Es melden sich immer weniger Motivwagen an!
Wer am 20. Januar 2010 den „Tagesthemen" lauschte, brachte in Erfahrung, dass ein Laptop von einem Sprengstoff-Warngerät im Frankfurter (?) Flughafen als verdächtig gebrandmarkt wurde. Der Besitzer des Geräts ward nicht mehr gefunden und fortan stoppte der Flughafen-Betrieb. Die gepeinigten Passagiere freuten sich dennoch, dass man ihrer Sicherheit soviel Aufmerksamkeit schenkte, auch wenn stundenlang der Flugbetrieb ausfiel.
Die „Tagesthemen-Kommentatoren" brandmarkten ihrerseits die „Sicherheitslücke" bis hoch zum Ministerium. Nicht auszudenken, wenn ein sprengstoffbeladener Laptop in Stellung gebracht würde... Die Folgen der Brandmarkung sind absehbar: Neue Vorschriften und Suche nach dem Mitarbeiter, der da sicherheitstechnisch versagt hat.
Nicht versagt haben die Karnevals-Zuständigen in Bruchsal und Bruchsals Umfeld, wie Zugmaschall Thomas Stegmüller, zuständig u.a. für Hambrücken und Bruchsal, tags darauf in der Bruchsaler Rundschau kommunizierte.
Im Wortlaut:
„Vor Jahren war alles noch harmlos, immer mehr Auflagen von Seiten der Behörden, die man fast nicht mehr erfüllen kann. Neben der Bereitstellung mehrerer Zugordner als Begleiter für große Wagen ist ein 25-seitige Broschüre abzuarbeiten, die wir bei der Anmeldung natürlich weiter geben,", so Notheis (Hambrückens Zug-Marschall). Diese Tatsache schrecke viele zurück und, so Stegmüller: „Es melden sich immer weniger Motivwagen an."
Bravo! Das schafft doch Recht und Ordnung! Nicht auf der Strasse sollen die Bürger sein, sondern zu Hause vor dem PC. Da, zum Beispiel, sitzen Schüler vor dem Schüler-VZ und Studenten vor dem Studi-VZ (anschließend).
Die wollen nicht mehr in die Klostergass', die aus Sicherheitsgründen (!) schon länger gesperrt ist.
Dafür, wie gesagt, am PC. Das ist natürlich besser. Denn Terroristen haben eine Vergangenheit als Kinder und Jugendliche. Die fängt man - offenbar - nicht am Frankfurter Flughafen sondern eher durch ein verdächtiges Computer-Profil (man denke an die google-Debatte), bevor es rummst.
Freuen wir uns also an der Bürokratie, die Bürger und Fernsehjournalisten wollen, und erfreuen wir uns des heimischen PC und der Strafverfolger, die frühzeitig Bösewichte finden.
Schöne neue Welt.
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Kommentare
Arme Landmiliz
Selbst der Landmiliz, die Leibgarde unseres Graf Kuno, wurde es vom Ordnungsamt Bruchsal untersagt, ihre Kanone zum Salut ab zu feuern.
Wer demnächst "Brusl Ahoi" ruft wird wegen Ruhestörung in Zwangshaft genommen. Getreu nach dem Motto: "Bfehl isch Bfehl und Bfehl werd bfolgt"
So hat man in Bruchsal die "Nachtkultur" kaput gemacht. Mal gespannt wann das "Monsterkonzert" dran ist.
BRUSL AHOI
Salut Verbot
Nun, hier würde mich interessieren, auf welcher Grundlage dieses Verbot ausgesprochen wurde. War das noch unter der alten Führung? Wenn ja, sollte man da vielleicht erneut nachfragen, wer weiß, die neue Chefin mag auch dies anders sehen. Und wie wir wissen, ist auch ein Amtsleiter Schneider kein Unmensch und macht von Ermessensspielräumen zum Wohle / der Unterhaltung der Bruchsaler Bürger gerne wohlwollend Gebrauch.
Salutverbot vom Ordnungsamt Bruchsal?
Ja, das würde mich auch interessieren - warum wurde das angebliche Verbot ausgesprochen? War es den Beamten zu laut?
Plop
Ich fordere Kraft meines Amtes als Vorsitzender des Narrenrats Brusl das Ordnungsamt auf, "Salutschisse" der Landmiliz zu genehmigen.
Brusl plop und Ahoi
Tipp: Knallerbsen sind genehmigungsfrei!
Ordnungsamt macht "Naxhtkultur" kaputt?
Ja wie denn - was denn? Die "Nachtkultur" ist tot? Kaputt gemacht vom Ordnungsamt Bruchsal?
Wie haben die das denn gemacht?
Wie war das, carusino?
Nachtkultur
In dem die Veranstalter alles nach Innen verlagern müßen. Nichts mehr Open Air. Und dann müßen ab 22.00 Uhr die Türen zu bleiben damit kein "sogenannter" Krach nach draussen dringt.
Die ersten beiden Nachtkulturen waren echt Spitze. Die letzten waren lasch.
Wenn ich falsch liege, verbessert mich.
Ich kann den Unmut wegen des
Ich kann den Unmut wegen des "Türen schließens" um 22:00 Uhr aus Sicht der Feiernden durchaus verstehen.
Nur... dieser "Unmut" sollte sich weniger gegen das Ordnungsamt richten, als gegen diejenigen, welche dafür "gesorgt" haben, das es zu dieser "Anordnung" gekommen ist.
Auch Anwohner müssen mal irgendwann schlafen und sind nicht zum "Zwangs feiern" verdammt. Man kann auch Feiern, ohne anschließend grölend und polternd durch die Strassen zu ziehen oder mit der Kneipenbeschallung den Umkreis von 3 Strassen ab zu decken.
Das dabei leider Einzelne immer das Wohl von Vielen versauen, ist keine "Schuld" des Ordnungsamtes. Von daher nochmals die "bitte", sich an diejenigen zu wenden, die solche "Anordnungen" leider nötig machen.
Was die Motivwagen betrift, gibt es ähnliche "Probleme". Einzelne machen sich keine Gedanken und der Rest muss darunter leiden. Wenn etwas passiert, wird sofort gefragt, warum die "Behörden" nicht schon vorher was dagegen getan haben. Lass einfach mal einen vom Dach eine Motivwagens im Publikum fallen oder unter die Räder eines dieser Wagen kommen, dann möchte ich das Geschrei bitteschön nicht hören oder lesen.
Mit solchen Dingen macht man alles kaputt. Nicht mit den "Anordnungen", sondern mit dem Unverstand einzelner.
Ich bin schon als "Begleitschutz" bei solchen Wägen mit gelaufen... da fällt einem oft nur noch ein: "Oh Herr schmeiß Hirn vom Himmel und triff dieses mal!"
Jürgen Schmitt - der Fasnachter?
Es ist schon eine ziemlich jämmerliche Ausrede, wenn die Herren Notheis & Co. den Rückgang bei den Motivwagen auf die "plötzliche" Regelungswut der bösen Behörden schieben. Diese Regelungen gibt es im Grunde schon seit Jahrzehnten - sie mußten wegen der himmelschreienden Unvernunft einiger Wagenbastler eingeführt werden und wer z. B. jahrelang das zweifelhafte Vergnügen hatte, solche Wagen unmittelbar vor Beginn der Umzüge technisch abzunehmen und immer wieder mit, na, sagen wir mal, leicht erheiterten Fasnachtern über Sicherheitsfragen zu diskutieren weiß, was da vor Jahrzehnten kilometerweit durch die Hardt und den Kraichgau zu den diversen Umzügen gekarrt wurde. Als es dann in Gottes Namen schriftlich verfaßte Richtlinien gab wußte jeder, woran er war. Und kein bildungsferner "Fasnachter" konnte mehr guten Gewissens annehmen, das Entfernen eines Pkw-Daches mittels Flex am Samstag könne durch ein rotes Nummernschild vom guten Kumpel aus'm Autohaus geheilt werden und am Sonntag den Schutzmann an der ersten Kreuzung - "Helau!" - mit fasnachtlicher Blindheit schlagen. Wenn Jürgen Schmitt, bisher neben seinem hauptamlichen Job als Steuerberater leidenschaftlicher, aber ungeliebter Stadtplaner, nun plötzlich sein Herz für die Fasnachter entdeckt, sollte er doch ganz einfach mit gutem Beispiel vorangehen - wie wäre es denn mit einem Motivwagen des Büros Schmitt? Themen aus dem Jahr 2009 gibt es ja wohl genug. Und was die Befassung mit der zitierten "25-seitigen Broschüre" betrifft: Diese befindet sich im Hause Schmitt ja in den besten Händen - und zudem: Wie bekannt, verfügt Herr Schmitt in seinem Freundeskreis über den einen oder anderen sachkundigen Behördenvertreter. Nun denn - Helau! - die Zeit drängt!
Bruchsaler Umzug
Fastnacht keine Techno Party
Zum Fastnachtsumzug in Bruchsal hier mein Artikel in der BNN vom 26.2.2009
Zuerst sollte man mal fragen was ist Fasching? Eine Techno-Party oder Stimmung für alle?
Ich war echt schockiert, als ich den Umzug in Bruchsal gesehen habe, es lief zwar alles flüssiger am Anfang, doch dann war totales Chaos, nur noch große Wagen mit überlauter Techno-Musik und keine Ordnung mehr, so was hat mit Fasching nichts mehr zu tun.
Das ist nur ein Teil meines Artikels in der BNN.
Das Zugprogramm für 2010 liest sich besser, jedoch sind leider wieder solche Radaumacher dabei, deshalb wundert es mich nicht,
wenn sich keine anderen Motivwagen für Bruchsal bewerben wer hat schon Lust mit solchen Radaumachern?
Das Verbot für die Landmiliz finde ich abslouter Schwachsinn, das Salutschiesen gehört doch dazu.
In meinem Artikel schrieb ich auch noch, wenn sich diese Art von Strassenfastnacht in Bruchsal weiter so entwickelt mit diesen überlauten Techno Wägen,
wird der Bruchsaler Umzug bald vor leeren Rängen stattfinden.
In diesem Sinne Brus`l Ahoi
Michael Riebe, Salinenstr.5, 76646 Bruchsal
Schwachsinn, Behauptungen und Salut"schiesen"
Es wäre einfach schön, wenn gewisse Mitkommentatoren es sich angewöhnen könnten, ihre Behauptungen zumindest auf Nachfrage mal zu begründen.
Aber es ist halt leichter, irgendwas daher- oder nachzuschwätzen als sich selbst (vorher!) mal von den Tatsachen ein Bild zu machen.
Insbesondere, wenn man heimlich befürchtet, dann evtl. zugeben zu müssen, man habe selbst, nun, "Schwachsinn" oder so...