Café Europe - FRIEDRICH HECKER - Der badische Che Guevara
In ihrer monatlichen Matinee-Reihe Café Europa widmet sich die Badische Landesbühne im November dem „badischen Che Guevara“ Friedrich Hecker, dessen Geburtstag sich diesen Herbst zum 200. Mal jährt. Der 1811 in Eichtersheim im Kraichgau geborene Hecker gilt als badischer Nationalheld: Während der badischen Revolution im Rahmen der deutschen Revolution von 1848/49 wurde der Rechtsanwalt und begnadete Redner zu einem ihrer bekanntesten Agitatoren. Er propagierte radikaldemokratische bis gemäßigt sozialistische Ideen wie die Abschaffung der Monarchie und die Einführung einer parlamentarischen Republik.
Mit diesen revolutionären Vorstellungen fand er jedoch nicht den Anklang, den er sich erhofft hatte. Um mit Gewalt für Freiheit im Lande zu sorgen, unternahm er daraufhin den nach ihm benannten „Heckerzug“, einen von Konstanz ausgehenden bewaffneten Widerstand. Doch überschätzte er die Teilnehmerwilligkeit der Bevölkerung, und der Zug wurde niedergeschlagen. Danach kehrte Hecker Baden den Rücken und emigrierte in die USA, wo er während des Sezessionskrieges als Offizier für die Nordstaaten kämpfte. Im Alter von 69 Jahren starb er auf seiner Farm in Illinois. Bei seinem Begräbnis sollen etwa 1000 Menschen anwesend gewesen sein.
BLB-Intendant Carsten Ramm betrachtet in einer Collage aus Selbst- und Fremdzeugnissen, historischen Dokumenten und Liedgut das Leben und Wirken Heckers. Dabei wird das Bild Heckers als Nationalheld einer kritischen Prüfung unterzogen. Die Lesung wird außerdem in der Eremiatge Waghäusel sowie im Badischen Landesmuseum zu sehen sein.
Sonntag, 20. November 2011, 11.00 Uhr
Probenfabrik, Wilderichstraße 31, Bruchsal
Sonntag, 27. November 2011, 11.00 Uhr
Eremitage Waghäusel
Sonntag, 11. Dezember 2011, 20.00 Uhr
Badisches Landesmuseum Karlsruhe, Gartensaal
Vorverkauf
Badische Landesbühne
Telefon: 07251-72723
E-Mail: ticket [at] dieblb [dot] de
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Kommentare
Der Vergleich mit einem Massenmörder...
... ist hier sehr unangebracht. Dazu sollte sich die BLB das Buch: Che Guevara - Die andere Seite, von Jacobo Machover, einmal zu Gemüte führen.
Wer einen Friedrich Hecker mit einem eiskalten, sadistischen Massenmörder, einen “gnadenlosen Henker”, der Zigarren rauchte, während er Hinrichtungen zusah, vergleicht, hat im Geschichtsunterricht geschlafen.
Jetzt lebe ich seit 1983
im Badischen und immer wieder habe ich mich gefragt: Wo ist eigentlich der badische Revolutionsgeist geblieben? Ihr seid doch nicht alle in die USA ausgewandert? Immerhin flüchtete auch ein Friedrich Schiller aus dem Württembergischen über den "Schillerblick" bei Knittlingen ins Badische Ausland. Würde er das heute auch noch machen? He, ihr Badenser (jetzt provoziere ich), was geht ab? Alles Friede, Freude, Eierkuchen? Ok, die CDU und ihren OB Kandidaten habt ihr vor zwei Jahren in Brusl in die Schranken verwiesen, aber war's das schon wieder? Was ist mit S21? Das geht euch genauso an! Ich fordere hiermit alle Badener auf am So. 27.11. bei der Volksabstimmung teilzunehmen. Ich stimme natürlich für den Ausstieg, für was ihr stimmt ist mir erst einmal wurscht - Hauptsache ihr geht abstimmen!
PS. Ich lebe gerne im Badischen, im wunderschönen Kraichgau.
@bruno wallisch...
... hallo Bruno, was hat Dein Kommentar mit dem Artikel zu tun?
Was würde Friedrich Hecker tun?
Wenn Herr Wallisch es so verstanden haben wollte, dass man es nun im Heckerscher Sinne wenigstens einmal per S21-Abstimmung der Obrigkeit zeigen kann, so frage ich mich, wie dies zu bewerkstelligen ist?
Es der früheren Obrigkeit für deren intransparenten Hau-Ruck-Stil heimzahlen?
Dann also mit "Ja" stimmen?
Es der neuen Obrigkeit, insbesondere dem beratungsresistenten Verkehrsminister und seiner Staatssekretärin heimzahlen?
Dann also mit "Nein" stimmen?
Herr Wallisch, haben Sie es bemerkt, die Obrigkeit hat uns tatsächlich schon wieder betrogen, denn es gibt nur einen statt zwei Stimmzettel...