Bilder der Trauer in Nordkorea

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Montag, 19. Dezember 2011 - 15:17

Kim

Ich weiß nicht, wie es anderen geht. Mich bestürzen und machen mich betroffen diese Bilder von Menschen, die öffentlich über den Tod von Kim Jong Il wehklagen. Vielleicht ist das Ganze aber nur inszeniert.

Es erinnert mich etwas an die Klageweiber, die im Alten Ägypten, dem hellinistischen Griechenland und dem Alten Rom gewerbsmäßig gegen Honorar die rituelle Totenklage ausübten. Der Brauch der gewerbsmäßigen Totenklage soll heute noch im osteuropäischen Raum und im Kaukasusgebiet verbreitet sein.

 

 

Tom Strohschneider von der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift "der Freitag" macht sich seine Gedanken über die Bilder des nordkoreanischen Staatsfernsehens: 'Was sollen wir jetzt machen?' Über Bilder der Trauer in Nordkorea

 

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Kommentare

???

"Vielleicht ist das Ganze aber nur inszeniert."

Vielleicht?

Also bitte, wer glaubt denn wirklich, dass überall in der Hauptstadt tausende Menschen freiwillig wie Kinder den Tod ihres "Vaters" beklagen?

Die Schafe jammern über den Tod ihres Schlächters?

Das ist einfach nur abscheulich und menschenverachtend, was dieses diktatorische Regime mit den Menschen veranstaltet, die vermutlich eiskalt getötet werden, wenn sie nicht bereit sind, diesen geisteskranken Verstorbenen zu beklagen.

Das ist alles andere als "vielleicht" inszeniert.

Was bleibt den Menschen

Was bleibt den Menschen anderes übrig? Bei der neuen Lichtgestalt als Führer kann man doch nur noch Weinen und Wehklagen. Vielleicht also doch echt?

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