Elektromobile Zukunft zu Gast in Bruchsals Gegenwart

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Stadtwerke verwandelten Rathausplatz kurzerhand in Stromtankstelle
Donnerstag, 7. April 2011 - 16:34

SWR3-Elche

Kaum hatte Baden-Württemberg 125 Jahre automobile Vergangenheit gefeiert, war in Bruchsal die Zukunft des Automobils zum Anfassen nahe. Die Skala der 33 elektromobilen Fahrzeuge, die im Rahmen der SWR3-Aktion „Drei Tage unter Strom" am 1. April einen Strom-Tankstopp auf dem Rathausplatz einlegten, reichte vom Tesla Roadster Sportwagen bis zum Mercedes Smart Fortwo Electric Drive, der voraussichtlich 2012 in Großserie geht. Außerdem präsentierte die Tour die serienreifen, bereits erhältlichen Elektroautos der PSA-Gruppe, die baugleichen Citroën C-Zéro, Peugeot iOn und Mitsubishi i-MiEV. Keines der drei ist derzeit wettbewerbsfähig bei Anschaffungskosten von jeweils rund 35.000 Euro. Die automobilen Stromer rollten mit einem kaum wahrnehmbaren elektronischen Surren in Bruchsal ein. Der Zwischenstopp bot den Fahrer/innen Gelegenheit zum Aufladen der Fahrzeug-Akkus und Energietanken in der Stadt, den Bruchsaler/innen zum interessierten Begutachten der Fahrzeuge. Dank der von den Stadtwerken hergestellten Infrastruktur samt „Baustromanschluss" konnten die Fahrzeuge zeitgleich mit der erforderlichen Energie aufgetankt werden.

V.l.n.r.: Peter Solberg, Bertram Quadt, Volker Janitz

V.l.n.r.: Peter Solberg, Bertram Quadt, Volker Janitz

60 SWR3-Hörer/innen hatten die Teilnahme am Praxistest der „Zero-Emission-Technologien" gewonnen und konnten auf 500 Kilometern den effizienten Umgang mit den Elektrofahrzeugen testen. Moderator Volker Janitz übernahm eine kurze Diskussionsrunde zur elektromobilen Gegenwart mit Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Solberg, Citroën-Vertreter Thomas Wildmann, e8energy-Geschäftsführer Rachid Ait Bouhou und dem sparsamsten Fahrer der Teil-Etappe von Worms nach Bruchsal, SWR3-Hörer Joachim Keck. Solberg bestätigte, dass die Fahrzeuge in Bruchsal „zeozweifrei" mit umweltfreundlichem watergreen-Ökostrom aufgeladen werden. Über die Erfolgsfrage, was zuerst da sein müsse, die Stromladeinfrastruktur oder die Elektro-Fahrzeuge, philosophierte der Moderator mit Ait Bouhou. Für Wildmann war die erforderliche Infrastruktur sekundär, weil ein Großteil der vorhandenen Fahrzeuge ohnehin zu Hause geladen werde. Energiesparfuchs Keck, der noch über 60 Prozent der Ladung seines Autos verfügen konnte, hatte „auf Heizung und Lüftung verzichtet, Autobahnen gemieden, 30er Zonen massiv ausgenutzt und die Energie- und Verbrauchsanzeige immer im Blick". Die Zukunft der E-Mobility, das betonten die Diskussionspartner unisono, stehe und falle mit der Akku-Technologie, die geeignet ist, die Reichweiten der Elektroautos zu verbessern und langfristig deren Akzeptanz zu erhöhen.

Drei Tage unter Strom

Drei Tage unter Strom

 

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