Dettenheim: Interview mit Siegfried Lehr (SPD) zum Kartbahndrama

DruckversionPer e-Mail versenden
Donnerstag, 19. August 2010 - 10:55
Streit

Unter dem Titel SPD gegen Piratenpartei - die Schlammschlacht geht in die nächste Runde berichtete bruchsal.org bereits über die Notwendigkeit des Abbaues eines Informationsstandes der Piratenpartei wegen einer Intervention von der SPD Dettenheim (?) dem Betreiberverein der Kartbahn (?). Dominic Herzberg, Betreiber des Blogs "Berlin Now! - Fast aus Berlin" interviewte nun Siegfried Lehr und veröffentlichte dessen Sicht der Dinge. Hier der Bericht:

Donnerstag, 19. August 2010

Ich hatte ja schon Anfang der Woche verkündet, dass ich Herrn Lehr von der SPD Dettenheim, eine E-Mail mit Fragen zum Kartbahndrama geschickt hatte. Heute fand ich nun seine Antworten in meinem Posteingang welche ich nun hier veröffentliche.

Berlinnow: War Parteiwerbung auf dem Festival generell nicht gestattet?

Lehr: Unser Motorsportclub besteht seit 48 Jahren, seit 44 Jahren bin
ich Vorsitzender, die Kartbahn gibt es seit 45 Jahren, seit 44 Jahren
veranstalten wir motorsportliche Events und seit ca. 30 Jahren vermieten wir unser Gelände an Musikveranstalter (u.a. auch an MTV). Seit meiner 1. Vorstandswahl (Januar 1967) im Alter von 23 Jahren haben wir darauf geachtet, dass entsprechend unserer damaligen Satzung keinerlei politische Betätigung in unserem Verein oder auf unserem Gelände stattfindet. Daran haben sich sowohl der Verein, als auch die bisherigen Gast-Veranstalter gehalten.

Berlinnow: Wann haben sie von dem Infostand der Piratenpartei erfahren?

Lehr: Ich habe am Freitag den 13.8.2010 gegen 17.00 Uhr in unserem
Gemeindeanzeiger gelesen, dass Herr Krohlas (bei gully unter "Sven 423″) einen Info-Stand der Piraten-Partei auf unserem Gelände machen wird.

Berlinnow: Haben sie dem Veranstalter gesagt, dass das Gelände für künftige Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung steht, insofern der Infostand der Piratenpartei stattfinden darf?

Lehr: Auf meine sofortige Nachfrage bei Herrn Noga (Veranstalter) sagte
dieser unter Zeugen: "Ich hatte dieser Tage eine Anfrage eines Herrn
Krohlas wegen eines Infostandes. Da ich mir unter "Piraten" nichts
vorstellen konnte, hat mir Herr Krohlas Erklärungen abgegeben aus denen ich nicht schlau wurde, weshalb ich ihm sagte: Wenn ihr mir 20
Eintrittskarten abkauft, könnt ihr rein." Nach dieser Aussage sagte ich als Vorsitzender(TCL) zu Herrn Noga: Dann müssen wir im nächsten Jahr diesen Ausschluss von Politveranstaltungen in unsere Vereinbarung mitaufnehmen, obwohl dies in den vergangenen Jahrzehnten bei Musikveranstaltungen nicht notwendig war.

Ich habe aus meiner über 30-jährigen politischen Tätigkeit und Erfahrung heraus mit keinem Wort ein Verbot ausgesprochen oder ein Wegschicken des H.Krohlas gefordert, da ich wusste, dass dieser dann sofort eine Verbindung mit meiner Tätigkeit als SPD Ortsvereinsvorsitzender und Gemeinderat herstellen würde, was allerdings dann trotzdem geschah.

Hier stellt sich bei mir die Frage: Was hat dies alles mit der SPD zu
tun?

Ich werde zu diesem Thema keine weiteren Äußerungen von mir geben und sammle alle Meldungen und Unterlagen um sie meinem Rechtsanwalt zur Überprüfung evtl. Straftatbestände (Verleumdung, üble Nachrede, Rufmord) weiterzuleiten.

Zum Abschluss noch ein Scan aus der "Badische Neueste Nachrichten" welche sich auch mit dem Thema befasst hat.

Download

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4 (4 Bewertungen)
Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen