Betrüger mit abgewandeltem "Enkeltrick" in Bruchsal bei Spätaussiedlerin erfolgreich

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Dienstag, 5. April 2011 - 15:20

Bruchsal. Mit einer Variante des bekannten "Enkeltricks" haben professionelle Betrüger am Dienstagmorgen in Bruchsal bei einer Spätaussiedlerin einen fünfstelligen Eurobetrag erbeutet. Ein akzentfreies Russisch sprechender Mann hatte sich bei der Frau am Telefon als Polizeibeamter vorgestellt und von ihr einen umgehenden Rückruf verlangt. Nachdem die 60-Jährige dem gefolgt war - wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine Nummer mit litauischer Vorwahl, behauptete der Unbekannte, dass der Sohn der Frau einen folgenschweren Unfall verursacht hätte und deshalb festgenommen worden sei. Um die nun fällige Strafhaft zu vermeiden, forderte er für die von einem Beteiligten angeblich erlittenen Verletzungen ein Schmerzensgeld.

Unter dem vom Anrufer erzeugten enormen psychischen Druck übergab die Frau dann noch während des Telefongespräches einem bei ihr klingelnden Boten ihre gesamten zu Hause verwahrten Ersparnisse.

Als die 60-Jährige den Sachverhalt schließlich überprüfte, kam schnell heraus, dass sie Betrügern aufgesessen war.

Nach Erstattung der Anzeige hat die Kriminalaußenstelle Bruchsal die weiteren Ermittlungen übernommen.

Gleich gelagerte Taten sind der Polizei bundesweit bekannt. Die Beamten raten dringend, keinesfalls auf irgendwelche Forderungen solcher Anrufer einzugehen und umgehend die Polizei zu verständigen.

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