Erneute Testkäufe Jugendlicher in Bruchsal

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Dienstag, 31. Januar 2012 - 9:39

Bruchsal (pa.). Am 13. Januar 2012 fanden in Bruchsal erneut Testkäufe durch Jugendliche statt. Die minderjährigen Teilnehmer versuchten in verschiedenen Einkaufsmärkten und Kiosken in der Kernstadt von Bruchsal und erstmals auch in den angehörigen Ortsteilen hochprozentigen Alkohol und Tabakwaren zu erwerben. Begleitet wurden sie bei diesem Unterfangen von Beamten der örtlichen Polizei und des Ordnungsamtes sowie des Landratsamtes Karlsruhe.

Viel Lob gab es für die Verkäufer/-innen und Filialleiter/-innen, bei denen die Jugendlichen nicht an die „heiße Ware“ gelangen konnten. Leider musste aber auch noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, denn oftmals ist es den Jugendlichen doch gelungen Zigaretten oder brandweinhaltige Getränke zu erwerben. Zusammen mit mahnenden Worten der Beamten und dem Hinweis auf ein Bußgeld, wurden die gekauften Waren natürlich wieder zurückgegeben.

Von 21 kontrollierten Betrieben verkauften 13 den Testkäufern Tabakwaren oder Alkoholika, ein Indikator dafür, dass in „unserem Städtchen“ noch einiges an Jugendschutzarbeit geleistet werden muss. Die Kernstadt von Bruchsal schnitt bei dieser Aktion deutlich besser ab, denn hier bekamen die Jugendlichen in 57% der Fälle ein „Nein“ zu hören. Hier zeigt sich die positive Wirkung dieses Projekts, denn dort wurden die Testkäufe schon zum wiederholten Male durchgeführt. Bedauerlicherweise gab es aber auch einige „Wiederholungstäter“, die aus den letzten Kontrollen keine Lehre gezogen haben.

Die Ortsteile waren diesbezüglich noch „jungfräulich“, wodurch das weniger erfreuliche Ergebnis dort zu erklären, aber nicht zu rechtfertigen wäre. In 86% der kontrollierten Betriebe erhielten die Jugendlichen nämlich die gewünschte Ware. Die Gewerbetreibenden zeigten größtenteils Einsicht und gelobten zukünftig Besserung und mehr Engagement in Sachen Jugendschutz. Diese Zusagen werden natürlich auch weiterhin durch solche Testkäufe überprüft.

Es wäre sehr erfreulich, wenn aufgrund dieser Aktionen, der Jugendschutz wieder mehr an Aufmerksamkeit gewinnt und ins Bewusstsein aller Mitbürgerinnen und Mitbürger gerückt wird, denn: „Wegschauen ist keine Lösung“! Wir werden uns auch weiterhin, in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei und dem Landratsamt Karlsruhe, dieser Aufgabe widmen und um Fortschritte bemüht sein.

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