Bruchsal/Karlsruhe: Mit gestohlenem Pkw über Autobahn gerast – Verfolgungsfahrt endete in Karlsruhe
Dabei kam es zu mehreren Gefährdungen von Polizeistreifen und unbeteiligten Autofahrern. Der Polizei gelang es, das flüchtende Fahrzeug nach einer Verfolgungsfahrt bei der Autobahnanschlussstelle Karlsruhe-Mitte zu stellen und den 25 Jahre alten Fahrer festzunehmen.
Eine Streife des Autobahnpolizeireviers Walldorf wollte das Fahrzeug zur Mittagszeit bei der Tank- und Rastanlage Bruchsal in Fahrtrichtung Süden einer Kontrolle unterziehen, weil es in den Fahndungssystemen als gestohlen gemeldet war. Der Fahrer des Wagens gab aber Vollgas und flüchtete vor der Streife in Richtung Karlsruhe. Dabei erreichte der Fahrer Geschwindigkeiten von über 200 km/h und nutzte alle Fahrspuren der Autobahn inklusive des Standstreifens. Im Rahmen der Verfolgung gelang es zwei Streifen der Autobahnpolizei Karlsruhe, den flüchtenden Wagen abzubremsen und auf den Standstreifen zu drängen, wo eine Weiterfahrt durch quergestellte Polizeifahrzeuge unterbunden werden konnte. Dabei kam es mehrfach zur Kollision zwischen einem Streifenwagen und dem Fluchtwagen. Zusätzlich verhinderte ein hinter dem Fluchtwagen anhaltender Mannschaftstransporter der Bereitschaftspolizei, deren Beamte sich auf der Rückfahrt von einem Einsatz befanden, die weitere Flucht des Wagens. Zur Festnahme des wohnsitzlosen Mannes musste die Polizei die Seitenscheibe des Wagens einschlagen. Der polizeibekannte junge Mann wurde dabei leicht verletzt und musste in der Folge vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden, wo ihm zudem eine Blutprobe entnommen wurde. Bei der Festnahme wurde auch ein Polizeibeamter der Autobahnpolizei leicht verletzt, der im Krankenhaus versorgt werden musste.
Die Ermittlungen ergaben, dass das Fahrzeug in der Nacht zum Donnerstag in Mannheim gestohlen worden war. Neben dem Wagen wurden dabei auch der Wagenschlüssel sowie persönliche Gegenstände des Besitzers entwendet.
Bei dem Abdrängen wurde neben dem Fluchtwagen auch ein Streifenwagen des Autobahnpolizeireviers Karlsruhe sowie ein Mannschaftstransporter der Bereitschaftspolizei beschädigt. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der dabei entstandene Sachschaden auf rund 15.000 Euro. Verkehrsteilnehmer, die durch den flüchtenden Autofahrer gefährdet worden sind, werden gebeten, sich unter Telefon 94484-0 mit dem Autobahnpolizeirevier Karlsruhe in Verbindung zu setzen.
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