Erste Teilnahme der Stadt Bruchsal bei der Solarbundesliga

Bei der Solarbundesliga wird die installierte Photovoltaikleistung verschiedener Städte miteinander verglichen. Bildquelle: tw (ewb)
Bruchsal (pa) | Die Polykristallinen Solarzellen auf dem Bruchsaler Dach funkeln in der Sonne. Jeder Sonnenstrahl wird in elektrischen Strom umgewandelt. Im Winter, wenn die Sonne scheint und die Temperaturen niedrig sind, ist der Wirkungsgrad von Solarmodulen am höchsten.
Einmal im Jahr werden auf freiwilliger Basis die bundesweit installierten Fotovoltaikleistungen erfasst. Bei der elften Deutschen Meisterschaft der Solarbundesliga, durchgeführt vom Solarthemen-Verlag haben sich im zurückliegenden Jahr rund 1664 Kommunen beteiligt. Erstmals dabei war auch die Stadt Bruchsal. Auf Initiative der Lokalen Agenda 21/Arbeitsgruppe Umwelt und Energie ist in diesem Jahr eine Meldung bei dem bundesweit bekannten Wettbewerb erfolgt. Bei der Solarbundesliga sind Kommunen aufgefordert, in den Bereichen Photovoltaik und Solarwärme die entsprechenden installierten Leistungen zu melden. Diese werden dann bundesweit miteinander verglichen. Sieger ist, wer pro Kopf nach einem ausgeklügelten Wertungssystem über die größte installierte Leistung verfügt. Eine Teilnahme war möglich, weil die Bruchsaler Energie- und Wasserversorgung GmbH (ewb) die Daten der in Bruchsal installierten Photovoltaikleistung zur Verfügung gestellt hat und die Teilnahme unterstützte.
Im Rahmen der Einspeisevergütung, die für Solarstromproduzenten bezahlt wird, sind alle in Bruchsal installierten Anlagen erfasst. Die aggregierten Daten, die von der ewb weitergegeben werden, sind somit bundesweit vergleichbar und gewährleisten gleichzeitig die datenschutzrechtlichen Richtlinien. Die Erfassung der Daten für Solarwärme ist ungleich schwieriger, weil es kein zentrales Datenregister gibt. Entsprechend aufwendig ist es, belastbares Datenmaterial zu sammeln.
Nun zu den Platzierungen der Solarbundesliga: Mit einer installierten Kollektorleistung von 0,06 Quadratmeter/Einwohner sowie einer installierten Photovoltaikleistung von 150 Watt/Einwohner erreichte Bruchsal 92 Punkte. Mit diesem Ergebnis belegt die sonnige Saalbachstadt Rang 58 in der Kategorie der mittelgroßen Städte. In der Landeswertung Baden-Württemberg belegte Bruchsal den 221. Rang. Die Gemeinde Waghäusel belegte Rang 204 und Ettlingen reihte sich auf Rang 210 ein. Hinter sich lassen konnte Bruchsal die Melanchthonstadt Bretten. „Bei der Solarbundesliga kommt es weniger auf eine herausragende Platzierung an. Der Anreiz besteht darin, sich weiter zu verbessern“, informiert Dieter Neff von der Lokalen Agenda 21. „Die Solarenergie bietet für alle Verbraucher die Möglichkeit, einen Teil der benötigten Energie selbst zu produzieren“, ergänzt Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, die sich sehr über die Wettbewerbsteilnahme gefreut hat und darauf hofft, dass weitere Bruchsalerinnen und Bruchsaler den Ausbau Erneuerbarer Energien unterstützen. Peter Solberg, ewb-Geschäftsführer, stellt auch in Zukunft gerne die benötigten Daten für eine Teilnahme an der Solarbundesliga zur Verfügung und erinnert daran, dass über die Bürgersolaranlagen der ewb auch „diejenigen die Solarstromerzeugung unterstützen können, die nicht über ein eigenes Dach verfügen.“
Um im nächsten Jahr eine noch bessere Platzierung zu erreichen, bittet die AG Umwelt und Energie um die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Alle Solarwärmeanlagenbetreiber werden gebeten, ihre Daten für Solarwärmeanlagen beim Agendabüro der Stadt Bruchsal zu melden. Es genügt, wenn der Straßenname, die Hausnummer und die Größe der Solaranlage in m² angegeben werden. Nicht vergessen werden darf der Hinweis, ob es sich um Flächen- oder Röhrenkollektoren handelt. Der Name des Anlagenbetreibers ist für die Datenermittlung nicht notwendig.
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Ich schmeiß mich weg
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Die Lachplatte darf ergänzt werden .......