Bruchsal-Kabarett "Dolle Zeiten"
Vorab möchte ich einige Erläuterungen zur "Machart" dieses Berichtes geben. Im Jahre 1991 habe ich als Betreiber des 1. Bruchsaler Fernsehens "Radio Bruchsal-Bretten" die 1. Aufführung von "Dolle Zeiten", damals im "Grünen Baum", aufgenommen und gesendet. Das geschah mit Hilfe professioneller Ausrüstung und Beleuchtung. Heute, als Privatperson, habe ich mit einer handelsüblichen Videokamera gefilmt, im Halbdunkel, ohne Beleuchtung. Trotzdem finde ich das Ergebnis zum Zweck der Information technisch ausreichend, um es in Bruchsal.org einzustellen. Das funktioniert, da Bruchsal.org kein TV-Kanal ist, nur über You Tube. Allerdings sind die Videos bei You tube auf 10 Minuten beschränkt, weshalb ich die Beiträge auf mehrere You Tube-Videos "gesplittet" habe, so daß sie vorher noch kommentiert werden konnten. Dies ist ein Experiment, und ich würde mir wünschen, daß es gelingt. Der Gesamtbeitrag wird, aufgrund der vielen Videofilme, räumlich riesig und ich hoffe, daß die Macher von Bruchsal.org mir das nachsehen können. Aber nun zum Bericht, wobei ich mich wegen des Hauptthemas des Abends nur auf Rainer Kaufmann konzentriere, obwohl alle Beteiligten eine gute Leistung geboten haben - man möge mir verzeihen:
"Wer glaubte, mit der Ära Doll gehe auch die Ära des Bruchsaler Stadtkabaretts zu Ende, der hat sich getäuscht, denn auch ohne Doll gibt es in Bruchsal jede Menge aufs Korn zu nehmen. Sogar die neue Oberbürgermeisterin "Conny", wie Rainer Kaufmann sie nannte, kam nicht ganz ungeschoren davon, wurde aber (noch) mit Samthandschuhen angefaßt. Hauptthema waren natürlich die seit Wochen gärenden und in Bruchsal.org ausführlich diskutierten Vorfälle um den "Scherbelhaufen" CDU. Bevor "Motzki" aber so richtig loslegte, gab er, zum besseren Verständnis der gegenwärtigen Lage, noch eine Nachhilfestunde in der Bruchsaler Politgeschichte. Erstaunt vernahm der unbedarfte Zuschauer, daß es schon in früheren Zeiten gang und gäbe war, in Sachen "Wohnsitz" zu schummeln und wie sich die CDU darüber empörte, wenn das bei anderen Parteien geschah. Die heutigen Vorgänge um Dr. Scherbel sind also nichts Neues, und zum "Beweis" zeigt Motzki das "Gemeinderatskandidatenhauptwohnungsset", einen Beutel mit den üblichen Wasch- und Reinigungsutensilien, aber auch "Unterwäsche mit Gebrauchsspuren", die Kandidaten als Nachweis ihres Hauptwohnsitzes angeblich vorgelegt haben sollen.
Den "Scherbelhaufen" gab es also schon früher, und Kaufmann nannte Namen derjenigen, die schon vor 15 Jahren Schwierigkeiten mit ihrem Wohnsitz hatten.
In diesem Zusammenhang engagierte sich damals besonders Bürgermeister Werner Stark, der im Falle Reiser auf möglichen Wahlbetrug hinwies.
Da ein Anonymus eine Strafanzeige gegen die an der Kandidatenfindung beteiligten Personen erstattete, hatte dies zur Folge, daß der ehemalige Bürgermeister Werner Stark einen Leserbrief schrieb und es daraufhin für die Öffentlichkeit so aussah, als ob alle Beteiligten über das Wohnsitzproblem Herrn Dr. Scherbels nicht Bescheid wußten, worüber sich "Motzki" genüßlich ausläßt:
Es folgt noch eine Steigerung: "Motzki" geht davon aus, daß Herr Stark nicht nur nichts gewußt habe, sonderns daß Dr. Scherbel sich gegen dessen Willen der CDU regelrecht aufgedrängt habe.
Das Thema "Scherbelhaufen" war insoweit weitgehend gewürdigt und Rainer Kaufmann wandte sich der "Neuen" zu, die nun fast 100 Tage im Amt ist. Nun ja, was tut sie, sie lächelt und weiht halt das ein, was von ihrem Vorgänger angestoßen wurde, wobei sie ehrlich sein sollte und der Bevölkerung sagen, was das alles gekostet habe und auf was die Bruchsaler deshalb sonst verzichten müssen.
Auffallend in Bezug auf "Conny" ist noch die Tatsache, daß sie bezüglich
Öffentlichkeitsarbeit omnipräsent ist und man Bürgermeister Hockenberger nirgends mehr sieht, was macht der eigentlich noch im Rathaus? In dieser Hinsicht sei die Petzold-Schick der "beste Doll, den es je gab".
Zum Schluß gab Kaufmann der Hoffnung Ausdruck, daß die "Neue endlich den Hobel ansetzt und daß dann Späne fallen!"
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