Belange von Naturschutzverbänden und Verwaltung in Einklang bringen

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Zweites Kreisumweltforum fand im Waldklassenzimmer statt
Dienstag, 30. März 2010 - 12:51

Kreis Karlsruhe. Informationen über aktuelle Umwelt- und Naturschutzthemen geben und Standpunkte austauschen war Ziel und Inhalt des dritten Kreisumweltforums, zu dem Landrat Dr. Christoph Schnaudigel am 23. März Vertreter der ehrenamtlichen Naturschutzverbände eingeladen hatte.

Fazit des Nachmittags, der mit einer Waldbegehung begann und im „Waldklassenzimmer" im Karlsruher Hardtwald fortgesetzt wurde war, dass die Arbeit von Kreisverwaltung und Naturschutzverbänden weiter intensiviert werden soll.

Eingehend diskutiert wurden Maßnahmen im Spannungsfeld von Ökologie und Verkehrssicherheit am Beispiel aktueller Grünschnittarbeiten entlang der B 35 zwischen Bruchsal und Heidelsheim. Als Ergebnis wurde festgehalten, dass künftig regelmäßiger gepflegt wird, anstatt in längeren Zeitabständen umfangreiche Rückschnitte vorzunehmen. Verbessert werden soll hier insbesondere auch die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld.

Umwelt

Ein weiteres Thema war der Umgang mit Umweltmeldungen beim Vorgehen gegen Umweltfrevler. „Haupt- und ehrenamtlicher Naturschutz stehen auf der gleichen Seite", betonte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, bat aber im Hinblick auf die unterschiedliche ökologische Wertigkeit um Verständnis, dass die Verwaltung auch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten müsse.

Schwerpunktthema des Tages war der Zustand und die Zukunft des Waldes und des Forstbetriebs. Anhand mehrerer „Waldbilder" veranschaulichten Forstdirektor Ulrich Kienzler und Förster Martin Kunz den Zustand und künftige Entwicklung des Waldes. Der Leiter des Forstamts im Landratsamt Karlsruhe Dr. Bernhard Peichl informierte über die Umsetzung des Alt- und Totholzkonzeptes des Landes Baden-Württemberg, der Umsetzung der NATURA 2000-Pflege- und Entwicklungspläne im Wald, der Waldnutzung und über die Maikäfersituation.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel bedankte sich für die offene und konstruktive Aussprache und kündigte an, auch im kommenden Jahr wieder zum Kreisumweltforum einzuladen.

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