Beim Koralle - Märchenspiel: Wunderblume hilft gegen bösen Hexenzauber

DruckversionPer e-Mail versenden
Mittwoch, 8. Dezember 2010 - 9:28

Jorinde und Joringel

 

Eine weiße Made kriecht mühsam über die Koralle-Bühne. Willkommenes Futter für die hungrigen Vögel, die aus dem Zauberschloss der „Bösen" entkommen sind. Butterblume, Regenbogen und Kieselerde sind drei verzauberte Mädchen im Koralle-Märchenspiel  „Jorinde und Joringel". Jorinde ereilt das gleiche Schicksal. Sie wird von der „Bösen" in eine Nachtigall verwandelt. Nur eine tiefrote Wunderblume kann den Zauber lösen. Joringel, Jorindes Herzallerliebster, zieht mit den drei flüchtigen Vögeln durch die ganze Welt. Verfolgt werden sie von der „Bösen" und ihrer Meisterschülerin Grindula, die das Zaubern bereits gut beherrscht. Beim Suchen nach der Blume helfen die Theaterbesucher aus Leibeskräften mit. Spannung knistert im Theaterraum.

Böse mit Zauberschülerin Grindula beim Hexen

Böse mit Zauberschülerin Grindula beim Hexen. Foto: Karl-Heinz Mosthav

Zwischendurch können die Zuschauer auch mal aufatmen, denn die Zauberweiber - grässliche Hexe und Schönhexe - sind nicht immer präsent. So bleibt auch Platz für Amüsantes, etwa während der Weltreise an den Zollschranken mit wechselnden Zöllnern und Flaggen oder bei den Eifersüchteleien der Vogelmädchen, die Gefallen an Joringel finden.

Zu seltsamen Vögeln verhexte Mädchen: Butterblume, Kieselerde und Regenbogen

Zu seltsamen Vögeln verhexte Mädchen: Butterblume, Kieselerde und Regenbogen. Foto: Karl-Heinz Mosthav

Das funktionale Bühnenbild lässt nicht nur vielerlei Auftritte zu, es kann durch Beleuchtungseffekte höchst interessant verwandelt werden. Davon wird reichlich Gebrauch gemacht bis hin zur effektvollen Traumerscheinung Jorindes. Ständig haben Techniker und Beleuchter alle Hände voll zu tun. Hinzu kommen Geräusche- und Musikeinspielungen. Regisseur Manfred Rieger lässt viele alle Register der Bühnentechnik ziehen. Mit den Lichtwechseln ändern sich Bühnenbild wie Kostümfarben. Bis auf eine Strandepisode in heller Sonne bleibt die Szenerie aber weitgehend düster oder geheimnisvoll.

Joringel findet die erlösende Wunderblume

Joringel findet die erlösende Wunderblume. Foto: Karl-Heinz Mosthav

Eigens für die blitzschnelle Rückverwandlung der Vögel in Menschen mit schicker Märchengewandung hat Kostümbildnerin Elisabeth Rieger drei Spezialkostüme geschneidert. Umwerfend auch ihr Madenkostüm für den Koralle-Nachwuchs.

Das Premierepublikum zeigt sich schon während des munteren, vielfarbigen Bühnengeschehens höchst angetan und reagiert heftig, wenn etwa Gefahr durch die Zauberhexe droht. Die „Böse" verbreitet mit ihrem schrecklichen Aussehen wie ihren Zaubersprüchen lange Angst und Schrecken. Am Ende muss sie allerdings - durch die Wunderblume spektakulär entkräftet - das Feld räumen. Die Liebe siegt. Die Titelhelden können sich in die Arme schließen. Reicher Schlussapplaus lohnt den Darstellerinnen und Spielern ihre unermüdlichen Einsätze.

Stefan Schuhmacher

Titelhelden

Titelhelden. Foto: Marcus Joos

 

Info: Die nächsten Vorstellungen im Koralle-Theater „Riff", Eggerten 47 (hinter Sancta Maria) gibt es am 11., 12., 18., 19. und 26. Dezember,  jeweils um 16 Uhr. Das Stück ist erst geeignet für Kinder ab sechs Jahren. Platzkarten für alle freiverkauften Vorstellungen gibt es bei der Buchhandlung „Der Club Bertelsmann", Kaiserstraße 37, oder unter kartenvorbestellung @diekoralle.de . Karten für eine zusätzliche Schulvorstellung  am Samstag, 11. Dezember, bereits um 12 Uhr, können nur über das  Internet bestellt werden. Weitere Vorstellungen gibt es im Januar 2011.

Noch keine Bewertungen vorhanden
Inhalt abgleichen Inhalt abgleichen