Bruchsal soll in der Solarbundesliga mitspielen
Bruchsal (ph). „Solarbundesliga", ein bislang wenig bekannter Begriff in der allgemeinen Debatte über Energiesparen, fossiler und alternativer Energie. Hierbei handelt es sich um einen Weg, insbesondere Häuslebesitzer, aber auch Firmen und Kommunen für Installationen von Solarkollektoren zur Wärme- und Stromerzeugung und Heizungsunterstützung zu gewinnen. Und wenn dies gelänge, so AG-Sprecher Dieter Neff in der jüngsten Sitzung der von ihm geleiteten Arbeitsgruppe „Umwelt und Energie", könnte sich die Stadt Bruchsal nach dem Muster der Bundesliga in einen Wettbewerb um vordere Plätze in der bundesweiten Solarbundesliga bewerben. Dieter Neff zu diesem Thema wörtlich: „Ich will, dass sich Bruchsal an diesem Wettbewerb aktiv beteiligt." Der Solarsport in Zahlen zeige nämlich, dass heute bereits 33.347.269 Menschen in 1.555 Kommunen 1.814.907 Kilowatt Solarstrom und 1.582.905 KW Wärme erzeugen. Eine durchaus beachtliche Zahl, die es wert ist, auch Bruchsal an diesem Wettbewerb teilnehmen zu lassen. Das Echo auf Neffs diesbezügliche Initiative in Bruchsal ist durchaus positiv. Auch die ewb habe ihre Unterstützung für die Beschreitung des Weges zur Solarbundesliga schon zugesagt.
Dem Solarsport-Wettstreit stellen können sich Kommunen, kleinere, mittlere und große Städte, sowie Landkreise, Regierungsbezirke und auch Bundesländer. An die Spitze kommt, wer möglichst viel Flächen zur Erzeugung von Solarstrom und Solarwärme installiert hat und je Klasse die meisten Punkte erwirbt. Dieter Neff: „Da gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit: Mitspielen!" Freilich müssten in Bruchsal hierzu in einer groß angelegten PR-Kampagne die Haus- und Gebäudeeigentümer positiv gestimmt werden und ihre Bereitschaft erklären, ihre jetzigen Daten über ihre Strom- und Wärmeerzeugung an eine noch zu schaffende Zentralstelle bei der Stadtverwaltung mitzuteilen. Neff zeigte sich in Übereinstimmung mit den übrigen AG-Mitarbeitern überzeugt, dass es gelingt, Bruchsal in die Reihen des Solarsports einzureihen. Immerhin verfügt Bruchsal jetzt schon über eine stattliche Solarfläche zur Strom- und Wärmeerzeugung.
Weitere Themen der Sitzung waren daneben konkrete Umsetzung der Bepflanzung vorhandener Baumscheiben im Bruchsaler Stadtgebiet und der Schutz der jungen Pflanzen vor Verschmutzungen beispielsweise durch Hundekot. Hierzu sollten Entsorgungsgefäße für die Entsorgung des Kots beschafft und angebracht werden.
Wie Dieter Neff weiter berichtete, nehmen die Vorbereitungen für die Einrichtung einer Solartankstelle für Elektrofahrzeuge konkrete Formen an. Geführte Gespräche mit Sponsoren für dieses Vorhaben zur Verbesserung der Attraktivität Bruchsals seien positiv verlaufen, so dass mit der Umsetzung dieser Idee ins Praktische bald begonnen werden könne. Ferner wurden Planungen zur Unterrichtung der Schüler in Bruchsals Schulen beraten.
Insgesamt sprach sich Dieter Neff besonders lobend über die Zusammenarbeit mit der Bruchsaler Stadtverwaltung aus: „Die Kontakte sind gut, es tut sich was!"
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