Durch häusliche Pflege in die Armut rutschen
Stefan Krastels Mutter erwachte vor zwölf Jahren aus dem Koma und musste von diesem Zeitpunkt an rund um die Uhr versorgt werden. Ein Pflegeheim für die Mutter war für den damals 31-jährigen Friseur aus Kehl keine Option. Er wollte seine Mutter zu Hause selbst versorgen und gab schließlich seinen Beruf auf. Stefan Krastel bekommt das gesetzliche Pflegegeld und Hartz IV-Leistungen, was nicht einmal zusammen mit der Rente der Mutter für beide zum Leben reicht. Besonders absurd: Krastels Finanzen wären in Ordnung, hätte er die Mutter in ein Pflegeheim gegeben. Dann nämlich zahlt der Staat ein Vielfaches des Betrags für häusliche Pflege. Astrid Bischofberger spricht mit Stefan Krastel, dessen Bruder und mit Vertretern aus Politik und Fachverbänden über diese Lücke im Pflegegesetz.
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