Es brennt erneut in/bei Bruchsal - Brand mittlerweile gelöscht?

DruckversionPer e-Mail versenden
Dienstag, 18. Mai 2010 - 19:19
Brand

Aufnahme 18.05.2010, ca. 19:07 Uhr

Brand II

Foto 18.05.2010, ca. 19:07 Uhr

Brand gelöscht?

Aufnahme 18.05.2010, ca. 19:19 Uhr

Brand gelöscht?

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.6 (9 Bewertungen)

Kommentare

Telefonmitteilung: Angeblich bei Blanco. Im Hochlager...

Wenn das stimmt...

Auch toll, dass auf

Auch toll, dass auf bruchsal.de dazu rein gar nichts steht - bin eben per Telefon über den Brand informiert worden.

Da fällt mir ein, ich warte immer noch auf drei(!) Antworten zu verschiedenen Anfragen an bruchsal.de. Bislang ist man dort anscheinend nicht in der Lage, auf emails zu antworten -.-

Was für eine

Was für eine Sensationsgeilheit...
Was will man um 20:15 schon auf dem Internetauftritt einer Kreisstadt erfahren...
Der Pressesprecher der Feuerwehr der die Seite bruchsal.de, das Amtsblatt und andere Medien mit Informationen versorgt war selbst bis kurz nach 0 Uhr an der Einsatzstelle...
Die Feuerwehr gibt sich viel Mühe mit ihrer Berichterstattung aber bis zum nächsten Morgen muss man sich schon mal gedulden können.
Das sind auch nur Menschen die eine Familie, einen Beruf und eine eigenes Leben haben!

Sensationsgeilheit?

Vergegenwärtigt man sich die gestrige Situation, muss man bei etwas differenzierterer Sichtweise wohl zugestehen, dass die Suche der Menschen nach Informationen in einer möglichen Gefahrsituation nicht notwendig mit Sensationsgier zu tun hat. Vielmehr hat - nach meinem Kenntnisstand - niemand es für notwendig gehalten, die Bevölkerung zu warnen, obwohl die Rauchgaswolke aus den brennenden Kunststoffteilen nach Auskunft der Feuerwehr von kurz vor 22 Uhr keinesfalls als harmlos einzustufen war und am Telefon der ausdrückliche Rat erging, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Es geht hier also keineswegs um Presseberichte und es soll auch nicht die Arbeit der Feuerwehr oder ihrer Presseorgane geschmälert werden. Es geht vielmehr um die grundsätzliche Frage einer adäquaten Warnung der Bevölkerung in Gefahrsituationen, und die hat eben nicht Zeit bis zum nächsten Morgen.

Wieso erlaubt man sich die Ignoranz?

Herr Kretz hat recht. Die gleiche Nummer wurde vor kurzem auf der selben Bühne gespielt.
http://www.bruchsal.org/story/brand-bei-der-gesellschaft-f%C3%BCr-abfall...

Die Frage bleibt: Wer ist für die Alarmierung der Bevölkerung zuständig?
Welche Wege sind hierfür von der Verwaltung vorgesehen?
Welche Alarmsysteme sind einsatzbereit?
Wie wird die Bevölkerung über die Existenz(?) der Alarmsysteme informiert?
Wann ist das in letzter Zeit geschehen?
Wenn nicht, warum nicht?

Wäre es nicht an Zeit, dass sich die hiesigen Parteien um eine rasche Lösung bemühen?

Alarmierung (besser: Information) der Bevölkerung

Verantwortlich ist der/die Ober-BürgermeisterIn der von den Auswirkungen eines - sagen wir mal: Störfalles - betroffenen Gemeinde. Das muss natürlich nicht die Gemeinde sein, in der sich der Störfall selbst ereignet hat.
Der/die LeiterIn der Nachbargemeinden hat die Entwicklung zu beobachten und die notwendigen Maßnahmen zu treffen.
Alarmierungsmittel sind i. d. R. - leider immer noch - Sirenen, über die mittels eines bestimmten Signals die Bevölkerung zum Einschalten des Radios aufgefordert wird.
Dort erfolgen dann Textdurchsagen.
Über die Existenz dieses Alarmierungsmittels wurde die Bevölkerung zumindest in Bruchsal in den letzten Jahren regelmäßig über einen Anhang zum Müllwegweiser informiert, außerdem gab es einige Probealarme mit entsprechenden Pressehinweisen (Falls "Gast" Bruchsaler ist - man erinnert sich langsam?)
Mit dieser um strikte Neutralität bemühten Schilderung soll weder der Eindruck erweckt werden, der Verfasser hielte diese "Organisationsform" zu Beginn des 21. Jahrhundert für zeitgemäß noch sei er der Meinung, selbst diese Organisationsstufe sei hier und oder im Umland auch nur einigermaßen konsequent und sachkundig umgesetzt...

Info der Bevölkerung

Verkehrsnachrichten im Radio ab 19.00 h halbstündliche Info: ichtbehinderung durch starke Rauchentwicklung an der Autobahn Höhe Bruchsal durch Brand in nahegelegenem Industriebetrieb.
Bevölkerung des südlichen Bruchsals soll FEnster und Türen geschlossen halten.
Radio - auch eine Infomöglichkeit, für die nicht erst der PC hochgefahren werden muß und irgendjemand eine Meldung in Bruchsal.org einstellen muß.

Sensationsgeilheit? Nein.

An den Gast vom 19.05.:

Mir ging es keineswegs drum, sensationsgeil zu sein. Andere Leser haben das erkannt, Sie leider nicht. Wäre ich das, wäre ich die paar Kilometer zum Brand gefahren.

Um was es mir ging, ist die Tatsache, dass von offizieller Seite (Stadt Bruchsal, bruchsal.de, sonstwer) keine Warnung an die Bevölkerung ging. Ob die Gase des Brandes gefährlich waren kann ich nicht beurteilen - wenn aber sogar im Radio davor gewarnt wird, Fenster und Türen zu schließen, würde ich davon ausgehen. Und Bruchsal hat es versäumt, die Bürger hier zu informieren. Radio hatte ich keines an, bin nur durch ein Telefonat aufmerksam gemacht worden.
Wenn man als Stadt schon Möglichkeiten wie eine Webseite anbietet, sollte man auf ihr auch aktuelle Informationen - wie eine mögliche Gefahr durch die giftigen Gase - hinterlegen. Da hat die Stadt in meinen Augen geschlampt.

Gruß
Thomas

Der Dudelfunkdauerhörer hat einen Selektionsvorteil

"Verkehrsnachrichten im Radio ab 19.00 h halbstündliche Info: ichtbehinderung durch starke Rauchentwicklung an der Autobahn Höhe Bruchsal durch Brand in nahegelegenem Industriebetrieb...."

Aha. Der Dudelfunkdauerhörer hat einen Selektionsvorteil. Er überlebt vielleicht, weil der zufällig die Ansage mitbekommen hat.
Die bildungsbürgerliche Oma, die ihren Volksempfänger auf "Deutschlandfunk" betreibt, hat mal wieder Pech. Die Bälger auf dem Spielplatz ebenfalls. Deren Mama derweil beim Nordic Walking unterwegs auch.

Wenn "Gast XY am 20. Mai 2010 - 17:27." schreibt: "Alarmierungsmittel sind i. d. R. - leider immer noch - Sirenen, über die mittels eines bestimmten Signals die Bevölkerung zum Einschalten des Radios aufgefordert wird." sollte er sinnigerweise die Frequenzen nennen, auf denen zuverlässig und ohne Störsignale (unterlegtes Gedudel) auch für hörbeeinträchtigte Menschen eine deutliche Ansage gemacht wird; das Radioeinschalten ohne Senderangabe bringt wenig. Und auch wenn die Sirenen einmal probeweise im Jahr Töne absonderten, wird wohl nur eine kleine Minderheit von Insidern die Bedeutung der Signale erkennen.
Und das in einer Stadt, durch die mitten hindurch eine Haupteisenbahnlinie führt, auf der Kesselwagen spazieren gefahren werden, die keineswegs Trinkwasser befördern....
Und das in einer Stadt, die sogar eine Landesfeuerwehrschule beherbergt.

Ich finde, dass das Thema "Öffentliche Sicherheit" und "Vorsorge für den Katastrophenfall" unter diesen Umständen durchaus stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden müsste.

Sirenengesänge, Lautsprecherwagen und...

Ich wollte mit meinem Beitrag nicht sämtliche Details der Sirenenalarmierung darstellen - möglichst inclusive akustischer Darstellung der Signale. Das würde diesen Rahmen sprengen.
Falls "Gast" schon einige Jahre in Bruchsal wohnt, hat er die betreffenden Informationen mit Sicherheit schon mehrmals in seinem Müllwegweiser, den BNN und dem Amtsblatt oder Mitteilungsblatt gelesen oder lesen können. Und dann bleibt es dem mündigen Einwohner überlassen, was er mit derartigen Informationen macht.

In diesem Zusammenhang noch eine kurze Bemerkung zu den in solchen Zusammenhängen immer wieder gerne bemühten herumfahrenden Lautsprecherwagen: Das ist reine Theorie und würde nur mit riesigem Fahrzeug-, Personal- und Zeitaufwand funktionieren. Wer jemals in der Praxis erlebt hat, wie schlecht Lautsprecherdurchsagen zu verstehen sind (außerdem reißen die Leute z. B. gerade dann die Fenster auf, wenn sie gebeten werden, diese geschlossen zu halten), hat dieses "Alarmierungsmittel" längst abgeschrieben. Es wirkt nur noch eindrucksvoll im Film, schlimmstenfalls in den Katastrophenübungsdrehbüchern irgendwelcher Ministerien.

Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen