bahnlinie vorziehen würde.
Es gäbe wenigstens in Teilen eine lokale Konkurrenz zum hiesigen De-Facto-Monopolisten Media-Markt. Die deutschen Expert-Märkte sind über die Expert AG in Langenhagen zusammengeschlossen, diese rechnen dann wieder teilweise über die internationale Holding im Steuersparkanton Zug ab.
Die Grundsatzentscheidung einer Ansiedlung erfolgte ja schon im Gemeinderat: Es soll dort etwas entstehen, was die klammen Haushaltskassen der Stadt füllt!
Wird man dabei allerdings den Anwohnern, insbesondere in der Prinz-Wilhelm-Straße und dahinter, gerecht?
Hat man die überhaupt schon mal gefragt?
Oder meint man zu wissen, dass Menschen dort sowieso eine "Flachbildschirm-Perspektive" haben...?
Das würde dann ja bestens passen...
Da waren doch mal mehrere Bürgerversammlungen für diesen Quartiersbereich letztes Jahr. Hat man dieses Thema absichtlich ausgespart?
Ja richtig, das Quartier ist eben kein reines Wohngebiet!
Ein großflächiger Expert-Fachmarkt (Varianten von 400qm bis mehrere 1000qm existieren) würde allerdings die PKW-Frequenz dort drastisch erhöhen.
Dann ist es gut möglich, dass östlich der Bahnlinie dieses Quartier aus Sicht der Anwohner zunehmend noch (!) lauter und unwohnlicher wird und die Menschen dort die Dummen sind (das zeigt sich ja seit Jahrzehnten dort in einem schleichenden Prozess).
Seitens des Gemeinderats scheint dies alles nebensächlich!
Wenn das Quartier östlich der Bahnlinie schon mannigfaltig belastet ist (und daneben als Paradebeispiel von dichter Ansiedlung dient - Stichwort: Wohnverdichtung!), warum nicht gleich noch einen kleinen "Handels-Lärm-Brennpunkt" hinzufügen?
Dann gibt es in Zukunft vielleicht noch mehr EU-Mittel unter dem Stichwort "Soziale Stadt".
Man könnte seitens des Gemeinderats hinzufügen:
Das Quartier ist ja sowieso kein "bevorzugtes" Wohngebiet.
Das wollen wir ja westlich der Bahnlinie bauen und deshalb siedeln wir ja notfalls auch die OGA für einige Millionen EUR aus.
Anders gesagt: Die Haushaltmittel, die wir östlich erlösen, stopfen wir westlich wieder rein! Vielleicht reicht es dann westlich der Bahnlinie ja auch für Bäume und einen kleinen Park...?
Aus der Vogelperspektive beim Augsteiner und des neuen Weiherberg-Wohngebiets (Stichwort: KEINE Wohnverdichtung, und wenn, dann nur "rentierlich"...!) betrachtet, ist das alles recht nachvollziehbar...!
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Kommentare
Stadträtliche Perspektiven
"Aus der Vogelperspektive des Augsteiners..." - wie wahr, wie wahr...
Liebe MitbürgerInnen, haben Sie sich schon mal vor Augen geführt, wo unsere Stadträte und -innen eigentlich wohnen? Und wann haben Sie zuletzt eine/n Angehörige/n dieses Kreise zu Fuß in Ihrem Wohngebiet oder überhaupt mal auf Bruchsaler Kernstadtgemarkung gesehen (ausgenommen die Bürgerzentrums-Parkgarage und im Sitzungssaal des BÜZ)?