Bundesligaspiele: Polizei will, dass die DFL mitzahlt
Aufrufe der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH (kurz DFL) zu Fußball-Bundes-ligaspielen werden für die Exekutive immer mehr zum Problem, da diese schnell in unkontrollierbare Massen-veranstaltungen ausarten. Nun gibt es Forderungen, dass sich die DFL, zu dessen Geschäftsbereich „Spielbetrieb“ insbesondere die Leitung des Spielbetriebs der Lizenzligen und die Durchführung der weiteren Wettbewerbe des Ligaverbandes gehören, an den entstehenden Kosten für die Einsätze beteiligt.
So genannte Bundesligaspiele, zu denen zigtausende Menschen erscheinen, die recht hohe Eintrittspreise bezahlen und die bei jedem Spiel durch Einsatzkräfte der Polizei unter Kontrolle gebracht werden müssen (1.217.395 Arbeitsstunden fielen in der Spielzeit 2009/2010 bei den Polizeibehörden der Länder an), landen immer wieder in den Schlagzeilen. Für die Exekutive sind solche Einsätze vor allem eines: teuer. Nun fordern Politiker und Polizeigewerkschaftler, dass man die DFL zur Kasse bittet, schließlich stellt die DFL GmbH die Plattform für die Organisation solcher Veranstaltungen der Kapitalgesellschaften der Profi-Fußballvereine zur Verfügung.
So sagte etwa Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft gegenüber der BILD-Zeitung: "Wer zu Ligaspielen im Fußball aufruft und damit einen Polizei-Einsatz auslöst, muss für die Einsatzkosten zahlen. Aber die Politik muss auch die gesetzliche Grundlage dafür schaffen, dass die DFL sich an den Kosten beteiligen muss." Es könne nicht sein, so Wendt, dass jene Firma, die den kommerziellen Unterbau zu Verfügung stelle, so tue, als ob "sie das alles nichts anginge."
Auch Reinhold Gall (SPD), Innenminister aus Baden-Württemberg, meinte gegenüber der Südwest Presse, dass der DFL als kommerzielles Unternehmen auch ein "großes Maß an Verantwortung" habe. Erste Gespräche liefen bereits, allerdings macht er sich keine große Hoffnungen, dass die DFL Einsicht zeigen werde.
Gall hofft deshalb, dass die "knallharte" Bestrafung der Veranstalter von Bundesligaspielen bei Ausschreitungen eine abschreckende Wirkung haben werde. Den "Wink mit der fetten Rechnung" würden auch jene verstehen, die glaubten, dass das alles bloß "ein großer Spaß" sei.
ACHTUNG, SATIRE. Hier der Originalartikel:
http://winfuture.de/news,71379.html
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Kommentare
Genialer Gag und doch so ernst!
Hallo Herr Schmitt,
äußerst gelungen dieser Gag und doch, gar nicht so weit vom Ernst der Lage entfernt. Mein Kompliment.
Meiner Meinung nach wäre dies nur allzu gerecht, wenn die Vereine und Veranstalter von solchen Großveranstaltungen an den Kosten für die staatliche Sicherheit beteiligt würden. Denn jeder Veranstalter von kleineren Festen und Feiern, soll und muss schließlich auch für die Sicherheit seiner Gäste mit eigenen finanziellen Mitteln sorgen.
Doch die Realität wird zeigen, dass das liebste sportliche Kind der Medien und des Volkes wohl wieder unangetastet bleibt. Dies würde für mehrere Fans 2x im Monat einen finanziellen Mount Everest bedeuten und diese benötigen die Clubs ja als Stimmungsmacher und "Gärtner" bei ihren Heimspielen.