Barocke Bruchsaler Zunftkanne ausgestellt

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Sonderpräsentation im Eingangsbereich des Barockschlosses / Fortsetzung der „Preziosen“-Reihe
Montag, 6. Februar 2012 - 16:41


Zunftkanne der Bruchsaler Küfer aus dem frühen 18. Jahrhundert

In den kommenden vier Monaten wird die Zunftkanne der Bruchsaler Küfer aus dem frühen 18. Jahrhundert im Eingangsbereich des Schlosses zu sehen sein. Foto: Heintzen

Ein außergewöhnliches Stück aus dem Besitz des Städtischen Museums – und nun für die kommenden vier Monate im Eingangsbereich des Barockschlosses zu bewundern: Eine Zunftkanne aus Zinn, kunstvoll mit vielen Verzierungen gefertigt zu Bruchsals fürstbischöflicher Zeit anno 1726. Nur eine von vielen Kostbarkeiten, die im Stadtmuseum und im Deutschen Musikautomaten-Museum unter dem Dach der Bischofsresidenz in den Magazinen „schlummern“ und im Rahmen der gemeinsamen „Preziosen“-Reihe jeweils für gewisse Zeit aus dem Depot geholt werden.

Eine solche Zunftkanne wie die der Bruchsaler Küfer spielte gerade zur Barockzeit eine besondere Rolle im Selbstverständnis dieser Handwerkerbünde. Solche Gefäße ließen sich die Zunftmeister entsprechend ihres Standesbewusstseins und ihrem Verständnis von Repräsentation speziell anfertigen – im Falle des Bruchsaler Exemplars spielen drei fässchenartigen Füße auf das ausgeübte Küfergewerbe an. Bei den regelmäßigen Zusammenkünften der Handwerkermeister kam derartigen Kannen und Pokalen ein fester Stellenwert im Rahmen tradierter Zeremonien zu. Gefertigt wurde das wertvolle Zinngefäß vermutlich von Daniel Heidenreich aus Durlach, wie die eingeschlagene Qualitätsmarke mit dem Symbol eines Engels nahelegt. Auf seinem Deckel trägt es ein dreiteiliges Wappen des Fürstbischofs und Bruchsaler Schlossbauherrn Damian Hugo von Schönborn. (tam)

Thomas Adam und Norbert Eiche vom Städtischen Museum beim Einrichten der Ausstellungsvitrine.  Bildquelle: Heintzen

Thomas Adam und Norbert Eiche vom Städtischen Museum beim Einrichten der Ausstellungsvitrine. Bildquelle: Heintzen

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