Bruchsal: Erstes Biogas-Blockheizkraftwerk
Bruchsal (pa). Die Wohnblöcke in der Schnabel-Henning-Straße 24-28 gehören seit Kurzem zu den modernsten in ganz Bruchsal, zumindest was das Innenleben angeht. Denn dort ist nun das erste Biogas-Blockheizkraftwerk der Stadt in Betrieb gegangen. Vorbei die Zeiten, in denen die Mieter ihre Wohnungen noch altmodisch mit Ölkännchen und Öleinzelöfen heizen mussten, nun geht es ganz bequem ohne Rennerei und Ölgeruch mittels eines Reglers.
Dem feierlichen Anlass entsprechend wurde die neue Heizungsanlage mit Mietern und Vertretern der Bruchsaler Wohnungsbaugesellschaft mbH sowie der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH (ewb) eingeweiht und offiziell an die Mieter übergeben.
„Ich bin mir sicher, dass wir mit der neuen Anlage eine Energieform gefunden haben, die zukunftssicher ist." begrüßte Bürgermeister Ulli Hockenberger, Aufsichtsratsvorsitzender der Bruchsaler Wohnungsbau GmbH, die Gäste. Nicht nur aus ökologischer Sicht sei das Blockheizkraftwerk eine günstige Variante, führte Martin Radke-Hiemer, Geschäftsführer der Wohnungsbau, aus und erläuterte das Zustandekommen des Kooperationsprojektes: So war die Bruchsaler Wohnungsbau im vergangenen Jahr mit der Idee zu einer Heizanlage nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf die ewb zugekommen. Ziel der KWK ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektronischen Strom ungewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke. „Wir machen das Bier kalt und die Wohnung warm." so die bildhafte Erläuterung von Peter Solberg, dem Geschäftsführer der ewb, die sich mit ihrem technischen Know-how eingebracht hatte. Sein Lob ging insbesondere an die ausführenden Firmen Schneider Gebäudetechnik GmbH und die ecopower, dank derer eine Ausnutzung von 90% der eingesetzten Energie möglich sei. Zusammen mit der Nutzung von Biogas ergebe sich so eine nachhaltig erzeugte Primärenergie, die bislang einzigartig ist.

Die „Väter“ des neuen Biogas-Kraftwerks vor ihrem Kind (von rechts): Peter Solberg (Geschäftsführer der ewb), Martin Radke-Hiemer (Geschäftsführer Bruchsaler Wohnungsbau), Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsbau, Bürgermeister Ulli Hockenberger, Aufsichtsratsmitglied Raimund Glastetter, sowie Armin Heil (ecopower) und Martin Schneider (Schneider Gebäudetechnik).
Die Heizungsanlage wurde im Rahmen eines Wärmecontractings errichtet. Dabei übernimmt die ewb als Erzeuger und Lieferant der Wärme die Rolle des Contractors. Dieser tätigt die nötigen Investitionen für die erstmalige Errichtung oder Modernisierung von zentralen Heizanlagen. Im Gegenzug räumt der Gebäudeeigentümer, also die Bruchsaler Wohnungsbau, der ewb in einem längerfristigen Wärmelieferungsvertrag das exklusive Recht ein, die Liegenschaft mit Heizwärme zu versorgen. Die ewb übernimmt darüber hinaus den Betrieb und die Wartung der Anlage.
Dieses Erfolgsmodell will die Bruchsaler Wohnungsbau nun auch auf weitere Objekte übertragen. Eine weitere Kooperation mit der ewb wäre in diesem Zusammenhang denkbar und im Hinblick auf mögliche Synergieeffekte zwischen den städtischen Schwestern von diesen auch gewünscht.
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Kommentare
Wo findet man die Wohnblöcke
Nach dem Geoinformationssystem auf www.bruchsal.de existieren die Haus-Nr. 24-28 in der Schnabel-Henning-Straße nicht.
Ich wüsste auch nicht das es in der Schnabel-Henning-Straße zwei Wohnblöcke gibt oder sind vielleicht die neu renovierten Wohnblöcke in der Moltkestraße 24 - 28 gemeint?
Erstes Biogas-Blockheizkraftwerk
Die Wohnanlage befindet sich in der Franz-Sigel-Straße 24-26.
Bruchsal: Erstes Biogas-Blockheizkraftwerk
Woher kommt das Biogas ?
Als Antwort bitte nicht, aus der Leitung!
Die Mist wird doch in der Innenstadt produziert?