Bruchsaler Kalenderblatt - 27. Januar 1687

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Balthasar Neumann
Freitag, 27. Januar 2012 - 0:32
Peterskirche

Peterskirche in Bruchsal - Innenansicht

Heute vor 325 Jahren, am 27. Januar des Jahres 1687, wurde in Eger, dem heutigen Cheb (Tschechien), Balthasar Neumann geboren. Nach dem Schulbesuch erlernte er den Beruf des Glocken- und Metallgießers und erwarb anschließend noch einen Lehrbrief als Büchsen-meister und „Feuerwerker“. Doch damit nicht genug: Um den Beruf eines Ingenieurs erlernen und ausüben zu können, trat er schließlich dem Militär bei, wo er sich auch dem Festungsbau und der Architektur überhaupt widmen konnte.

Der Rest der Geschichte ist bekannt: Durch seinen Eifer und mit Hilfe seines genialen Planungs- und Vorstellungsvermögens machte er eine steile Karriere und gehörte zweifelsohne zu den bedeutendsten Baumeistern des 18. Jahrhunderts. Dienlich für sein berufliches Fortkommen war sicherlich die Tatsache, dass die Familie Schönborn auf ihn aufmerksam wurde. Zahlreiche Schlösser und Kirchen hat er im Auftrag dieses Herrschergeschlechts geplant und erbaut und auch in Bruchsal erinnern daher das Treppenhaus im Schloss und die Peterskirche an den fränkischen Genius. Ebenso tragen hier auch eine Straße und zwei Berufsschulen seinen Namen.

Balthasar Neumann

Am 19. August 1753 verstarb Balthasar Neumann in Würzburg, wo er auch seine letzte Ruhestätte fand. Die Erinnerung an ihn wurde nicht nur durch seine Bauten aufrecht erhalten, auch Briefmarken und Geldscheine mit seinem Konterfei sorgten dafür, dass er nicht in Vergessenheit geriet.

Rechtzeitig zum runden Geburtstag ist auch ein neuer biografischer Roman erschienen: Markus Grimm: „Balthasar Neumann – Architekt der Ewigkeit. Sein Leben, seine Visionen“. (Echter Verlag, € 14,95)

Batlhasar Neumann

 50 DM Balthasar Neumann (1687-1753) | Nach einem Gemälde von Marcus Friedrich Kleinert | Erstausgabe 30.09.1991

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