DIKANDA in Bruchsal - ein Superkonzert

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Es war schon bemerkenswert, was die sogenannten „sozialen Netzwerke" und die sie virtuos nutzenden Internetaktivisten vermochten.
Freitag, 14. Mai 2010 - 23:03

DIKANDA

Die polnische Musikgruppe DIKANDA wurde auf ihrer Tournee durch Europa böse überrascht. Der Veranstalter des Budapester Festivals sagte der Gruppe kurzfristig ab; aus finanziellen Gründen musste das ganze Festival ausfallen. Was tun? Da die Gruppe DIKANDA am Mittwoch, 12. Mai 2010 einen Auftritt in Speyer hatte, wandte sich der Konzertagent der Gruppe, Bruno Wallisch, an den Jazzclub Bruchsal und den Betreiber von Kaufmanns Schlachthof, Rainer Kaufmann, ob diese eine Möglichkeit sähen, am darauf folgenden Donnerstag ein Konzert für DIKANDA auszurichten.

Die Telefone liefen heiß; Mittwochs wurde Bruno Wallisch grünes Licht gegeben. Die Organisation stand; DIKANDA konnte in Bruchsal auftreten.

Um nicht in Konkurrenz zur Veranstaltung in Speyer zu treten, durfte die Werbung für das Konzert erst anlaufen, sobald das Weltmusikfestival in Speyer begonnen hatte. Das Speyerer Weltmusikfestival begann am 12. Mai um 20 Uhr - Werbung für das Bruchsaler Konzert von DIKANDA war erst ab diesem Zeitpunkt möglich.

Und wie geworben wurde! Es war schon bemerkenswert, was die sogenannten „sozialen Netzwerke" und die sie virtuos nutzenden Internetaktivisten vermochten. Punkt 20 Uhr veröffentlichte bruchsal.org den Hinweis auf das 24 Stunden später statt findende DIKANDA-Konzert. Diese Information wurde gleichzeitig an alle bruchsal.org-Twitter-Abonnenten gesendet. Ebenfalls ab 20 Uhr informierte Kaufmanns Schlachthof auf seiner Homepage über das Sonderkonzert von DIKANDA und informierte seine Newsletter-Abonnenten per E-Mail. Ebenso informierte der Jazzclub Bruchsal: Konzertankündigung auf der Homepage, Twitter, wer-kennt-wen und E-Mail an alle Freunde des Bruchsaler Jazzclubs.

Und das nahezu Unglaubliche gelang. Trotzdem nur 24 Stunden für die Konzertankündigung zur Verfügung standen, war der Schlachthof mit fast 80 Besuchern ganz schön voll. Ein Hoch auf Internet, E-Mail, Twitter und Co.!

Und das Konzert selbst? Super, super, super! Die Besucher ließen die sechs Musiker von DIKANDA fast nicht mehr von der Bühne und erklatschten eine Zugabe nach der anderen. Beim Abschiednehmen nach dem Konzert von Freunden und Bekannten sah man nur in strahlende Gesichter. Ein Ereignis!

Hier zwei kleine Mitschnitte, die ein ganz, ganz klein wenig die brodelnde Atmosphäre im Bruchsaler Schlachthof wiedergeben:

Diesen Konzertkritiken und Bildern ist nichts mehr hinzuzufügen:

Konzertkritiken DIKANDA

Diashow von Gaby Kraß

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