Bruchsal beteiligt sich an Offshore-Windpark EnBW Baltic 1

DruckversionPer e-Mail versenden
Weichenstellung in Richtung Energie-Mix der Zukunft perfekt
Donnerstag, 28. Juli 2011 - 20:25

Die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH (ewb), die beim Strom-Mix bereits zu über 20 Prozent auf regenerative Energien setzt, nutzt künftig auch die Kraft des Windes zur Stromerzeugung. Damit hat sie endgültig die Weichen in Richtung Energie-Mix der Zukunft gestellt.

Foto: EnBW  BU: Partner in Sachen Windenergie

Partner in Sachen Windenergie. Foto: EnBW

Über eine Beteiligungsgesellschaft hat sich die ewb als eines von 19 Stadtwerken an EnBW Baltic 1, Deutschlands erstem kommerziellen Offshore-Windpark, beteiligt. Die Beteiligung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts. Die EnBW Erneuerbare Energien GmbH hatte EnBW Baltic 1 im letzten Jahr vollständig errichtet und im Mai 2011 im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel offiziell in Betrieb genommen. Laut Hans-Peter Villis, dem Vorstandsvorsitzenden der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, plant die EnBW weitere Kooperations- und Beteiligungsmodelle und arbeitet bereits an einer Beteiligungsmöglichkeit an EnBW Baltic 2, ihrem nächsten Offshore-Projekt in der Ostsee.

Die Aufsichtsratsvorsitzende der ewb, Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, sieht hierin einen wichtigen Schritt in der verantwortungsbewussten Weiterentwicklung des Energie-Mixes im Portfolio der ewb: „Ich habe wiederholt betont, dass die Vorgaben von Rio nur vor Ort eingelöst werden können. Da Windkraftanlagen auf hoher See am meisten Sinn machen, halte ich die Beteiligung am Offshore-Windpark Baltic 1 für absolut sinnvoll. Unser Ziel in Bruchsal ist der künftig noch konsequentere Ausbau der regenerativen Energien. Vor dem Hintergrund des bereits spürbaren Klimawandels sollte jeder von uns - im Rahmen seiner Möglichkeiten - alles daran setzen, die ausgetretenen Energiepfade zu verlassen!"

Die insgesamt 19 Stadtwerke hatten bereits im Mai vergangenen Jahres Beteiligungsoptionen in Höhe von insgesamt 24 MW erworben. Das Interesse an einer Beteiligung am EnBW Baltic 1 war hierbei deutlich größer als das Angebot. Jetzt, da der Offshore-Windpark in Betrieb gegangen ist, und alle Wirtschaftlichkeitsdaten vorliegen, wird die ewb zusammen mit den anderen Stadtwerken endgültig Beteiligungspartner. Der 0,5 MW-Anteil der ewb am Offshore-Windpark EnBW Baltic 1 entspricht dem Strombedarf von 500 Haushalten und spart rund 1.400 t CO2 ein.

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 1 (1 Bewertung)

Kommentare

Neues aus der Anstalt! ewb...

 

Der interessierte Bürger will von seinen - durch ihn getragenen - kommunalen Einrichtungen wie der EWB keine beschönigenden Infomercials, sondern eine nüchterne Darstellung der Sachverhalte. Dazu gehört

1. die CO2-Reduzierung den Kosten für die Bürger durch die garantierten "Einspeisungsvergütungsumlagenerlöse" gegenüber zu stellen. (Letztere sind doch wohl der Grund, weshalb die Beteiligungen überzeichnet wurden, oder liebe EWB? "Es rechnet sich" und die Bürger müssen es ja über Subventionen garantieren, wie Herr MdB Gutting von Wirsol-Solar wohl sagen würde.)

2. die Berechnungsgrundlage der fiktiv "eingesparten" CO2-Werte darzulegen (Atomkraft ist wohl nicht die Benchmark...).

3. mit dem verbreiteten Unsinn Schluss zu machen, die Energiegewinnung immer in "Haushaltsstrombedarfseinheiten" auszudrücken. Nimmt man an, ab jetzt bleibt jeder in seinen vier Wänden und jegliches private und öffentliche Leben ausserhalb erlischt! Ehrlicher wäre es, dieses Stromaufkommen in Relation zum Gesamtstromverbrauch Bruchsals zu bewerten. Aber da sind die Ergebnisse eben nicht mehr so cool.

Um nicht missverstanden zu werden: die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet derzeit regenerative Energieformen. Der Aufbau ist grundsätzlich legitim. Aber bitte nichts beschönigen! Wir sind nicht mehr im Kindergarten oder einer Anstalt und die Grundrechenarten beherrschen wir.

Ein Artikel dazu in der sicherlich den regenerativen Energien nicht abgeneigten ZEIT kann ich nur empfehlen:

 

Die Illusion zerplatzt

Mit dem Atomausstieg riskiert Deutschland seine Klimaschutzziele.

www.zeit.de/2011/30/Energiewende

ewb-geschwafel und die Heuschrecken!

Auch wenn es hier vielleicht wenig Resonanz findet, ein schöner Artikel aus der Süddeutschen klärt darüber auf, warum sich Blackstone derzeit massivst in der Windkraft engagiert. Wie auch unsere kleine ewb. Wenigsten schwafelt Blackstone nicht herum, wie es bei der ewb der Fall ist. Letztere will ja angeblich mit ihrem Engagement endlich das Klima retten! - (PS.: das konnte man vor Jahren auch schon, allerdings nicht derart hoch subventioniert...).

SZ zu Blackstone: "Das Unternehmen interessiert sich dem Bericht zufolge vor allem deswegen für deutsche Offshore-Energie, weil die Branche im Moment alles andere als ein freier Markt ist: Die Bundesregierung subventioniert Windparks nicht nur massiv über die Einspeisevergütung, sondern fördert beteiligte Unternehmen auch mit einem milliardenschweren Förderprogramm. Deshalb verspricht sich Blackstone Profite im zweistelligen Prozentbereich."

Was verspricht sich die ewb wirtschaftlich? Nein, davon erfahren wir in der PM nichts. Wäre auch viel zu kompliziert für den Bürger...!

Aus: "Wind säen, Gold ernten"

www.sueddeutsche.de/wirtschaft/blackstone-investiert-in-offshore-windpar...

Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen