Erster Pflegestützpunkt im Landkreis Karlsruhe eröffnet im Rathaus am Holzmarkt, Bruchsal
Kreis Karlsruhe. Am Freitag, 08. Oktober 2010, wurde der erste Pflegestützpunkt im Landkreis Karlsruhe im Rathaus am Holzmarkt in Bruchsal eröffnet. In Zeiten des demographischen Wandels mit einer älter werdenden Gesellschaft ist der Pflegestützpunkt zentrale Anlaufstelle für alle, die Fragen und Beratungsbedarf zum Thema Pflege haben, z.B. welche wohnortnahen Angebote es gibt, welche Alternativen es zur Unterbringung in einem Heim gibt, welche Finanzierungsmöglichkeiten bestehen usw.
Als einer der ersten in Baden-Württemberg hat der Landkreis Karlsruhe die Einrichtung von Pflegestützpunkten in Angriff genommen, „ohne dass das Land Baden-Württemberg die Rahmenbedingungen festgelegt hätte", lobte Peter Schmeiduch vom Ministerium für Arbeit und Soziales das Engagement des Landkreises und überbrachte die Grüße von Ministerin Dr. Monika Stolz. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel dankte den Kranken- und Pflegekassen sowie den beteiligten Kommunen Bruchsal, Forst, Hambrücken, Karlsdorf-Neuthard, Kraichtal und Ubstadt-Weiher für die enge und gute Zusammenarbeit. Er freute sich zusammen mit Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, dass mit der Einrichtung des Pflegestützpunktes „eine neutrale Drehscheibe geschaffen werde, die in Anbetracht des breiten Angebots bei der Auswahl eines geeigneten Pflege- und Betreuungsangebotes beratend zur Seite stehe."
Harald Röcker, Geschäftsführer der AOK Mittlerer Oberrhein, betonte, wie wichtig dezentrale bürgernahe Lösungen seien. Den beiden Mitarbeiterinnen Nina Laux und Hanna Risch wurde großes Vertrauen entgegengebracht, mit ihrer Arbeit und kompetenten Beratung Pflegebedürftigen und deren Angehörigen Hilfestellung zu geben.
Insgesamt wird es 50 Pflegestützpunkte im Land Baden-Württemberg geben, pro Stadt- und Landkreis ist mindestens einer vorgesehen. Als einer der wenigen Kreise wird der Karlsruher Kreis zwei Pflegestützpunkte haben; in Ettlingen soll zum Jahresbeginn 2011 ein zweiter eröffnet werden. Die Kranken-/Pflegekassen finanzieren die Pflegestützpunkte mit 2/3, die beteiligten Kommunen steuern 1/3 bei.

Freuten sich über die Eröffnung des ersten Pflegestützpunktes im Landkreis Karlsruhe (v. l. n. r.): Bürgermeister Gsell, AOK-Geschäftsführer Röcker, Landrat Dr. Schnaudigel, Oberbürgermeisterin Petzold-Schick, die beiden Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes Frau Risch und Frau Laux, Dezernent Kappes, Bürgermeister Hintermayer, Bürgermeister Löffler, Herr Schmeiduch vom Sozialmininsterium
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