Bruchsal: Radfahrer übersehen
Kopfverletzungen zog sich am Montag gegen 8.30 Uhr ein 40-jähriger Radfahrer zu, als er auf der B 35 beim Bruchsaler Güterbahnhof von einem PKW erfasst wurde.
Montag, 1. August 2011 - 14:26
Nach den Erhebungen der Bruchsaler Verkehrspolizei hatte eine 45-jährige PKW-Fahrerin auf ihrer Fahrt zwischen der Südstadt und der Güterbahnhof-Straße den Radfahrer übersehen, als sie nach rechts zum OGA-Gelände einbiegen wollte.
Der Verletzte kam mit einem Rettungswagen in das Bruchsaler Krankenhaus. Es entstand am Fahrrad ein Sachschaden in Höhe von rund 150 Euro.
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Kommentare
Selektive Wahrnehmung
Ich fahre täglich viermal diese Einmündung und es ist mir auch schon zweimal passiert, dass ich Radler fast übersehen habe.
Das Problem an dieser Einmündung ist die Weite ihrer Öffnung, durch die man dazu neigt, nur zu bemerken, was groß oder/und auffällig daherkommt. Fährt man auf diese Einmündung zu und dreht den Kopf nach links (in 95% aller Fälle kommt da nix), dreht dann den Kopf nach rechts (da will man ja hin), übersieht man gerne den unauffälligen Radler, der gerade die Mitte der Einmündung in Richtung OGA passiert.
Ein Stopp-Schild würde m.E. nichts nützen, dazu fährt man normalerweise dank geringen Verkehrsaufkommens zu "sportlich" in die Einmündung.
Auch wenn ich mich unbeliebt mache: Besser wäre wie Einengung der Einmündung durch Blumenkübel, Steine o.ä. Man ist dann gezwungen, die Aufmerksamkeit auf einen kleineren Bereich zu konzentrieren.
Murks-Radwege
Dass die Radler hier gerne übersehen werden liegt auch oder in erster Linie daran, dass sie - vom nach Rechts einbiegenden Pkw-Fahrer aus gesehen - von schräg hinten kommen.
Würden Radler und Autolenker sich mehr rechtwinklig begegnen, wäre die Gefahr wesentlich kleiner.
Der "Radweg" entlang der B 35 müsste also im Bereich der Einmündung Güterbahnhof etwas verschwenkt werden.
Ähnliche Situationen gibt es an verschiedenen Einmündungen, z. B. auch an der Karlsruher Straße/Prinz-Wilhelm-Straße, wo sich kürzlich ebenfall ein Unfall ereignete.
Aber das liegt daran, dass es unter unseren Straßenbauern zu wenige Radfahrer gibt (!) und die Radler-Lobby diese ganz praktischen Verbesserungsmöglichkeiten vor lauter großen Vorhaben nicht erkennt.