Der Ehren-GAU
Herzlichen Glückwunsch, Herr Doll! Nach sportlichen Gesichtspunkten war dies wirklich, wie zu lesen war, „Bernd Dolls letzter Sieg“. Ein Sieg, denn ein 17:16 Erfolg ist in jedem Finalspiel eben ein Sieg. Schlusspfiff. Weltmeister. Ehrenbürger. In diesem Fall liegen die Dinge aber etwas anders, eine sportliche Betrachtungsweise dürfte sich verbieten, wenn man mit etwas Distanz das gestrige Ergebnis analysiert.
Für alle, die dies nicht sofort verstehen: Gut unterrichtete Kreise haben das Ergebnis der nicht öffentlichen Abstimmung im Bruchsaler Gemeinderat zum Antrag der Oberbürgermeisterin, Bernd Doll die Ehrenbürgerschaft zu verleihen, durchsickern lassen: 17 Stimmen dafür, 16 Stimmen dagegen.
Ein überzeugender Abstimmungserfolg sieht anders aus. Oder etwa nicht? Wir rechnen gerne einmal nach:
35 Gemeinderatsmitglieder und die Oberbürgermeisterin wären bei Anwesenheit abstimmungsberechtigt gewesen. 33 haben abgestimmt, drei haben also gefehlt, davon 17 für Bernd Doll. Das sind genau 51,5 % der abgegebenen Stimmen oder 47,2 % der Stimmberechtigten. Wirklich aller Ehren wert?
13 der 17 Stimmen dürfte Herr Doll aus seiner treuen CDU-Fraktion erhalten haben. Eine Stimme vermutlich von seiner Nachfolgerin. So gerechnet hätte der frischgebackene Ehrenbürger mit 3 weiteren Stimmen noch nicht einmal alle Stimmen der Freien Wähler, seiner langjährigen Blockflöte, bekommen.
Stellen wir jetzt noch in Rechnung, dass sich der langjährige Doll’sche Intim-Freund Jürgen Schmitt (SPD) – aus welchem Grund auch immer, hierüber wird noch zu reden sein – vor der Abstimmung drückte und der Sitzung gleich ganz fern blieb, dann liest sich dieser Sieg schon eher als Ehren-Super-GAU. Denn mit nur einer einzigen Nein-Stimme mehr, etwa der von Jürgen Schmitt, wäre der Antrag abgelehnt worden. So aber ist der frisch Ausgezeichnete ein Ehrenbürger ausgerechnet von Jürgen Schmitts Gnaden! Ein Treppenwitz der Lokalgeschichte – allein hierfür ist Herrn Doll ein Platz in den Annalen unserer Stadt sicher!
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Kommentare
17 gegen 16 Blamage wärs ich
17 gegen 16
Blamage
wärs ich ! täts ablehen.
schun der Ehre wegen.
Der Ehrenbürger-Macher
Das haut dem Fass die Krone mitten ins Gesicht. Jürgen Schmitt macht durch seine mutige Abwesenheit (auf die Begründung für die Abwesenheit darf man gespannt sein) die Farce perfekt und seinen langjährigen Freund zum Ehrenbürger. Das kann jetzt nur noch dadurch getoppt werden, dass Jürgen Schmitt bei der feierlichen Verleihung der Ehrenbürgerwürde die Laudatio hält. Wer kennt den zu Ehrenden besser als er? Wie schön, dass ich mein letztes Kabarett in Bruchsal gespielt habe. Diese Nummer hätte ich mir in meinen wildesten Fantasien niemals ausdenken wollen.
Rainer Kaufmann
Der Ehre wegen ablehnen?
Wie sagen die Brusler: "Erschd musch mol hasch!"
Uff Hochdeidsch:
"Erst musst Du mal haben!"
Für das...
"unentschuldigte Fehlen" Herrn Schmitt's gibt es wahrlich keine Entschuldigung, es sei denn, er wäre halbtot oder gar ganz tot gewesen - oder er ahnte, wie es ausgehen könnte und wollte seiner neuen "Umworbenen" CPS (stammt nicht von mir, s. "Volkes Mund" auf dem Wochenmarkt) nicht in den Rücken fallen - möglich ist in der Politik alles, weshalb mich's nicht wundern täte...
Ein rechter Ehren"wuerger"
Wenn Schmitt ein Funke von Anstand besitzt, entschuldigt er sich oeffentlich dafuer, dass er Doll zum "Ehrenwuerger" gemacht hat.
Wenn Doll ein Funke von Anstand besitzt, nimmt er die Ernennung zum "Ehrenwuerger" durch Schmitt nicht an.
besser mal nachdenken
was für ein geschiss um dieses männele. was für ein tanz um das goldene kälbchen. wollt ihr nicht begreifen, dass der ex-ob keiner von euch ist? war sein vorschlag eines ksc-stadions an der bruchsaler autobahnausfahrt eine zeitungs-ente? wenn nicht- wer von euch wäre auf diese idee gekommen?
wer von euch hatte diese vision, eine kaserne zur dorf-universität zu machen? wie -keiner von von euch streckt den finger?
wer von euch hatte die phantastische idee, das städtische rathaus teilweise in einen konsumtempel zu verwandeln? wie- keiner von euch streckt den finger? wer von euch würde seine familienkutsche sehenden auges finanziell gegen die wand fahren und hinterher anspruch auf das "goldene lenkrad" geltend machen? Wie - keiner von euch streckt? nun- dann solltet ihr jetzt begreifen, dass der keiner von euch ist. ihr solltet lieber darüber nachdenken, wie man so etwas zukünftig unter kontrolle hält.
Bernd-Doll-Platz
So liebe Stadträte, jetzt habt ihr den Salat. Jetzt muss natürlich auch ein Platz oder eine Straße für den neuen Ehrenbürger von Brusl gefunden werden. Da wird sich schon was finden, z.B. im neuen bald entstehenden Stadtquartier am Bahnhof. Ha, oder vielleicht in Unterfroschbach? Wäre nicht ganz so peinlich.
Rainer bitte, bitte mach da wieder ein Kabarett draus, die BürgerInnen schreien danach!
Es könnte ja aber auch ein ICE - Zug nach Bernd Doll benannt werden oder es steht eine erneute Lufthansa - Jet - Taufe ins Land? Der alte mit dem Namen "Bruchsal" dürfte ja bald ausrangiert werden (wenn er es nicht schon ist). Wenn sich aber bitteschön kein Objekt zur Namenstaufe finden lässt, wäre ich dafür, dass Pfarrer N. den Namen seines Marienplatzes wieder freigibt oder aber, der Waterkamp nennt sein nächstes Seniorengebäude "Bernd Doll Stift". Wäre auch etwas, gell.
Wie man sowas zukünftig unter Kontrolle hält
Ganz einfach: Der Gemeinderat beschließt ein sauberes, transparentes Wahlverfahren mit klaren Definitionen (was bedeutet "hat sich verdient gemacht"? Das kann doch jeder auslegen, wie er will. Hier müßten genauere Erläuterungen her, so daß man schon im Vorfeld Kandidaten, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, gar nicht zur Wahl zuzulassen braucht). Sodann müßten die Wahlmodalitäten geklärt werden (einfache Mehrheit, Zweidrittelmehrheit, der Anwesenden oder aller Gemeinderäte?). Ich würde für eine Zweidrittelmehrheit aller Gemeinderäte plädieren (Anwesenheitspflicht, sind nicht alle anwesend, wird der Termin verschoben). Wenn eine einfache Mehrheit nur der Anwesenden ausreicht, kann durch gezieltes Fernbleiben (eventuell sogar nach vorherigen Absprachen) das Wahlergebnis manipuliert werden. Also, ein für alle nachvollziehbares, sauberes, klares und transparentes Wahlverfahren und keine nach Gusto auslegbaren und manipulierbaren Regelungen. Die Bevölkerung muß ernsthaftes Bemühen und Ringen erkennen, dazu gehört auch eine öffentliche Wahl. Ich will schließlich wissen, wie mein von mir gewählter Gemeinderat entschieden hat, und dieser sollte auch den Mut haben, öffentlich zu bekennen, warum. So einfach wäre das.
außer kontrolle
"Ganz einfach: Der Gemeinderat beschließt...., ein für alle nachvollziehbares, sauberes, klares und transparentes Wahlverfahren und ..., dazu gehört auch eine öffentliche Wahl. .... So einfach wäre das." ( Verfasst von Waldemar.Z am 14. Dezember 2011 - 18:49.)
Dem würde ich mich uneingeschränkt anschließen.
Es löst jedoch nicht das Hauptproblem.
Dieses besteht darin, dass es, wie der Fall Doll zeigt, keine wirksame Kontrolle über die Tätigkeit eines Bürgermeisters in Baden-Württemberg gibt, wenn dieser im Begriff ist, Projekte zu initiieren, die das Gemeinwesen finanziell an den Rand des Ruins treiben. Wenn ein Bürgermeister genügend Fingerleheber im Gemeinderat hat, kann er hier fast alles machen, was er will.
Ehrenbürger
Über die Begründung zu Ehrenbürgerwürde bin ich gespannt!
Es bleibt eigentlich nur der Weitblick, die häßlichen Figuren auf dem Friedrichsplatz aus aus Aluminium geschaffen zu haben,4K die ihren materielln Wert behalten und gewinnbringend eingeschlolzen werden können.
Mit allem Verlaub, Herr Zimmermann, ...
... aber das ist wohl - wenig zielführend.
Bei der Frage der "besonderen Verdienste", die die Gemeindeordnung als Tatbestandsmerkmal für die Ehrenbürgerwürde formuliert, handelt es sich um einen sogenannten "unbestimmten Rechtsbegriff", der als solcher weder ungewöhnlich noch - bei nötiger Verständnisbereitschaft, die zugegeben beim ehrenamtlichen Gemeinderat nicht notwendig vorausgesetzt werden kann - unhandhabbar ist. Oder sollte der Frage des "Ehrenbürgers" tatsächlich mit der Aufzählung der Wiederwahlen, der Banddurchschnitte, der Neujahrsreden oder Arbeitsplatzansiedlungen, Kindergartenplätze oder was dergleichen noch mehr denkbar ist, näher gekommen werden?
Eine Grundvoraussetzung für die Handhabbarkeit dieses unbestimmten Rechtsbegriffs sollte freilich gegeben sein, nämlich dass man sich über den zentralen Begriff einen "Begriff" macht. Dann käme man nämlich wohl zu dem Ergebnis, dass sich dieser Begriff der Ehre - so altertümlich, dass es mir schwerfällt, davon zu schreiben - mit Streit nicht verträgt. Man würde mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Frage danach, wie der Wille des Gesetzgebers hier wohl zu verstehen sein könnte, darauf stoßen, dass er etwas gemeint haben könnte, das gleichsam unausweichlich vorhanden ist, sich fast aufdrängt (um Missverständnisse zu vermeiden: nein, nicht so, wie wir es gerade erlebt haben) - etwa in in dem Sinne einer einhelligen Reaktion "Ja, jetzt, wo Du es sagst, natürlich - dass ich darauf nicht selber gekommen bin?"
Wenn man dies in der Ernsthaftigkeit, die der Gesetzgeber nicht nur gemeint, sondern den Entscheidungsträgern vor Ort tatsächlich wohl auch zugetraut hat, durchdenkt, dann macht die Handhabung dieses Begriffs keine Schwierigkeiten, die die von Ihnen erwähnten Konkretisierungsmaßnahmen erfordern würden.
Nicht schützen können wird man sich indes vor einem - auch in Bruchsal offenbar vorhandenen - Verständnis, das hier einen "letzten Sieg" erkennt und daher offenbar "viel Ehr" in erster Linie mit "viel Feind" in inhaltlichen Zusammenhang bringt. Eine Ehre also, die von der Niederlage "der anderen" lebt.
Dieser Begriff, so meine ich, verdient auch nichts Besseres als 17:16.
Bleibt doch die Frage
"Nicht schützen können wird man sich indes vor einem - auch in Bruchsal offenbar vorhandenen - Verständnis, das hier einen "letzten Sieg" erkennt und daher offenbar "viel Ehr" in erster Linie mit "viel Feind" in inhaltlichen Zusammenhang bringt. Eine Ehre also, die von der Niederlage "der anderen" lebt.
Dieser Begriff, so meine ich, verdient auch nichts Besseres als 17:16." ( Verfasst von Olaf Bühler am 14. Dezember 2011 - 21:17.)
Bleibt doch die Frage:
Wenn einer mit 100% der Stimmen zum Ehrenbürger gewählt wurde,
und einer mit knapp über 50%
-ob der dann "Ehrenbürgerle" ungestraft genannt werden darf.-
Entschuldigung
Abgesehen davon, dass diese Idee eine durchaus lustige innerparteiliche Komponente hat (Insiderwitz), entschuldige ich mich durchaus nicht. Ich bin nicht 17 Gemeinderäte. Was meine Abwesenheit bei der Abstimmung anbelangt: Ich habe mich - frühzeitig - dazu entschlossen, mich mit nichts zu befassen, was mit dem Namen "Doll" zu tun hat. Im übrigen bin ich nicht die lebenslange Speerspitze gegen unseren neuen Ehrenbürger. Damit habe ich selbst zu viel Zeit verbringen müssen. Ich kann nicht feststellen, dass ich während der Zeit, bei der es "um die Wurst" ging, Mitstreiter hatte. Wem das Ergebnis nicht passt, das durchaus die Stadtgeschichte vorbildlich spiegelt, dem empfehle ich, sich mit den Befürwortern der Würdezuteilung zu befassen.
Danke für das Stichwort
"Ich habe mich - frühzeitig - dazu entschlossen, mich mit nichts zu befassen, was mit dem Namen "Doll" zu tun hat. Im übrigen bin ich nicht die lebenslange Speerspitze gegen unseren neuen Ehrenbürger. Damit habe ich selbst zu viel Zeit verbringen müssen. Ich kann nicht feststellen, dass ich während der Zeit, bei der es "um die Wurst" ging, Mitstreiter hatte. Wem das Ergebnis nicht passt, das durchaus die Stadtgeschichte vorbildlich spiegelt, dem empfehle ich, sich mit den Befürwortern der Würdezuteilung zu befassen."
Verfasst von Jürgen Schmitt (Kontakt der Redaktion bekannt) am 14. Dezember 2011 - 22:33.
Also, bei dem Thema "Wurst" fällt mir zwingend ein, dass der neue Ehrenbürger ernsthaft die Absicht hatte, noch in jüngster Zeit die größte Wurstfabrik Europas (Edeka, jetzt in Rheinstetten) mit gigantischen Ausmaßen in unmittelbarer Nähe der Kernstadt anzusiedeln und deren Abwässer in die städtische Kläranlage zu leiten. Und das im Hauruckverfahren, nachdem es einer Forster Bürgerinitiative gelungen war, dieses unsägliche Projekt dort zu kippen. Der "Ehren"bürger hatte hierbei weder die betroffenen Anwohner im Blick, noch den Landschafts-und Naturschutz und schon gar nicht den Denkmalschutz, denn dieses riesenhafte Projekt hätte unweigerlich zu einer visuellen Beeinträchtigung des Schlossensembles geführt.
So viel zum Thema "Leistung", "Ehre" und "Bürger". Die "Vergesslichkeit" der Bruchsaler Gemeinderäte wundert mich schon sehr, sie sollten doch am besten wissen, was sich der Ex-Ob alles geleistet hat.
Unbetimmte Rechtsbegriffe und Gemeindeparlamente
In der Tat sind "unbestimmte Rechtsbegriffe" nicht ungewöhlich, mit der Handhabbarkeit wird es aber schon komplizierter. Es gibt unendliche, Bände füllende Streitereien unter Rechtsgelehrten und Gerichtsverhandlungen über alle Instanzen gerade wegen solchen, nicht klar definierten Rechtsbegriffen.
Wie kann ein Gesetzgeber unter diesen Umständen davon ausgehen, daß ein Gemeindparlament, gerade in hochstrittigen, emotionalen politischen Fragen, die nötige Verständnisbereitschaft aufbringt, um einen unbestimmten Rechtsbegriff zu handhaben? Das muß doch voll in die Hose gehen, wie man gerade gesehen hat.
Wie kann man von einem Gemeindeparlament verlangen, daß es sich über den zentralen Begriff "Ehre" einen Begriff macht, um sich dann zu fragen, wie der Wille des Gesetzgebers wohl zu verstehen sei, um sodann darauf zu stoßen, was er gemeint haben könnte?
In der Ernsthaftigkeit, die der Gesetzgeber den Entscheidungsträgern vor Ort vielleicht zugetraut hat, durchdenkt halt keiner der Handelnden die Materie. Wo Emotionen eine Rolle spielen, schon gar nicht.
Woran beurteilt ein Gemeindeparlament einen zum Ehrenbürger Vorgeschlagenen? Nach seinen Taten! Hier sollte man, wegen der Transparenz und auch Nachvollziehbarkeit für den Bürger - der auch keine Übung mit unbstimmten Rechtsbegriffen hat, einen glasklaren "Taten- oder Anforderungskatalog" einrichten. Meinetwegen sollte jede Gemeinde einen solchen für sich selbst erstellen können - keine Selbstverständlichkeiten oder Petitessen, sondern nur Taten, die eine Gemeinde weiterbringen in jedweder Art (wirtschaftlich, kulturell usw. usw.), sie fördert, entwickelt, die Zukunft sichert, den Standort sichert etc., der Beispiele gäbe sicherlich noch mehr, da könnte sich doch eine Agenda den Kopf zerbrechen.
Jede nenneswerte Handlung eines "Ehrenwürden-Anwärters" müßte nach diesen Kriterien schon im Vorfeld abgeklopft und abgewogen werden (möglicherweise käme es in manchen Fällen dann auch gar nicht mehr zu einer "Nominierung").
Auch die Art der Amtsführung (bürgernah, transparent oder selbstherrlich, anmaßend usw.) müßte in eine Leistungsbeurteilung- und Bewertung mit einfließen. Das wünsche ich mir als Bürger.
Wenn der Bürger die Kriterien ebenfalls kennen würde und wüßte, daß demnach ernsthaft gerungen und bewertet wird, könnte er eine gefällte Entscheidung leichter nachvollziehen und besser akzeptieren. Was im Moment bleibt, ist nur ein schales Gefühl.
Kann nicht verstehen...
... was hier einige von sich geben. Der Mann wurde demokratisch in sein Amt gewählt. Genauso demokratisch wurden er zum Ehrenbürger gewählt. Oder gibt es da etwa Zweifel?
Hinterher kann jeder rumnörgeln. Erst einmal besser machen! Oder selbst als Kandidat aufstellen lassen bei der nächsten OB Wahl.
Das wäre ...
... dann aber das andere Wort mit "E".
Erbsenzählerei nämlich.
Stadtgeschichte
Das Ergebnis spiegelt also die Stadtgeschichte?
Wenn das ein Kriterium wäre, dann, ja dann...
Ich kann mich Herrn Kaufmann nur anschließen, dieses Ergebnis ist ein Schlag ins Gesicht für alljene, die eine Veränderung in Bruchsal wollten.
Und Ihr Statement, Herr Schmitt, finde ich persönlich, genauso wie Ihr Fernbleiben, nur eines: PEINLICH!
"Causa Schmitt"
Das Statement ist sicherlich peinlich. Dem ist zuzustimmen.
Die öffentliche Erklärung eines gewählten Mandatsträgers indessen, an einer Gemeinderatssitzung deshalb nicht teilgenommen zu haben, weil er mit dem Tagesordnungspunkt im Vorfeld bereits innerlich abgeschlossen hatte, ist rechtswidrig (§ 34 GemO sieht eine Teilnahmepflicht an der Gemeinderatssitzung vor).
Es steht nicht im Belieben des Mandatsträgers, je nach emotionaler Befindlichkeit seinen Pflichten nachzukommen.
Was soll das jetzt alles?
Ich bin schon sehr erstaunt darüber was ich hier so für kommentare lesen muss. Nicht falsch verstehen ich bin kein Doll Fan und habe ihn auch nie gewählt aber ich finde schon das man hier mal etwas klar sagen sollte. Jedem normal denkenden Brusler war klar über Jahre hinweg das in Bruchsal irgendetwas nicht richtig läuft als er noch Bürgermeister war. Und trotzdem wurde er immer wieder gewählt! und zwar von bruchsalern! wie kann es sein das es jetzt niemand gewesen sein will? Kohl hat auch nie jemand gewählt komisch das er 16 Jahre Kanzler war. Es war doch schon immer klar das es nie gut ist wenn jemand so lange im Amt bleibt weil man eben die Bodenhaftung verliert die realität! wenn ich heute Herrn Doll sehe parkt er mit seinem Auto in der Stadt wo er nicht parken darf quatscht ewigkeiten mit älteren Herren und das Ordnungsamt interessiert es nicht. Das ist ok vielleicht ein Beispiel was aus der realität ist aber ich finde das sagt sehr viel aus. Und all die älteren Herrschaften die auf dem wochenmarkt darüber hetzen das er diese Würde will genau solchen muss man sagen wie allen anderen das ist euer Werk den ihr über Jahre genährt habt mit immer neuen Wahlsiegen.Das wollen viele nicht hören aber das ist die Wahrheit ebenso das es gar keine beschreibung gibt für das was sich mal wieder in unserer Stadt abgespielt hat. Selbst das wort unwürdig ist hier nicht ausreichend für so einen Skandal. Selbst ein Papst wird erst nach einer gewissen Zeit heiliggesprochen wir haben unseren ja jetzt! Und als Strasse die seinen Namen trägt empfehle ich die Strasse die vom Profi Foss hinter zur Oga führt. Diese hat viel Kopfsteinpflaster also sehr holprig dazu viele viele Schlaglöcher was ein fahren nicht so einfach macht also genau passend für unseren EX OB.
zur Diskussion gestellt...
Arme Frau OBin !!!! Ein versöhnlich angedachter Vorschlag, geopfert auf dem Altar des Bruchsaler Gemeinderatfilzes !!!! Und sie behält die sprichwörtliche A....karte.
Über Jahrzehnte manifestierte Strukturen (und deren Nutznießer !) lassen sich halt doch nicht so leicht auflösen, egal wie gut gemeint die Ansätze sind !!
Rainer Kaufmann hat Recht, die besten Satiren schreibt das "real political life"....
Was das Verhalten des Schmittinator angeht: feige und hochpeinlich !
Aber so ist sie nun mal.......die Brusler (Gemeinderat-)Politik !
Naja
@Gast : Mein Werk sind weder Doll noch Kohl, den Schuh zieh ich mir nicht an...;-)
Den letzten vier Sätzen stimme ich jedoch zu!
Im Übrigen halte ich das Verhalten der OBin für genauso peinlich und fragwürdig wie das des Herrn Schmitt, glaubwürdige Politik sieht anders aus!
Nächstesmal wähle ich dann auch die CDU-Marionette, da weiß ich zumindest, was ich hab, ne Luftnummer (wie bei den anderen auch).
Rechtsbruch macht Durchbruch
Es geht nicht darum, warum der Gemeinderat nichtöffentlich tagt, sondern dass er nichtöffentlich getagt hat.
§ 35 (1) GemO besagt, dass die Sitzungen des Gemeinderats grundätzlich öffentlich sind. Nur wenn es das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen Einzelner erfordert, kann nichtöffentlich verhandelt werden. Einschlägige Kommentierungen schaffen keine Voraussetzung, das "Ehrenbürgern" als Ausnahme gelten zu lassen. Schon gar und gar nie nicht, wenn es um die Feststellung der Ehre eines zu designierenden Ehrenbürgers geht.
17:16 Sieg außer Konkurrenz - ohne Rechtswirkung, lustig !
Affentheater
das ist alles nur noch humoristisch zu ertragen. Bruchsal bleibt Bruchsal.
Die Affen
Gedicht von Wilhelm Busch
Der Bauer sprach zu seinem Jungen:
"Heut in der Stadt, da wirst du gaffen,
Wir fahren hin und sehn die Affen.
Es ist gelungen
Und um sich schiefzulachen,
Was die für Streiche machen
Und für Gesichter,
Wie rechte Bösewichter,
Sie krauen sich,
Sie zausen sich,
Sie hauen sich,
Sie lausen sich,
Beschnuppern dies, beknuppern das,
Und keiner gönnt dem andern was,
Und essen tun sie mit der Hand,
Und alles tun sie mit Verstand,
Und jeder stiehlt als wie ein Rabe.
Pass auf, das siehst du heute."
"O Vater", rief der Knabe,
"Sind Affen denn auch Leute?"
Der Vater sprach: "Nun ja,
Nicht ganz, doch so beinah."
(Wilhelm Busch 1832 -1908, deutscher humoristischer Dichter;
aus: die Affen)
Versöhnung
Auf dem Wochenmarkt mehren sich Stimmen, als Zeichen der Versöhnung die Hebelstraße in Bernd-Doll-Weg umzubenennen...
Jürgen Schmitt ...
..hat den Ehrenbürger möglich gemacht. Weshalb? Da kann man nur raten: CPS oder Klientelpolitik. Wenn man sich die Männerfreundschaft anschaut:
http://buergerbruchsals.wordpress.com/category/bruchsal/
dann ist das Fernbleiben zur Sitzung noch unverständlicher. Wer sich bei Abstimmungen nicht mehr traut und wer Anfragen nicht beantwortet ...
Versöhnung 2
Nach neueseten Gerüchten auf dem Weihnachtsmarkt soll sich die CDU Bruchsal mit dem Gedanken tragen , passend zur Umbenennung der Hebelstraße in Bernd-Doll-Weg in der dortigen Hausnummer 7 ein Bernd-Doll-Museum einzurichten...
da fehlen
doch ein paar Artikel? :-)
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