Da ist er wieder
Der Ehrenbürger nämlich. Und aus ganz unvermuteter Ecke: "Holler, die Waldfee", möchte man da sagen.
Aber Herr Holler, mal im Ernst: Kann oder soll der Umstand, dass die Brettener ihren Metzgers Paule der Ehrung wert empfinden, als solches Anlass für den Bruchsaler Gemeinderat sein, über eine entsprechende Würdigung nachzudenken, auf die nicht nur derzeit aus eigenem Antrieb nicht kommt? Nein, er hat dies auch ausdrücklich in der Septembersitzung aufgeschoben um zu gegebener Zeit - nämlich dann, wenn er sich einen erforderlichen Überblick über das Gesamtbild machen kann, verantwortlich zu entscheiden. Hält er doch richtigerweise in seiner Gesamtheit die Möglichkeit einer Bewertung auch der "Hinterlassenschaften" für erforderlich für eine solche Entscheidung, zu der nicht zuletzt auch ein abschließender Überblick über das des SEPA-Projekt einschließlich dessen "Risiken und Nebenwirkungen" gehören dürfte.
Aber noch ein anderer Gedanke beschäftigt mich:
Kann es ernsthaft im Sinne eines Würdigungskandidaten sein, den "Ehrenbürger" qua Definition an den scheidenden Oberbürgermeister zu binden? Nach meiner Einschätzung der beste Weg zur Entwertung des Prädikats. Denn der Oberbürgermeister ist nicht dazu da, Altersjubilare zu ehren und seine Amtskette spazieren zu tragen, und er verdient die Ehrenbürgerwürde nicht bereits dadurch, dass er in seinem selbstgewählten und in erster LInie mit Pflichten einhergehenden Job eine nicht gänzlich bemitleidenswerte Figur gemacht hat.
Es ist eigentlich ganz einfach, und der Volksmund weiß das:
Ehre, wem Ehre gebührt - nicht dem, der aus dem Amt scheidet.
Und das entscheidet der Gemeinderat zu der aus seiner Sicht gegebenen Zeit.
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Kommentare
Es gibt nicht nur Positives ...
Bevor die Entscheidung zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde fällt, sollte wirklich - und diese Meinung wird mittlerweile wohl auch im Gemeinderat mehrheitlich vertreten - die Arbeit von Bernd Doll als Mitarbeiter, also Oberbürgermeister, der Bruchsaler Stadtverwaltung angeschaut werden.
Es gibt nicht nur Positives, wie uns der Leserbriefschreiber weismachen will:
- schlampiger SEPA-Vertrag mit anscheinend bewusst vorenthaltenen Finanz-risiken zu Lasten der Stadt
- SEPA-Entscheidung gegen Mehrheit der Bevölkerung mit Verfahrenstricks durchgepaukt
- IU-Nachfolge ungeklärt, Millionenschaden droht
- Bürgerzentrum ist Fehlplanung ohne Ende und Millionenloch
- Geothermie: Millionen wurden hier versenkt nur, um BAD Bruchsal zu werden
- völlig falsch dimensionierte Fussgängerzone
- Einkaufspark Heimenäcker, verheerende Folgen für die Innenstadt
- Scherbelhaufen
Und die Tatsache, dass einem Paul Metzger in Bretten die Ehrenbürgerwürde verliehen worden sein soll, darf doch keine Begründung dafür sein, dass auch der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Bruchsal diese Ehrung erhält.
Russisches Sprichwort: "Was der Bauer tut, will auch der Affe nachmachen."
Ehrenbürgerschaft Doll
Ich schließe mich dem Kommentar an. Die Amtszeit des Ex OB Doll sollte
kritisch betrachtet werden mit Auflistung der Summen und "Brunnen" in denen
das Geld versenkt wurde welches heute dem Stadtsäckel fehlt.
Auch die Entscheidungen welche Herr Doll eigenmächtig unter Umgehung des Stadtrates traf, bitte nicht vergessen.
Im Prinzip haben wir jetzt
Im Prinzip haben wir jetzt die gleiche Diskussionsgrundlage wie beim "Ersten mal"...
Nur weil irgendwer sich bemüßigt fühlt, irgendwo etwas in einer Zeitung zu schreiben, was wohl seiner persönlichen Meinung entspricht, muss dies nicht der Meinung aller Bürger und Bürgerinnen widerspiegeln.
Ich kenne mich in Bretten nicht so aus. Schon in den ersten Sätzen steht: "mit großer Zustimmung aus der Bevölkerung...". Da beginnt dann schon meine Frage: Wer hat diese "Bevölkerung" denn befragt?
Gut, dass ist ein Problem von Bretten, nicht eines von Bruchsal. Hier wurde die Bevölkerung noch nicht befragt. Jedenfalls erinnere ich mich nicht daran, dass ich davon etwas mitbekommen hätte. So weit ich mich "erinnere", wollte man sogar in einer "geheimen Sitzung" darüber abstimmen, damit die Bevölkerung davon ausgeschlossen ist.
Ich sehe noch immer keinen Grund für diese "Ehrenwürde". Ich sehe einen Trümmerhaufen und eine Menge unbeantworteter Fragen.
Was wird mit einer Ehrenbürgerwürde "belohnt"? Die Arbeit für die man bezahlt wurde, das Ergebnis dieser Arbeit oder eine besondere Leistung für die Stadt Bruchsal?
Für die Arbeit: Müsste man dann nicht auch Jeden Radhausmitarbeiter "Ehren", der so lange dort gearbeitet hat? Ebenso beim Ergebnis der Arbeit?
Wenn letzteres, dann sollte es ja nicht schwer fallen, diese zu benennen.
Mir jedenfalls verschließen sich einige der dort für die Ehrenbürgerwürde aufgeführten Gründe.
Als der liebe Gott dies las, meinte er
milde lächelnd:
"Ach ja, ein Grobacher...!"
Grobacher
Ohne die "Grobacher" wäre Brusl immer noch keine "Große Kreisstadt".
Wäre vielleicht auch besser so.
reinhard spiegler
Grobacher + Gott + Brusler
Da fällt mir doch Alos Hingerl der Dienstmann Nr. 172 ein, der später im Himmel als Münchner Aloisius göttliche Ratschläge verbreiten soll.
Ersetzen wir München mit Bruchsal und den Aloisius mit uns geläufigen anderen bruchsaler (in diesem Falle sogar grobacher) Namen, so wird daraus auch etwas zutreffendes. Die göttlichen Ratschläge werden Brusl nie erreichen.
Na denn!
reinhard spiegler
Ein Münchner im Himmel - Der Original Aloisius:
In Bruchsal würde man ihn
In Bruchsal würde man ihn wohl Kuno nennen und sein Platz wäre im Rappen, sofern es diese Gaststätte noch gäbe.
Er ist immer wieder schön anzuhören..
Er ist immer wieder schön anzuhören, aber ein "Brus´ler" kann nicht so schön fluchen. Wir Nordlichter übrigens auch nicht.
reinhard spiegler
Brusler Dienstmann + Große kreisstadt
Dös mit dem Dienstmann hom's fei g'merkt, Spiegler Reinhard, oaber Große Kreisstadt samma scho seit 1956 - schau:
"Um das Jahr 1955 überschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze. Deshalb wurde Bruchsal bereits mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung zum 1. April 1956 zur Großen Kreisstadt erklärt. Mit der Nachbargemeinde Forst hat Bruchsal eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart."
Zihdod Ende!
Moant die Wikipedia.
Und Forst, no jo, do hom viele imma denkt - oaber ned oan die Grobocha... bis der Doll kummn is...
Dös mit dem Aloisius..
Jo mei, ganz so saublöd san mir Norddeutsche dann auch wieder nicht und merken ab und zu etwas!
1. April 1956 - dieses Datum hat was - mal sehen , ob der "Brusler" es auch merkt.
reinhard spiegler
Rappen
Na dann setzen wir den Kuno in die Bierbrezel zur Ute... war ja mal das Nebenzimmer vom Rappen
Ehrenwürger und die Folgen
Aufgepasst, bei "Ehrenbürger" droht das sicherlich:
http://www.bruchsal.org/story/wann-kommt-die-bernd-doll-avenue
Nö, das ist Rappen 2. Der
Nö, das ist Rappen 2.
Der original Rappen war in der heutigen Fußgängerzone nahe beim Rathaus. Es gab einen Blick auf den Bergfried (den Turm, heute das Restaurant)
Dort ist jetzt ein Naturkostladen. An der Fassade hängt ein Hinweisschild.
Ehrenbürgerwürde: Bretten zeigt sich reumütig!
Die Internet-Aktivisten aus Bretten zeigen sich reumütig darüber, dass sie nicht von der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Paul Metzger berichteten:
"Ich gebe zu, wir haben uns beim BAK ein wenig gedrückt. Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Paul Metzger war zwar vorherzusehen, dass die Mehrheit der Gemeinderäte dafür war auch, ob die Bevölkerung es gewünscht hatte, wie die Presse behauptete wissen wir nicht, aber die Tatsache, dass damit die 24 Jahre andauernde Selbstbeweihräucherung des Oberbürgermeisters Metzger ein Ende fand, hat wohl unseren Adrenalinspiegel so stark abgesenkt, dass wir die Verleihung nicht entsprechend kommentiert hatten."
Hier der Bericht in voller Länge:
BAK BRETTEN ZEIGT SICH REUMÜTIG