Bruchsals Oberbürgermeisterin: „Frieden muss täglich neu erarbeitet werden“

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Durch Abschaffung der Wehrpflicht gewinnt Volkstrauertag an Bedeutung
Montag, 14. November 2011 - 14:07


Volkstrauertag

Im Gedenken an die Verstorbenen der Weltkriege und zur Mahnung für den Frieden der Zukunft legten Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und Oberst Fred Hilpert auf dem Hauptfriedhof Kränze nieder. Foto: pa

Bruchsal (pa.)

Am vergangenen Sonntag, den 13. November 2011 wurde am Volkstrauertag der Toten der zwei Weltkriege gedacht. In Bruchsal und allen Ortsteilen fanden Gedenkveranstaltungen statt. Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick erinnerte in ihrer Ansprache auf dem Hauptfriedhof daran, dass „der 66-jährige Frieden in Europa täglich neu erarbeitet werden muss.“ Dazu sei es erforderlich, sich auch mit den verschiedenen Seiten des Krieges auseinanderzusetzen. Nach Abschaffung der Wehrpflicht ist es für das Stadtoberhaupt deshalb erforderlich, dass sich militärische und zivile Welt in einer neuen Breite verzahnen. Vor diesem Hintergrund gewinnt auch der Volkstrauertag als Ort der Begegnung an Bedeutung.

Das Stadtoberhaupt würdigte jedoch auch die Bruchsaler Reservisten, die vor dem Volkstrauertag die Kriegsgräber des Ehrenhains restauriert haben, als wichtige Mittler zwischen Zivilgesellschaft und Bundeswehr. Den Titel der Wanderausstellung „Warum Soldaten?“, die gegenwärtig im Bruchsaler Rathaus zu sehen ist, nutzte das Stadtoberhaupt gleich mehrfach, um sich sehr grundsätzlich mit den zentralen Fragen um Krieg und Frieden zu beschäftigen. Neben der Notwendigkeit eines regelmäßigen Austausches zwischen Soldaten und Zivilgesellschaft machte sich die Rathauschefin für einen breiten Friedensbegriff stark: „Wir müssen uns alle fragen, welchen Beitrag wir zu einer gerechten Welt leisten können.“

Für den Arbeitskreis Christlicher Gemeinden Bruchsal erinnerte Marieluise Gallinat- Schneider daran, dass der Volkstrauertag seinen Ursprung im Massensterben des 1. Weltkrieges hatte. Die Gemeindereferentin rückte die tausendfach erfolgten anonymen Bestattungen ins Zentrum ihres Vortrags: „Mit dem Gedenken der Toten verbinden wir die Mahnung zum Frieden.“

Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung auf dem Hauptfriedhof von der Stadtkapelle Bruchsal und vom Männergesangverein Cäcilia in Bruchsal. Die Ehrenabordnung der Bundeswehr machte in diesem Jahr wieder vor dem Ehrendenkmal des 1. Weltkriegs halt, bevor Oberbürgermeisterin Petzold-Schick und Oberst Fred Hilpert am Denkmal des 2. Weltkriegs Kränze für die Verstorbenen niederlegten.

Auch in den Bruchsaler Ortsteilen haben anlässlich des Volkstrauertags Gedenkveranstaltungen stattgefunden. Die Berichterstattungen wird in der nächsten Amtsblattausgabe abgedruckt.

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Kommentare

Der kleine Unterschied

Zitat: "Nach Abschaffung der Wehrpflicht ist es für das Stadtoberhaupt deshalb erforderlich, dass sich militärische und zivile Welt in einer neuen Breite verzahnen."

Möge das Stadtoberhaupt doch zur Kenntnis nehmen, das die Wehrpflicht nicht abgeschafft ist, sondern nur ausgesetzt. Ich denke, das war für die CDU besonders wichtig und sollte von öffentlicher Stelle auch genau so kommuniziert werden. Dieses Unterschied hat nichts mit Griffelspitzerei zu tun, sondern hat rechtlich Auswirkungen.

Griffelspitzer

@filou

Die Kritik von Ihnen halte ich tatsächlich für Griffelspitzerei.

Sprach die OB etwa beim Deutschen Juristentag? 

Es wird nicht richtiger

wenn man sich den Untertitel genau anschaut:
"Durch die Abschaffung der Wehrpflicht gewinnt der Volkstrauertag an Bedeutung".
Was sagt uns das? Die Wehrpflicht hat die Bedeutung des Volkstrauertages bisher gemindert? Was falsch ist bleibt falsch, die Wehrpflicht wurde nicht abgeschafft. Und selbst, wenn in einer Rede, falls sie nicht vorgelesen ist, ein falsches Statement abgegeben wird, sollte man dies nicht zweimal nachträglich in dem dazu geschriebenen Artikel tun.

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