Bruchsal, Württemberger Straße: "Die Anwohner sagen: NEIN"

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Sonntag, 7. November 2010 - 16:05

Dieses Plakat hängt ausgangs der Württemberger Straße, etwa zwischen Graf Kuno und Schlachthof, an vielen Gartenzäunen und Laternenpfählen. Leider ist nicht erklärt, wozu die Anwohner "NEIN" sagen.

Die Anwohner sagen

 

 

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Kommentare

Gegen ein Baugebiet.

Die Anwohner protestieren dort gegen ein geplantes Baugebiet zwischen "Schafgarten" und Schlachthof, mit dem in derselben Form wie bei "Bleiche" oder "Seilersbahn" innerörtlich verdichtet werden soll.

Das Baugebiet wird von der Stadt jetzt vorangetrieben. Die Anwohner wollen damit politischen Druck ausüben, damit die Stadt darauf verzichtet. Aus Sicht des Naturschutzes ist es wie immer bei innerörtlichen Verdichtungen sehr zweischneidig, denn solche Verdichtungen sind prinzipiell zu begrüßen, aber in der sehr grün-armen Bruchsaler Innenstadt immer bedauerlich.

Zwei interessante Aspekte:

- die Stadt Bruchsal will sich anscheinend einmal wieder (auch unter neuer Regentschaft) um den gesetzlich notwendigen Ausgleich drücken. Man scheint nichts dazugelernt zu haben. Hier wird sich die AGNUS ziemlich lautstark einmischen.

- im Vorfeld der Ausweisung gab es höchst dubiose, über lange Jahre laufende Grundstücksgeschäfte, die auf die Doll-Ära zurückgehen und bei denen diverse Grundstücksspekulanten sich mit teilweise sittenwidrigen Verträgen an Vorbesitzern zu bereichern versuchten/versuchen und möglicherweise damit Erfolg haben werden. Leider ist ein Großteil der zugehörigen Informationen vertraulich, und die Stadträten dürfen nicht offen darüber reden. Es ist aber reichlich skandalös (und ich verwende den Ausdruck Skandal nicht inflationär). Vielleicht dürfen ja andere Beteiligte offener darüber reden als die AGNUS-Stadträte.

Doll und kein Ende - auch in der Württemberger Straße?

Na ja, richtig daran ist nur, dass das unter dem alten OB begonnene - zweifelhafte - Projekt ín anderer Form weitergeführt wird. Einén Bebauungsplan gibt es noch nicht, allerdings durchaus konstruktive Redebeiträge im Gemeinderat und eine positive Reaktion der Verwaltung. Angestrebt ist eine maßvolle Bebauung und die Berücksichtigung der städtebaulichen Situation. Sprich,  die Bebauung darf nicht (zu) massiv sein und muß sich an der bestehenden Bebauung (= den Bedürfnissen der Anwohner) orientieren. Ferner wird jetzt die Straßenfront "Württemberger Straße" in die Planüberlegungen aufgenomnmen und zwar mit dem Ziel, dort die - alte - Blockrandbebauung nicht durch die Innenerschließung zu zerfransen. Ich hatte mich zusammen mit Friedhelm Ernst  "unter Doll" bei einer öffentlichen Versammlung der Bürgerinitiative gegen die damaligen - nicht zumutbaren - Pläne des Bauträgers ausgesprochen. Die Anwohner sollten jetzt aber abwarten, bis ein Bebauungsplanentwurf bzw. ein Planentwurf vorliegt, der mit den Anwohnern zu diskutieren ist. Ein Einvernehmen muss möglich sein. Eine Total-Blockade von vornherein ist für mich nicht nachvollziehbar.

Vom Tisch ist auf jeden Fall das Abnicken von Investorenplänen, wie unter dem alten OB üblich. Das sollten auch die Protestanten anerkannen und an einer Lösung konstruktiv mitwirken.

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